Kirgan, Sohn des Atosch
 
Portrait
 
Wappen
   Spieler und Charakter
   
Spieler Jürgen Wulz
   
Rasse Zwerg
Kultur Wilder Zwerg / Brombim
Profession Söldner (schweres Fussvolk)
   
Vorteile Dämmerungssicht, Kälteresistenz, Resistenz Krankheit, Resistenz mineralische Gifte, Schnelle Heilung, schwer zu verzaubern (+3)
Nachteile Goldgier (5), Meeresangst (5), Blutrausch, Miserable Eigenschaft CH, Gesucht I (Diebesbande Chababien)
Alterung (LE-1, AU-1, SE MU)
Gaben Zwergennase (5) [FF,IN,IN], Gefahreninstinkt (5) [KL,IN,IN]
Lieder /
Sonstiges
 
       
Aussehen
Kirgan ist ein Brombim und so sieht er auch aus. 67 Finger groß, etwa 65 Stein schwer, langes, schwarzes Haar und einen ebensolchen Bart. Seine grünen Augen haben vermutlich noch nicht viele erkannt. Ob die dunkle Hautfarbe natürlichen Ursprungs ist,darüber mag man rätseln, denn so richtig sauber gewaschen sieht man Kirgan wohl nie - Schmutz ist des Zwergensöldners zier, heist es. Kirgan trägt stets einfache, robuste Kleidung, die erst getauscht wird, wenn sie nicht mehr zu gebrauchen ist, dazu seine Mammuton-Rüstung, auf die er beinahe so stolz ist wie auf seinen persönlichen Felsspalter, "Mithra". Diese Waffe und seinen traditionellen Lindwurmschläger legt er so gut wie nie aus der Hand. Sein Körper ist geschmückt mit Brandnarben und Tätowierungen, sowohl als Standessymbol, Zugehörigkeitssymbol als auch als Auszeichnung für besondere Taten. Gelegentlich kommen neue hinzu, meist selbst gemacht, wie man sofort erkennen kann - grob und einfach, wenig künstlerisch und trotzdem nicht immer gelungen.
       
 Charakterbeschreibung

Wie alle Wilden Zwerge ist Kirgan ein verschlossener, eher unwirscher Charakter, wortkarg, aufbrausend, direkt, wenig feinsinnig, ungebildet, grob und reizbar, so mag er erscheinen - geradeheraus eben, aber wenigstens unschlagbar ehrlich. Er sagt eben einfach was er sich grade denkt, ohne Rücksicht auf die Etikette, so wie er es von zu Hause gewohnt ist.
Die Wilden Zwerge sind genau das, was ihr Name verspricht. Sie haben so gut wie keinen Kontakt zu anderen Völkern, treiben keinen echten Handel, nur gelegentlich mit den Firnelfen und weit reisenden Vertretern der Nivesen. Firnelfen aber werden von ihnen verehrt, sind fast so etwas wie göttliche Wesen. Überhaupt wissen die Brombin, die Wilden Zwerge, von den bekannten zwergischen Traditionen nur noch sehr wenig, genauso viel wie vom Leben und Geschehen in Aventurien.
Sie verehren zwar Ingerimm und sein heiliges Feuer, sind aber nicht das was man gemeinhin als 12-Götter-gläubig bezeichnet. Der mangelnde Kontakt zu Personen außerhalb seiner Stadt macht eben auch Kirgan heute noch große Schwierigkeiten im gesellschaftlichen Bereich. Naturtalente erschließen sich ihm auch nur bedingt, lebte er doch die meiste Zeit unter der Erde. Handwerklich generell geschickt, hat er wie alle Wilden Zwerge allerdings Probleme in der Bearbeitung von Metallen. Gesteinskunde, Bergbau und mechanische Kenntnisse sowie das Schätzen hat er von zu Hause mitbekommen, weiteres Wissen konnte er sich während der Söldnerzeit aneignen. Dort hatte er auch Gelegenheit, seine grundsätzlich guten körperlichen Talente zu verbessern, und den Umgang mit Waffen, v. a. Felsspalter und Armbrust, zu perfektionieren. Auch die Kusliker Zeichen bzw. Garethi lernte er bei den Soldaten.

Dennoch hat Kirgan auch seine Vorteile, denn vor allem im Kampf wird er seine Kameraden nie im Stich lassen - das wäre ja noch schöner, dass der Gegner gewinnen könnte, wenn ein Brombin auf der anderen Seite kämpft! Er ist nicht nur gnadenlos ehrlich, sondern auch zwergengleich stur und stolz. Beleidige seinen Körperschmuck und geh zu Boron, Elender, seist du Herzog oder Bettler! Selbst wenn er für nicht vieles einstehen mag, seine persönliche Ehre und die seines Volkes ist ihm heilig. So wird er auch andere Zwerge und, was in Aventurien durchaus zu Verwirrung führen könnte, vor allem Firnelfen bis aufs Blut verteidigen, das gleiche gilt auch für seine Kameraden, so sie sich als standhaft, mutig und vertrauenswürdig erwiesen haben.

 
 Hintergrundgeschichte

Kirgan, Sohn des Atosch, ist ein Zwerg aus dem Volk der Wilden Zwerge. Seine Heimat sind die Eiszinnen, wo er in der einige hundert Zwerge umfassenden Stadt Murkhall in den Silberminen arbeitete, bis er etwa 55 Sommer alt war.

Wie aber wird ein Brombim Söldner? Die wenigen Kontakte zur restlichen Welt haben im jungen Kirgan die Neugier geweckt. Warum leben die Zwerge so abgeschieden, gibt es sonst nicht viel auf dieser Welt? Doch irgendwoher müssen ja auch diese alten Nivesen kommen? Kirgan beschloss also, einem der Nivesen zu folgen. Dies verlief nicht ohne harte Worte und Streit mit seinem Vater Atosch und der gesamten Sippe. Ein Brombim verlässt seine Sippe nun mal nicht! Ein tagelanger Streit folgte Kirgans Idee und schließlich wurde er mehr oder weniger hinausgeworfen, denn auch wenn er es ohnehin wollte, freiwiliig zu gehen war etwas, das die Sippe einfach nicht akzeptierte.

Dennoch ging Kirgan, und mit Hilfe der Nivesen fand er aus den Eiszinnen in die "zivilisierte" Welt. Da er nur mit seiner Axt oder einer Spitzhacke umgehen konnte, wurde er von den Novadis als Begleiter auf Reisen verwendet, er verdiente sich so Nahrung und Unterkunft, bis er sich langsam an das Leben außerhalb der Eiszinnen gewöhnte. Den Nivesen stand er als Beschützer zur Seite, die die Dienste des kräftigen Zwerges gerne annahmen.
Irgendwann lockte ihn dann ein Söldner, den man auf einem Markt traf, mit der Aussicht auf Gold und viele erschlagene Gegner in ein Heer. Somit wurde er Söldner im schweren Fußvolk der KorKnaben und zog eine Weile für Geld durch die Lande, um Gegner zu besiegen die ihn eigentlich gar nicht interessierten, für eine Armee, die ihm ebenso wenig bedeutete. Doch eines Tages beschloss er, mehr von Aventurien zu sehen, schließlich wollte er irgendwann wieder in die Eiszinnen zurückkehren und seinem Volk soviel mitbringen wie es einem Brombim nur möglich war.

 
 Der Einstieg ins Abenteuer
"Ich hab da mal eine kleine Gruppe Leute getroffen, nach einer Schlägerei in einer Raststation. Sie boten mir Geld, wenn ich ihnen helfe, einen Musikant zu fangen. Also tat ich es. Danach habe ich einen Firnelfen getroffen, der Hilfe brauchte, natürlich hab ich ihm geholfen. Es war schrecklich, wir mussten mit einem Schiff tagelang herumfahren, bis wir endlich ein paar Leute erschlagen konnten, in einer Stadt vor der scheinbar jeder Angst hatte. Al'Anfa oder so. Immer musste ich still sein, sagten sie, wenn dieser dürre alte Mann mit uns sprach. Na gut, wir haben eine Menge Gold bekommen, das zählt. Der Firnelf, Ceroderiel, sagte ich könnte weiter mit ihm mitkommen, er und seine Freunde brauchen mich noch. Ich ging also mit, und gut war es, dass sie mich dabei hatten. Ich weis nicht warum Ceroderiel einige dieser Leute mit sich herumschleppt. Wenigstens kam dann noch ein Zwerg dazu und einer von dem großen Volk mit den Zöpfen, so ein Schiffsmensch. Die konnten wenigstens ordentlich kämpfen."
 
 Der Rückzug aus dem Abenteuer

"Jetzt laufe ich ja doch schon einige Jahre durch diese Welt und nehme diese und jene Aufgabe an, um meine Geldkatze ordentlich zu füttern. Ein paar gute Leute konnte ich treffen, das war auch eine schöne Sache. Dabei wollte ich doch nur etwas mehr sehen als meine angestammte Heimat und ein bisschen mit diesem Nivesen herumlaufen. Aber ich bin dann Söldner geworden, und viel mehr hab ich schon gesehen als ich zuerst wollte. Ich glaube, weiter kann man nicht mehr gehen. Das reicht mir, ich war im Süden, im Osten und im Westen. Daheim wird mir ohnehin keiner glauben was ich alles erlebt und gesehen habe.
Zuletzt musste ich Igrims Habseligkeiten zu seiner Sippe bringen, nachdem er in einem Kampf draufgegangen ist. Dann wollte ich nach Hause, denn ich bin noch nicht alt und kann daheim noch viel tun. Aber Ceroderiel hat mich überredet, ihn zu diesen Lieblingen zu begleiten, mit denen er schon eine Zeit lang verkehrt. Sind ganz nette Leute, die. Zeit hab ich ja, da kann ich also auch noch ein bisschen bleiben, sie können eine starke Hand gebrauchen, wie ich sehe. Die sind alle recht schlau, aber mit Werkzeug haben sie es nicht so. Vielleicht geh ich später mit Ceroderiel gemeinsam nach Norden."