Biriuta Fonarevá
 
Portrait
 
Wappen
   Spieler und Charakter
   
Spieler Jovian RJ Thaler
   
Rasse Nivesin
Kultur Bornland
Profession Ifirngeweihte
   
Vorteile Geweiht (Ifirn), Gutaussehend, Kälteresistenz, Richtungssinn, Schnelle Heilung, Tierfreund
Nachteile Neugier (6), Raumangst (6), Ruhelosigkeit (7), Veträumt (10), Gesucht I (Notmark), Moralkodex (Ifirn-Kirche): (Jagdgebote, Hilsfsbereitschaft, Warmherzigkeit), Prinzipientreue (Körperliche Leistungsfähigkeit, Ewige Reise, Gastfreundschaft), Stigma (bei Schnee/Frost/Eis weisse Haare), Hitzeempfindlichkeit, Unfähigkeiten: [Menschenkenntnis]
Gaben  
Lieder /
Sonstiges
  • Subway To Sally, Schneekönigin
  • Saltatio Mortis, Der Ruf
  • Jablkon, Balada - Chanuka 5757
 
 Aussehen
Mit einer Größe von knappen 1,70 gehört Biriuta zu den durchschnittlichen Mittelländern. Doch das ist bereits alles, was man an ihr durchschnittlich nennen kann. Ihre blaugrauen Augen liegen leicht schräg gestellt im Gesicht, sie sind das einzige, was an ihre nivesische Herkunft erinnert. Ihre leicht roten, ebenmäßigen Wangen geben ihrem Gesicht, das von langen, glattgekämmten blonden Haaren umrahmt wird, einen besonderen Reiz. Sie hat eine schlanke Statur, die jedoch trainiert und wohlgeformt ist.

Im Winter, genauer gesagt bei Eis, Frost oder Schnee scheinen Biriutas Augen in einem klareren Blau zu sein, und dann trägt sie ihr Haar schneeweiß.

Im obigen Bild sieht man Biriuta in der Tempeltracht der Ifirngeweihten, einem reinweißen Gewand mit eisblauen Borten, dessen Kragen meist mit Stickereien an Schwanengefieder erinnert. Normalerweise wird man Biriuta jedoch in einer normalen Reise- oder Jägerkleidung antreffen, die, obwohl etwas leichter, an das Wetter angepasst ist. Hose und Hemd sind aus Barchent (Leinen-Baumwoll-Mischgewebe), ihr Umhang ist aus Firnluchsfell. Die Wildlederstiefel und der dazupassende Gürtel (mit Gürteltaschen) erinnern sehr an das Jägergewerbe.

       
 Charakterbeschreibung
Schon als junges Mädchen war Biriuta als Träumerin bekannt. Sie konnte stundenlang den Schneefall beobachten, Tiere und die Natur an sich betrachten. Im Gegensatz zu der üblichen "sewerischen Seele" war das Mädchen keineswegs vom Leben im Frondorf begeistert, sie konnte ihr Zuhause nicht an einen so kleinen Ort binden. Jetzt, als erwachsene Dame, scheint sie ihre Heimat noch immer nicht gefunden zu haben, und eilt von Ort zu Ort, entweder aus Neugier oder einfacher Ruhelosigkeit.

Enge Räume, oder sogar darin eingesperrt zu sein, sind ihr ein Gräuel, und sie zeigt eine gewisse Naivität, wenn es darum geht, Mitmenschen List und Tücke zuzutrauen. Ihr nivesisches Erbe und ihr Aufwachsen im hohen Norden haben dazu geführt, dass ihre Haut und ihr Körper empfindlich für große Hitze geworden ist, dafür aber die Kälte gewöhnt ist.

Durch ihre Ausbildung und ihren Glauben befolgt sie streng den Kodex und die Ideale der Ifirn Kirche: Die Einhaltung der Jagdgebote, Hilfsbereitschaft, Warmherzigkeit, körperlichen Leistungsfähigkeit, Gastfreundschaft und sogar der Ewigen Reise. Ihre Ausbildung hat auch dazu geführt, dass sie schnell einen verlorenen Weg wiederfindet, da sie sich an die Richtung erinnert. Außerdem verheilen verheilen ihre Wunden schneller als bei den anderen Bornländern.

Zu den Jagdgeboten gehören:

  • Fallenstellen (wird nicht geschätzt, wenn dann aber): Die Fallen 2 mal pro Tag kontrollieren!
  • Keine Lockrufe (Nachahmen eines Jungtiers in Gefahr), oder andere Tricks, damit das Tier hergelockt wird.
  • Im bebrüteten Gelege mindestens 1 Ei zurücklassen!
  • Sinnvolle Beuteverwertung! (nicht nur wegen Trophäen)
  • Kein Gift!
  • Trächtige Tiere und Jungtiere sind von der Jagd ausgeschlossen
 
 Hintergrundgeschichte
An der nördlichen Walsach, nur zwei Tagesreisen südlich von Notmark, fließt ein Bergbach namens Sempl in die Walsach. Auch endet hier schon die notmärkische Straße. Wenn man aber dem Flussverlauf einen weiteren Tag nach Süden folgt, kommt man in ein notmärkisches Frondorf mit dem tragenden Namen "Malokolosovo", was im Garethischen nicht viel mehr als "kleines Bergdorf" heißt. Tatsächlich werden hier vor allem Steine und auch (in einem nahen Stollen) Erz für den notmärkischen Bronnjaren abgebaut. Ein Frondorf ist ein (meist von der Umwelt abgeschnittenes) Dorf, das für seine eigene Erhaltung sorgt, und noch zusätzlich Abgaben an den Lehensherrn (in diesem Fall Alderich von Notmark) machen muss. So werden dort auch Äcker bestellt und Handwerksberufe erlernt.

Biriutas nivesische Mutter Irti war mit ihrem kleinen Stamm des Olainen eigentlich nur kurz in der Gegend. Die Nivesen vermieden es gerne, zu nah an den notmärkischen Teil des Ehernen Schwerts zu kommen, da sie im Gegenzug zum Wohn- und Durchfahrtsrecht all ihre Handelswaren praktisch herschenken mussten. Obwohl es die Bornländer für einen heißen Sommer gehalten haben mögen, kam es zu einem rahjagefälligen Stelldichein zwischen Irti und einem der Bauernsöhne, Lumin Fonarev. Der Stamm des Olainen verließ den Ort bald wieder, doch Irti wollte zumindest bis zur Geburt ihres Kindes bei Lumin bleiben. Dieser wusste garnicht, wie ihm geschah, als er vom Fronvogt einen eigenen Hof erhielt und sogar zum Schulzen bestimmt wurde. Eigentlich hätter er zu einer Heirat oder einem Kind den Segen des Bronnjaren gebraucht. Doch nach bornländischem Recht ist das Kind eines Leibeigenen Besitz des Bronnjars, und so wurde der kleinen Biriuta nicht erlaubt, mit ihrer Mutter zurück zu den Nivesen zu gehen. Als dann noch eine Heirat vollzogen wurde, senkten sich die Schulden der Familie Fonarev zwar, dafür hatte der Bronnjar jetzt drei anstatt eines Leibeigenen.

Später erhielt die Familie Fonarevý noch weiteren Nachwuchs: Die zwei Brüder Enan (1007 BF) und Peltjo (1008 BF) sowie ein kleines Mädchen namens Eliska (1010 BF). Während bei den Jungen achtgegeben wurde, ob sie ins Bergwerk, den Steinbruch oder zu den Holzfällern passten, ging man davon aus, dass alle Mädchen auf die Felder gehörten. Biriuta interessierte sich aber lieber für die Natur, die Wälder oder auch das Gebirge, von wo sich auch manchmal gejagtes Wild mitbrachte, wenn es sich auch nur um mittels Schleuder erlegte Hasen handelte. Der Fronvogt, der dies bemerkte, erklärte Biriuta kurzerhand zur Jägerin, und von diesem Zeitpunkt an musste sie größeres Wild beim Fronvogt abliefern oder sogar nach Notmark oder Grauzahn bringen.

Der einzige Vorteil, den das (damals 12jährige) Mädchen davon hatte, war, mit einem Kurzbogen ausgestattet zu werden. Sie sah ihre Familie seltener, dafür lernte sie die Grafschaft Notmark besser kennen. In den ausgedehnten Wälder traf sie - verdächtig oft - auf einen knapp 30jährigen Jäger namens Rowin, der sie an das Lagerfeuer einlud, sonst aber recht kühl wirkte. Von ihm lernte sie, dass das Großwild keineswegs nur von den Bronnjaren gejagt werden durfte, sondern auf fähige Jäger wartete. Obwohl Rowin, ein Geweihter des Firun, kühl und abweisend, manchmal sogar schroff war, mochte es sein, dass die junge Biriuta sich in ihn verschaut hatte.

So beschloss das Mädchen (mit knapp 14 Götterläufen) ihm ein würdiges Geschenk zu machen, und ihm dann ihre Gefühle zu beichten. Sie wollte ihm also einen Elch jagen, obwohl ihr jägerisches Geschick zu diesem Zeitpunkt höchstens für ein Reh ausgereicht hätte. Das Tier, über einige Tage verfolgt, schien den Pfeilen auszuweichen, und ging auch nicht zum Gegenangriff über. Es hätte den Baum, den Biriuta als Beobachtungsposten gewählt hatte, sicherlich umwerfen können. Stattdessen wartete es genüsslich den Abschuss den 15. Pfeils ab und bewachte dann seinerseits den Baum, von dem die junge Biriuta sich nicht mehr heruntertraute. Knappe 2 Tage später, als dem Mädchen die Nahrung ausgegangen war, stand der Elch noch immer an seinem Platz. Biriuta flüsterte beruhigende Worte auf das Tier ein, während sie langsam und vorsichtig, mit klopfendem Herzen, vom Baum herunterkletterte. Sie erschrak sichtlich, als der Elch, ein Tierkönig (also der erste Elch seiner Art) mit ihr zu sprechen begann, um ihr die Jagdgebote verständlich zu machen. Solange sich daran hielt, würden die Tiere das ihre tun, um ihr in Not zu helfen. Andererseits solle sie als Strafe und Erinnerung fortan ein Stigma tragen.

So kehrte Biriuta ohne Jagdbeute zur Hütte des Geweihten zurück, verwirrt und ausgehungert. Rowin bemerkte sofort, dass ihre Haare während des einsetzenden Schneefalls weiß geworden waren, und hielt dies für ein Zeichen Firuns. Nach einer kurzen Rast überredete er sie, die Prüfung Firuns anzunehmen und mit ihm einen Firnluchs jagen zu gehen. Dies gelang ihr mithilfe des Geweihten, und er nähte ihr einen Umhang aus dem Fell und versprach, sie wiederzutreffen.

Biriuta kehrte nach einigen Aufenthalten in ihr Dorf zurück, wo ihre Familie wegen ihres Fortlaufens (und Nichtablieferung einiger Felle) bereits gezüchtigt worden war. Vielleicht hätte man ihr noch verziehen, doch der Fronvogt erblickte den Umhang aus Luchsfell, einem Tier, das alleine den Bronnjaren vorbehalten war, und beschloss, sie dem Grafen selbst vorzuführen.

Nun ist man es aber in Sewerien nicht gewöhnt, dass ein Leibeigener flüchtet, denn diese werden bald vom Heimweh geplagt. Außerdem wird garnicht jeder flüchtige Leibeigene verfolgt, da davon ausgegangen wird, dass ihn das nächste Dorf sowieso bemerkt und zurückschickt. So gelang es Biriuta (nun war sie 15), sich in der folgenden Nacht davonzustehlen. Ihr Bogen war ihr freilich abgenommen worden, doch sie konnte ihren neuen Lieblingsumhang und ihre Jägerskleidung mitnehmen. Wahrscheinlich wäre sie bald von den Hunden des Fronvogts oder einfach den Dörflern des Nachbardorfs aufgegriffen worden, doch Rowin fand sie zuerst und brachte sie nach Norburg, wo sie im Firuntempel ihren Novizendienst ableistete.

Nach bornländischem Recht hat ein Leibeigener, der sich Jahr und Tag nachweislich in einer der freien Städte aufhält, die Freiheit erlangt. Doch wird nicht immer akzeptiert: Schuldgefühle sowie Bestrafung der Familie werden als Druckmittel eingesetzt, Bronnjar sieht den Menschen (durch die Schulden) noch immer als Besitz an (Fälle von über 30 Jahren Freiheit sind bekannt, nachdem derjenige wieder in die Leibeigenschaft treten musste.) Außerdem gibt es ein Problem mit dem Wort "nachweislich"! Keine freie Stadt im Bornland hat ein Registrierungsstelle für Neuhinzugezogene. Der Neuling muss das Vertrauen der Obrigkeit genießen, dann wird sie ihm den "Freibrief" ausstellen. Handwerksmeister nutzen das aus und übernehmen die Leibeigenen meist als "Lohnsklave". Außerdem hat sich der Flüchtling selbst zum "Gesetzlosen" erklärt, und außerhalb der Gesetze begeben, die ihm sein Leben und zumindest seine Heimattreue gesichert hätten.

Obwohl in die Kirche und in den Orden normalerweise nur Freie dürfen, schien es niemanden im kalten Firuntempel zu interessieren, woher das Mädchen kam. Außerdem interessierten sich die Geweihten im Tempel überhaupt für recht wenig: Statt der Jagd schien hier Firuns unablässige Kälte verehrt zu werden, und es kam vor, dass Biriuta monatelang alleine im Tempel Dienst tat, ohne genau zu wissen, worin ihre Aufgabe eigentlich bestand. Ihre Liebesbekundungen zu Rowin wurden auch nicht erhört, sie hatte ihn sogar so verärgert, dass er sie aus dem Tempel verwies und einer älteren Dame namens Verosja mitgab, um mit einer Pelzkarawane nach Tralopp zu ziehen. Zumindest hatte er ihr einen eigenen Bogen gebaut und mit recht lieblichen Schnitzereien versehen, den Biriuta seitdem (mit dem Umhang) als höchsten Besitz schätzt.

Sie lernte die warmherzige Verosja schätzen und lernte von ihr in den nächsten Jahren (zwischen 16 und 19) den Kodex der gütigen Ifirn. In diese Zeit fielen auch kleinere Bekanntschaften mit hoffnungslos verliebten Jungen, die jedoch nie lange andauerten, da  Biriuta mit ihrer Lehrmeisterin weiterreiste. Schließlich trafen einige Geweihte aus Weiden zusammen, und Biriuta vollzog ihre Ifirnsqueste in den Wäldern östlich des Neunaugensees (bei der Roten Sichel), wo nicht die Tiere, sondern die Orks die eigentliche Gefahr waren. Den ganzen Firunsmond 1024 BF verbrachte sie dort, ohne fremde Hilfe, nur mit gelegentlichen Kontrollen eines Jägers oder Geweihten, dass sie den Moralkodex achtete.

Nach ihrer Initiation hatte sie eigentlich erwartet, wieder eine Zeitlang im Tempel zu arbeiten, doch die Bevölkerung war abergläubisch: Ihre Haarfarbe, die im Winter weiß und im Sommer golden war, markierten sie als Unglücksbringer, auch wenn sie versuchte, die blonden Haare durch eine Safranfärbung zu erklären. Da echter Safran (seit der Kurkumkatastrophe) nur vom Haus Störrebrandt neu gezüchtet wird, traute man ihr wohl nicht zu, soviel Geld zu besitzen (1 Dukat pro Unze Safran!). Sie erhielt ihre Tracht (und einen helltürkisen Jaspisschmuck) und wurde an den Kodex der Ewigen Reise erinnert, und war dann wieder auf sich allein gestellt.

So zog die junge, inzwischen äußerst hübsche Dame wieder nach Hause, um ihre Familie zumindest noch einmal zu Gesicht zu bekommen. Sie kam allerdings nicht soweit, da sie merkte, dass ihr sogenannter Pelzdiebstahl noch immer wohlbekannt war. So musste sie, ohne ihre Familie wieder auch nur zu erblicken, wieder umkehren.

 
 Der Einstieg ins Abenteuer

Seitdem trägt sich Biriuta mit dem Gedanken, ihre Familie vielleicht einmal freikaufen zu können, am Besten mit Hilfe eines Kronvogtes, der für Ausländer zuständig ist und auch manchmal zwischen den Bronnjaren als Vermittler tätig ist.

Wie dem auch sei, diesmal hatte sie keinen Firungeweihten, der sie sicher an den Lehensdörfern vorbeiführte. Also schloss sie sich einer Gruppe von Thorwalern an, die über dem Land / Flussweg nach Riva reisten. Sie hatte eigentlich vor, auf dem Weg durch die Nivesenlande die Sippe ihrer Mutter aufzusuchen. Nachdem ihr die Route der Sippe des Olainen jedoch nicht bekannt war, stellte sich das als unmögliches Unterfangen heraus.

Außerdem lernte Biriuta den Skalden der Thorwaler, Beorn Egilson, kennen und schätzen, und ließ sich überreden, mit ihm auf dem Schiff von Riva nach Thorwal zu reisen. Diese Beziehung hielt noch ein halbes Jahr an, bis der jungen Geweihten im Hochsommer 1025 schließlich die ruppige Thorwaler Art zu viel wurde, und sie alleine auf dem Landweg in Richtung des Koschs reiste, um das sogenannte "Neureich" zu begutachten.