Tariel Korolev
 
Portrait
 
Wappen
   Spieler und Charakter
   
Spieler Jovian RJ Thaler
   
Rasse Halbelf (auelfischer Abstammung)
Kultur Bornland (Landstädte)
Profession Magier (Halle des Quecksilbers zu Festum)
   
Vorteile Astralmacht (5), Hohe Lebenskraft (2), Akad. Ausbildung (Magier), Gutaussehend, Vollzauberer
Nachteile Aberglaube (6), Neugier (7), Festgefügtes Denken (5), Astraler Block, Prinzipientreue (Heimatverbundenheit, Respekt vor den Toten/Ahnen, Erhaltung von Wissen), Schulden (1500 Dukaten)
Gaben  
Lieder /
Sonstiges
 
 
 Aussehen
Ich trage mein weißblondes Haar in einen Wehrheimer Bürstenhaarschnitt, der meine großen grünen Augen besser zur Geltung bringt. Ich bin durchschnittlich groß, schlank und habe ein wohlgepflegtes Erscheinungsbild. Leicht spitze Ohren und eine zierliche Nase deuten meine Abstammung an. Neben meinem Wollgewand besitze ich einen Elchsmantel für schlimmes Wetter und zwei feine Roben. Die Graue Reiserobe trage ich besonders gern, ist sie doch als Geschenkspaket von meiner Mutter eingetroffen und mit gewagten Asdharia-Zeichen versehen.
Mein schlanker Körperbau und mein liebliches Gesicht mit den großen grünen Augen sind eine Besonderheit. Auch wurde mir mitgeteilt, dass die Eleganz und Grazie meiner Bewegungen einige Frauenherzen höherschlagen lässt.
 
 Charakterbeschreibung

Ich habe ja meinen leiblichen Vater nicht oft gesehen, doch ein einziges Mal war ich mit ihm auf einem Jagdausflug. Eigentlich sollte ich niemandem sagen, dass wir Silberböcken auf der Spur waren. Mein Vater vertraute mir so einige Geheimnisse über seine Zeit bei den Auelfen an. Als wir die Böcke eingeholt hatten, war ich so fasziniert von deren Statur und Bewegungen, dass ich nur still zusah, wie sie auf den Hang kletterten. Unbewusst wirkte ich meine erste Magie, einen Visibili, um das Schauspiel länger zu genießen. Doch mein Vater zückte seinen Bogen und schoss einen Bock, woraufhin alle anderen Reißaus nahmen.

Obwohl ich es manchmal verstehen kann, wenn sich jemand aus Hunger oder Geldnot dem Verbrechen zuwendet, mag ich jedoch niemanden, der andere Leute gefährdet oder tötet, nur um an Geld zu kommen. Am schlimmsten finde ich die Rauschkrautbanden in Festum, die auch Gifte vertreiben und sogar nicht davor zurückschrecken, Pergament aus Menschenhaut zu machen.
Ich gehe gerne ins Theater oder ins Konzert, überhaupt schätze ich jede Art von Gesang und Schauspielkunst. Doch ich schätze auch die Früchte der Natur, den Nebel überm Festumer Tal, den kalten Wind an der Bergeswand und die Morgensonne nach einer zweisamen Nacht. In meiner Jugend habe ich Gerben gelernt, doch wurde es während meiner Akademiezeit ungern gesehen, wenn ich mich im Gerberviertel herumgetrieben habe. Trotzdem finde ich öfters die Zeit, etwas Handfestes zu schaffen, um nicht nur auf den Geist angewiesen zu sein.
Außerdem spiele ich auch auf der Klamfa auf, wenn die Stimmung es verlangt oder ein Fest stattfindet. Natürlich war jeder einmal neidisch auf den jungen Fürsten Wlaselgo, als er so unvermutet und unbeschwert auftauchte und sein Erbe einforderte. Doch ich war auch oft neidisch auf den jungen Rondrageweihten Herbert, dem jedes Duell gelingt, und der sogar Besuch von amazonischen Kriegerinnen erhält. Er ist ein großer Rothaariger mit Sommersprossen, und weiß auch unzählige Schlachtgeschichten zum Besten zu geben

 
 Hintergrundgeschichte

“Von meinem Vetter Tariel soll ich Dir erzählen? Na schön, mir soll's recht sein, denn dein Gebräu ist fast ebenso gut wie unser Meskinnes...

Meine Eltern, Hilbert Korolev und Tamilla, haben Tariel wie ihren eigenen Sohn aufgezogen: Damit waren wir 10 Kinder in der Zimmerei, doch das Geschäft in Ovenmas ging gut. Obwohl ich, Helbin, der zweitgeborene bin, werde ich bald die Werkstatt übernehmen, meine Meisterausbildung ist beinahe abgeschlossen. Mein älterer Bruder Temur ist ein geschickter Kämpfer und macht Dienst in Rodebrannt für die dortige Garde der Gräfin von Ilmenstein. Die Zwillingsschwestern Iryna und Leonora könnten unterschiedlicher nicht sein: Iryna arbeitet in der Küche des Fürsten Wlaselgo, und wird bald den dortigen Haushofmeister ehelichen. Leonora ist irgendwo mit den Großwildjägern unterwegs, ich glaube, im Svelltal. Roland hingegen verdient sein Geld im Sägewerk westlich von Ouvenmas. Myron ist bei einer Pferdezucht in Norburg eingestellt, und Mikhail ist mit seinem Kollegen als Händler durch das ganze Bornland unterwegs. Estella, meine hübsche Schwester, verbringt viel Zeit im Borschkin Haus. Nicht das sie etwas arbeiten würde, sie hofft darauf, einen reicheren Ehemann zu finden. Stanislav ist noch etwas jung, hilft aber öfters im Travia Tempel mit. Außerdem wohnt Oma Venera noch bei uns im Haus, sie war eine gute Schneiderin, sieht aber leider nicht mehr so gut.

Nunja, uns allen wurde weisgemacht, das Tariel unser Bruder war. Ein wenig anders war er schon, die großen grünen Augen, die leicht spitzen Ohren und dem feinen Körperbau. Mit den Mädchen hatte er es wohl leichter, aber dafür wurde er auch oft wegen seiner Andersartigkeit gehänselt. Der Bruder von meinem Vater, Elias, ein Jäger und Bogenschütze, hatte sich jahrelang nicht blicken lassen, und war mit einer Auelfe zusammen. Tariel war also ein Halbelf, und die Elfenmutter wollte ihn dann doch nicht in der Sippe haben. Niemand von uns hat je Tariels Mutter gesehen, auch er selbst nicht.
Naja, auch Onkel Elias ist wohl kein so ein guter Umgang: Er kennt den Rodebrannter Schuldturm von innen, und jagt auch Tiere, die er nicht jagen sollte. Irgendwann, als Tariel dann 12 oder 13 war, wurde uns doch die Wahrheit über Onkel Elias und die Elfe erzählt.

Tariel arbeitete eine Zeitlang beim Gerber, hat aber dann bald beschlossen, ein Zauberer zu werden. Die Festumer Halle des Quecksilbers ließ ihn ein, nachdem er dort Schulden annehmen musste. Es ist anscheinend normal, dass die Zauberer erst nach ihrer Ausbildung das Ganze zurückzahlen.
Tariel schrieb uns oft aus Festum, die Stadt schien im zu gefallen, und er hatte auch nette Kollegen und einige Mädchen, die ihm Schwierigkeiten bereiteten. Einer der berühmten Lehrer, Meister Montagonus, schien ständig nach Eleven zu suchen, die ihn auf seine gefährlichen Reisen begleiteten. Obwohl Tariel gerne etwas von Aventurien gesehen hätte, wollte er diese gefährlichen Reisen nicht antreten. Deshalb machte er öfters den Eiswachen Dienst im Schlangenwald, der zu Zeiten der borbaradianischen Umtriebe auch gefährlich war. Öfters schickte uns Tariel auch Geld, er fühlte sich anscheinend schuldig. Er erklärt oft, dass in Studienzwecke in eine Großstadt mit einer Schule führen, und manchmal sogar in das Archiv eines ganz kleinen Ortes.
Aber seine Freunde stellen oft fest, dass er dann öfters das Theater besucht. Seine engen Kollegen wissen zu berichten, dass er dem Geheimnis einer Halbelfe auf der Spur ist, die bei Opern- oder Theaterstücken als Sängerin auftritt. Er ist der Meinung, dass dasselbe Mädchen als Gauklerin Gäste in einfachen Schänken unterhält, manchmal sogar gleichzeitig. Die wenigen Freunde, denen er die Theorie erzählt, denken natürlich, dass es sich einfach um zwei halbelfische Schwestern handelt. Viele vermuten auch, dass ihm das Mädchen den Kopf verdreht hat, und er deshalb an jeden möglichen Ort reist, wo entweder die Gauklerin oder die Sängerin auftritt.

 
 Der Einstieg ins Abenteuer

Die finale Prüfung eines Magiers und sein Abschluss als Adeptus Minor wurden an einer fremden Akademie durchgefüht. Obwohl Tariel zur Großen Grauen Gilde des Geistes gehörte, reisten er und sein Lehrmeister nach Elenvina zur Schule der Herrschaft.
Die Prüfung fiel leichter aus als erwartet, und Tariel beschloss, sich einige Zeit freizunehmen. Er war nach Gareth unterwegs, und man glaubte ihm kaum, dass er dort eine Robe abholen wollte. Für ihn war dieses Geschenk jedoch etwas Besonderes, somit nahm er den Weg gerne in Kauf.
Auf der Reise über den großen Fluss lernte er den Schwertgesellen Allejandro, den Händler Rashid und die Privatlehrerin Fiana kennen. Gemeinsam bestanden sie einige Abenteuer in und um Albenhus.