Erlebte Abenteuer

 

  1. Mutterliebe (PRAios 33 Hal)
  2. Zyklopenfeuer (RONdra - EFFerd 33 Hal)
  3. ...die Expedition der Prinzessin Lamea (Seite aufrufen)
  4. ...die Expedition der Prinzessin Lamea (Seite aufrufen)
  5. ...die Expedition der Prinzessin Lamea (Seite aufrufen)
  6. Das Grauen von Ranak (TSA-PHEx, 32 Hal)
  7. Das Sturmkind (EFF, 33)
  8. Fluch des Blutes ()
  9. Blutiger Schnee ()
  10. Spielsteine - Der Alchemyst ()

 

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71. Mutterliebe

Spielleiter: Jürgen Wulz
Mitspieler: Arku, Hajid, Farnion, Ceroderiel
Protokollant: Hadjid Kalman von Sturmfels (ChristoPH)
Zeit: 10. PRAios - 22. RONdra, 33 Hal
Autor / Herkunft: DSA Originalabenteuer Nr. 87

Ein Reisebericht von Weiden über Donnerbach, durch die Salamandersteine in die Lande der Lieska-Lie.

Ich verbringe die Zeit, während ich auf Ernbrechts Brief an seinen Vater warte, damit, die mit dem Brief verbundenen Erlebnisse zu schildern. Wir hatten das an Intrigen reiche und vor allem teure Gareth verlassen, da meine gesamten Ersparnisse nach den Erlebnissen in Oron verloren hatte. Vor allem die Erlebnisse in Sklaverei hatten mir wohl übler mitgespielt als ich mir anfangs eingestehen wollte, zudem sollte die Gefahr geringer sein, dieser von allem Verstande beraubten Kela zu begegnen (zumindest wurde ihr nicht weniger übel mitgespielt - wie hatte ich, als die Sklavenmale entfernt wurden, an und für sich schon recht schmerzhaft, es genossen, ihr Sklavenmal zu entfernen. Zu schade, das sie es nicht für ihre Dummheit behalten hatte), wenn wir Gareth den Rücken kehren würden.
So machten meine Begleiter Farnion der Infantile, Arku der unbekümmerte und ich, Hajid Kalman von Sturmfels, dem wohl der Beiname der Zynische gebühren würde, uns auf den Weg. Unser Ziel war nur, Gareth zu verlassen, solange wir noch ein wenig von unserem Geld zehren konnte. Auch waren Farnion und Arku so wenig mit Geldhandel vertraut, dass ich mich immer wieder wundern musste wie oft die beiden abgeledert wurden und ich bald der einzige war der noch über ein paar Münzen verfügte Wie ich mich als Schüler in überfüllten und den zu lebhaften Städten wohl fühlen konnte bleibt ein Rätsel.

Die Reiselust führte uns in die Gegend um Trallop, doch kaum hatten wir die Stadt betreten, beobachten wir, wie ein Jüngling und ein Greis von grobschlächtigen, vor Kraft strotzenden Männern verprügelt wurden. Dass ich da nicht lange zusah, benötigt wohl keiner weiteren Erwähnung, wohl aber dass mir Arku und sogar der schwächliche Farnion beistanden. Es handelte sich bei dem Jüngling um Ernbrecht, welcher Arku sehr ähnlich sah, den Sohn des Rinderbarons Randolf Zweistätter und seinen Kutscher. Ernbrecht gewährte uns als Dank die Gastfreundschaft seines Vaters.
Wir wurden auf dem Gehöft förmlich empfangen, doch wich diese Förmlichkeit einer gewissen Höflichkeit, als ich mich vorstellte, wohl aber wunderte sich Randolf darüber, wie heruntergekommen ich aussah. Zwar fand dies keinerlei Erwähnung, doch hatte ich so mein Gefühl. Arku und Fernion wurden wohl als meine Bediensteten betrachtet, um nach der ihnen gegenüber herablassende Art der Behandlung nach zu urteilen. Doch wurden wir gut bewirtet, nach dem Mahl lud uns Zweistätter noch in sein Herrenzimmer ein, und verbrachten noch eine Zeit lang mit Erzählungen und der Vernichtung einer Flasche ausgezeichneten Weinbrandes. Früh zog sich Zweistätter zurück und auch ich genoss es wieder einmal in einem Bett zu schlafen.
Der Morgen begann besser als er enden sollte: Ernbrecht stellte fest, dass sich sein Körper zu verändern begann, mit knapper Not unterdrückte ich ein hämisches Grinsen, als ich so bei mir dachte, dass er wohl sehr spät dran wäre, wenn er die körperlichen Veränderungen, die das Kind vom Erwachsenen unterscheiden, erst jetzt bemerke.
Doch ich hatte mich geirrt, die Veränderungen waren nicht von der Art. Seinem linken Fuß wuchs ein dichter Pelz. Randolf Zweistätter wurde nachdenklich und erzählte uns, dass er im Land der Nivesen war. Damals war er vor Kummer geflüchtet, und fand bei einer Schamanin Trost. Sein Kummer war, dass, egal wie oft er sich vermählte, keine der Frauen lange genug lebte um ihm einen Erben zu schenken. Bei den Nivesen fand er wohl beides, doch die Abscheu der Nivesin von der Zivilisation trennte den Gutsherren davon, das damalige Kleinkind als Erben einzusetzen. Also hatte er seinen Sohn kurzerhand, wohl nach heftigem Streit, entführt. In ihrer Aufregung hatte die Schamanin nachgerufen, dass Erbrecht niemals das Erbe antreten würde... naja ich habe wohl den genauen Wortlaut vergessen, doch sein Sinn sollte Dir werter Leser, nicht verborgen bleiben.
Der Baron übergab uns die Aufgabe, Ernbrecht einmal nach Donnerbach zu einer Magierin zu begleiten, sie wäre eine Koryphäe auf dem Gebiet von Verwandlungen und Lykanthropie, um ihn zu untersuchen und weiter alles Nötige zu tun, um Ernbrecht von dem Fluch zu befreien.

Gründliche Reisevorbereitungen wurden getroffen, der Rinderbaron versicherte uns, das er sämtliche finanzielle Mittel aufbringen würde, die notwendig wären um Ernbrechts Verwandlung aufzuhalten. In einem Planenwagen, der von dem Kutscher der Zweistätters gelenkt wurde, ging die Reise durch das Herzogtum Weiden los. Eile war in jeglicher Hinsicht geboten, da Randolf Zweistätter befürchtete, die Verwandlung würde am nächsten Vollmond beendet sein. Bei Antritt der Reise wollten wir dies nicht so recht glauben, doch Ernbrecht stellte tägliche Veränderungen fest, hätte uns Ernbrecht nicht darüber informiert, so wären uns diese wohl bald selbst aufgefallen.
Am Ufer des Neunaugensees ging es dann durch dessen Sumpfgebiet weiter, der Kutscher berichtete und dass es sich um das Nebelmoor handelte, welches noch einige unangenehme Überraschungen bereithielt, die unsere Reise beinahe unerträglich machten. Ein unheimliches Leuchten ließ sich aus dem See beobachten, als ob dieses von einer Insel kommen würde, es sah nach Glut aus, zwar hatte ich einiges über Ingerimms Glutherd gelesen, doch es sah eher nach seinem Zorn aus, als obendrein noch starker Rauch auszumachen war, war der Kutscher sich gewiss, dass es sich um Ingerimms Zorn handeln musste. Rauch und Feuer waren weithin zu sehen, daran konnten wir uns zwar nicht gewöhnen, doch war das Geschehen weit weg und wir konnten ja eh nichts dagegen unternehmen. An Abend suchten wir uns einen Lagerplatz und zu unserem Glück wählten wir diesen auf einer Anhöhe.
In der Nacht wurde Ingerimms Zorn so groß, dass der See über die Ufer trat, der Wagen war zerstört worden und mit ihm alles, das die Reise erträglicher machte. Zu Fuß, wir konnten noch einiges, das brauchbar war, bergen und die Zugpferde wurden kurzerhand zu Packpferden. Wir begannen, die Tücken des Sumpfes aus unmittelbarer Nähe zu verspüren, nach der Flut war von einem Weg kein Indiz übrig geblieben, und hätte der Kutscher den Weg nicht so genau gekannt, wäre es uns allen wohl so ergangen wie Farnion, dem Waldläufer und Kundschafter, welcher sich kurzerhand das erste Sumpfloch aussuchte um darin zu versinken. Bei dem Versuch ihn zu bergen, kam es zu einer Überraschung: welch ein Wunder, Farnion hatte sich nicht freiwillig in das Sumpfloch begeben, um seiner Schande ein freiwilliges Ende zu setzen! Nein, in dem Loch hauste ein wurmartiges Wesen, das ihn sich zur Mahlzeit auserkoren hatte. Während Arku sich daran machte, den Kundschafter und Fährtensucher zu bergen, was nach einigen Fehlversuchen auch gelang, da sich Farnion mit aller Kraft wehrte, machte ich mich daran das Wesen zu erledigen, was im Nachhinein betrachtet, leichter war, als Arkus Aufgabe.
Heruntergekommen und müde erreichten wir Olat, von dem berichtet wurde, es wäre so armselig, dass selbst die Orks während des Orkensturms an Olat vorbeizogen und einen Sack voll Silber in den Ort warfen. Doch war uns das im Grunde egal, eine warme Mahlzeit, ein Schlafplatz und wenn wir Glück haben gab es auch noch ein Feuer, an dem wir uns aufwärmen könnten. Beim Betreten des Ortes stellten wir fest, dass die Geschichte wohl der Wahrheit entsprechen könnte, doch so verdreckt wir auch aus dem Nebelmoor kamen, es ging noch schlimmer, auch hatte ich gedacht, dass wir uns wohl nicht noch dreckiger machen konnte, auch in dieser Hinsicht hatte ich mich getäuscht.
Was die Mahlzeit anging, nun, was es auch immer war, es war warm, zum ersten Mal in meinem Leben bedankte ich mich bei den Göttern, dass ich nicht schmecken konnte woraus der Fisch… Eintopf bestand, zu sehen war da nichts, von dem Fisch. Das Bier war warm und zu unserem Schlafplatz nahmen wir die Schlafsäcke mit, doch war ich wohl zu müde um mich zu wundern, denn Erbrecht, der anscheinend keine Müdigkeitserscheinungen hatte, fiel durch sein Genörgel und beinahe kindlich zu nennende Quengelei auf , was ihm zu guter letzt eine Ohrfeige einbrachte, da wir den Schlafplatz mit anderen Reisenden teilten, die das Pech hatten, in Olat zu nächtigen. Wir verließen Olat in den frühen Morgenstunden und ich werde in dieser Hinsicht wohl die Wahrheit sagen, wenn ich schlicht behaupte, das sich niemand aus unserer Reisegesellschaft beim Verlassen nach dem Ort umwandte, auch nicht um die Faust gegen ihn zu heben. Was hatten wir bereits alles, eine Flutwelle, die den Planenwagen zerstörte, einen in ein Sumpfloch eingesunkenen Kundschafter, Olat, da fehlen nur noch Orks, um ein richtig unglaubwürdige Geschichte zu formen.

Am frühen Abend, es hatte bereits zu dämmern begonnen, schlug ein Armbrustbolzen in Sattel des Packpferdes, neben dem Ernbrecht einher schritt, ein. Arku hatte wahrgenommen woher der Schuss kam und verfolgte den Schützen, er wollte später zu uns stoßen, also trennten wir uns. Orks hatten uns, wie angekündigt, erwartet, nahmen uns nach einer kurzen Gegenwehr fest, ich kämpfe bis zum Ende, wurde aber aufgrund der Übermacht ins Koma geprügelt, da ich als einziger nicht aufgeben wollte. Ich erwachte an einen Baum gefesselt, Ernbrecht, der Kutscher und Farnion waren unversehrt geblieben, Arku fehlte.
Mit in Gefangenschaft war eine Frau geraten, die den Orks in ihrer Sprache etwas zurief. Einer der Wachen brachte sie weg, mehr bekam ich nicht mit da ich nicht in das Lager sehen konnte, das ich vermutete. Die Frau kehrte nach einiger Zeit wieder zurück, warf uns einen schadenfrohen Blick zu, bestieg ein Pferd und verschwand. Trotz Bewachung versuchte ich mich frei zu bekommen, dabei erhielt ich unerwartete Hilfe von einem Wolf, der mir anscheinend zugetan war, zwar war ich verwundert, doch da auch auch Ernbrecht, Farnion und der Kutscher durchaus Hilfe brauchen konnten, war ein kräftiges Maul und vier Pfoten auch willkommen. Vor allen, aber deshalb, weil der Wolf anscheinend sogar wusste was er zu tun hatte. War ein Wachposten in der Nähe verbarg er sich, ansonsten half er mir die Fesseln los zu bekommen. Die Fesseln los, die Wache überrumpelt, die Gefährten los geschnitten, dies hätte besser gehen können, eine zweite Wache bemerkte, dass bei den Gefangenen etwas nicht stimmt, und es gab einen erneuten Kampf, Farnion entschied sich wohl dafür, zu einem Entfesselungskünstler zu werden, zwar hielt er einen Dolch in der Hand, doch er versuchte sich auf eine möglichst umständliche Art wie nur möglich, zu befreien, was natürlich Zeit kostete. Irgendwie gelang es uns auch noch die Ausrüstung zu bergen, und den Orks zu entkommen.
Wir setzten die Reise also fort, Ernbrecht veränderte sich weiter manchmal hatte ich den Eindruck die Veränderungen geschahen mit jedem Schritt, ein weißer Haarstreifen zierte sein Haupt, zudem hatte er ein spezielles Interesse für Insekten entwickelt, die er lange in der Hand hielt und diese betrachtete. Betraten wie Herbergen so hatten wir alle Hände voll zu tun um das spezielle Aufsehen, welches Ernbrecht bereits erregte zu dämpfen, doch kamen wir zu dem Schluss, dass es besser wäre diese auch noch zu meiden.

Die Geschehnisse in Donnerbach sind schnell erzählt, die Magistra, deren Namen ich verdrängt habe, untersuchte Ernbrecht und berichtete uns dass es sich wohl um eine Art Verwandlung handle, der Erbrecht sich unterzog, doch stellte sich auch fest, dass es Ungereimtheiten gab, Ernbrecht verwandele sich zwar, aber wohl nicht in der erwünschten Form, da der, der die Magie anwandte, offenbar unter starkem Stress stand.
Die Magistra empfahl uns einen Hexenzirkel aufzusuchen, der sich in der Nähe von Donnerbach befand und dort nach Rat zu fragen. Donnerbach hinterließ keinen besonderen Eindruck auf mich, doch Arku, ja er war auch wieder bei uns und Farnion übten sich mit den dort ansässigen Elfen im Bogenschießen. Einerseits konnte Arku einen dort ansässigen Elfen eine gewisse Bewunderung für seine Schützenkünste entlocken, die nicht schlecht waren, für einen Menschen. Auch Farnion zeigte was er kann und hinterließ seinen ganz persönlichen Eindruck bei den Elfen.
Die Reise zu dem Dorf in der Nähe von Donnerbach verlief ereignislos, doch wurden wir bei unserer Ankunft im Dorf nicht gerade willkommen geheißen. Wir stießen auf allgemeine Abneigung und erhielten oft den Rat, weiter zu reisen. Irgendwie gelang es uns doch, Kontakt mit der Leiterin des Zirkels aufzunehmen, oder nahm sie mit uns Kontakt auf - ach egal. Zu oft hatten wir den Rat des Weiterreisens gehört, zudem war ich wohl zu genervt. Wir trugen Erbrechts Problem vor, das ihm mittlerweile egal war, es gefiel ihm mittlerweile sogar, die Hexe nannte ihren Preis, sie wollte von jedem Blut - sie bekam es ohne Widerrede. Am Abend holte sie Erbrecht ab. Zwar quälten uns Albträume von irgendeinem Monstrum, auch waren wir beim Herumstreifen auf seltsame Fährten gestoßen, doch was soll's- ich für meinen Teil war es müde, anderen meinen Beistand aufzudrängen, würde es ein Problem geben, warum fragten sie nicht um Unterstützung. Auch wir hatten um Unterstützung gefragt, und hatten für diese bezahlt. Als Ernbrecht am nächsten Morgen zu uns gebracht wurde teilte uns die Leiterin des Zirkels mit, was wir bereits ahnten. Wir mussten die Lieska- Lie finden, denn nur die Verursacherin der Verwünschung konnte diese von Ernbrecht nehmen. Damit waren wir wohl auch fertig.

Weiter ging unsere Reise, mit allen wunderbaren Ereignissen, die einem die Lust auf Wanderschaft nur versüßen konnte. In der nähe von Gashok wurde Ernbrecht und wir als seine Begleiter von der dort ansässigen Bevölkerung für Dämonen gehalten und gejagt. Die Hunde einer Jagdgesellschaft hatten Ernbrecht für ein Beutetier gehalten und beinahe zur Strecke gebracht, was eine Einladung in einer Edelherberge einbrachte.
Also, warum nicht auch noch durch die Salamandersteine, bis auf einige nervige kleine Ereignisse, die andernorts witzig wären geschah wohl kam etwas Aufregendes, setze ich mich, war es in einen Ameisenhaufen, bewegte ich mich stolperte ich über irgend eine verdammte Wurzel. Wir wollen nicht vergessen zu erwähnen, dass Ernbrecht des Nächtens auf Nahrungsuche ging und den Tag schlafend verbrachte, seine Nahrung bestand aus Insekten und Spinnen, und anderem Zeugs, für das er sich zuvor brennend interessiert hatte.
Unterwegs hatte uns noch ein echter Elf gefunden, sein Name war Ceroderiel, ein angenehmer Zeitgenosse, der mit Rat und Tat das seine tat, damit Ernbrecht geholfen werden konnte. Mittlerweile hatten wir herausgefunden, dass sich Ernbrecht nicht in einen Wolf verwandeln würde, wir vermuteten einen Dachs, in seiner Anwesenheit, sprachen wir von einem Skunk, dies war wohl noch die einzige Art und Weise, um eine emotionale Reaktion während seiner täglichen Lethargie, seinerseits zu bewirken. Die nächtlichen Aktivitäten nahmen zu, doch legte er sich mit dem Morgengrauen hin, so dass wir Reisezeit damit verloren, ihn zu suchen, ihn zu überwältigen und irgendwie weiter zu befördern.

So kam es dass Ernbrecht, als wir das Dorf der Lieska-Lie fanden auf eine Bahre gefesselt war, zudem erregten unsere Ankunft Neugier, vor allem die der Kinder, doch auch die Vorsicht der Erwachsenen. Arku, erzählte was uns zu ihnen brachte und wiederum erregten wir Widerwillen. Das Verlangen, die Schamanin zu sprechen wurde mit der Antwort zurückgewiesen, das sie mit uns sprechen werde, wenn SIE es wollte. Was wir erreichten, war warten, die Bevölkerung war misstrauisch geworden, und beobachtete uns ständig. Zwar sahen sie ebenso gut was aus Ernbrecht werden würde, doch die Entscheidung ihrer Schamanin zu hinterfragen stand ihnen nicht zu.
Irgendwann, das Warten hatte mich die Zeit vergessen lassen, es waren wohl Ewigkeiten, zeigte sich die gesuchte, begleitet von einem riesigen Hund. Der Inhalt des Gespräches ist weniger wichtig, als der Ausgang, was wir erreichten war, dass wir von dem Hund, Arku meinte es wäre ein Wolf, nieder gestoßen wurden, was der Frau einigen Vorsprung verschaffte und sie rannte zu einem Fluss, bestieg mit ihrem Gefährten (dem Wolf) ein Kanu und lieferte und noch ein halsbrecherisches Wettrennen, denn sie steuerte die Nussschale auf einen Wasserfall zu, wir hätten sie einholen können, doch wäre sie bereits über den Wasserfall.
Arku rief ihr den Lieska- Lie Namen Ernbrechts zu, und dass er sich in einen Dachs verwandle. Es war die wohl letzte Chance, sie lenkte zum Glück ein und drehte ab. Zusammen kehrten wir mit ihr zurück. in der Zwischenzeit ist mir einiges klar geworden, am klarsten ist mir ihre Entschlossenheit, noch immer hallen mit ihre Worte im Kopf, es ist eine große Ehre zu einem Wolf zu werden. Aber was, wenn da eine Kleinigkeit schief geht?
Ernbrecht wurde von dem Fluch erlöst, ich hatte den Eindruck dass ihm das gar nicht passte, als Gegenleistung musste Ernbrecht versprechen, ein Jahr lang bei den Lieska- Lie zu leben.
Die Berichte über den nicht weniger mühsamen Rückweg erspare ich mir, Ernbrechts Vater war nicht begeistert, doch wenigstens froh, dass er seinen einzigen Sohn zumindest gesund und am Leben wusste. Er entlohnte uns großzügig und wir suchten schnell das Weite, als würde und das die jüngsten Ereignisse vergessen lassen.


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72. Zyklopenfeuer

Spielleiter: Robert J. Thaler
Mitspieler: Helron, Kela, Hadjid, Farneon, Arku
Protokollant: Helron (Jürgen)
Zeit: 22.RONdra - 15. EFFerd, 33 Hal
Autor / Herkunft: Stefan Küppers, FanPro Originalabenteuer

Ich verbrachte nun schon einige Zeit in Gareth, wo ich die Vorzüge meiner neuen Unterkunft auskostete, die meinen Kameraden und mir freundlicherweise von Reichsbehüterin Emer als Belohnung für die Errettung ihrer Töchter zur Verfügung gestellt wurde. Doch langsam drängte es mich, wieder etwas zu erleben und andere Teile Aventuriens zu sehen. Ich streckte also meine Fühler aus nach interessanten Ereignissen und eventuellen Forschungsreisenden, die einen erfahrenen Bewacher brauchen könnten.
Phex wollte es wohl, dass ich im Schwert und Panzer einige meiner alten Kameraden antraf. Hadjid und Farneon sahen etwas mitgenommen aus, als ich sie an der Theke ansprach, und sie hatten einen neuen Begleiter dabei - Arku von Kainakus Stamm, ein glatzentragender Nivese. Sie erzählten mir von ihrer letzten, wohl sehr anstrengenden Reise durch das Nivesenland, wo sie auch Ceroderiel antrafen, der sie dankenswerter Weise zurück in die Zivilisation begleitete. Wir speisten zusammen und erzählten uns einige alte Geschichten, als uns eine weitere Bekannte Person ansprach. Kela van Straaten gesellte sich zu uns. Die Höflichkeit gebot mir zwar, sie entsprechend zu begrüßen und ihr einen Platz in unserer Runde anzubieten, doch hatte ich beinahe gehofft, sie nicht allzu bald wieder zu sehen.
Nundenn, die Götter hielten andere Pläne für uns bereit, denn wir stellten bald fest, dass wir alle von unserem alten Freund Haldan Lowanger, dem Innenrevisor unserer wissensbewahrenden Gesellschaft reisender Aventurier, der Borons Lieblinge, zur Feier anlässlich seines bevorstehenden Geburtstages eingeladen waren.
Wir beschlossen selbstverständlich, die Reise gemeinsam anzustreten, nochmehr, als und Haldan in seiner Einladung erzählte, dass er unsere Hilfe benötige, um längst verschollene Schätze der Hesindekirche zu bergen, denen er auf der Spur zu sein schien.

Abgekürzt, wir gerieten selbstredend in Schwierigkeiten. Haldan war in Kuslik nicht anzutreffen, seine Assistentin, eine Halbelfe namens Rifia Fitz, die uns begrüßt hatte, wurde deshalb bald nervös. Wir stellten am Tage darauf fest, dass sich Haldan in Obhut des Borontempels befand, in einem Zustand weitreichender geistiger Verwirrung. Er wurde am Morgen zuvor neben einem toten Kameraden in einem Lagerhaus am Hafen aufgefunden. Nachforschungen, die wir in Absprache mit der Stadtgarde anstellten, ergaben schnell, dass sich Haldan mit seinen Nachforschungen über den Schatz der Hesinde, die allesamt auf die Zyklopeninseln führten, in Probleme gebracht hatte. Sein Haus wurde durchwühlt, sein Kamerad getötet und er, wie wir bald erfahren sollten, mit einem Ritual der Anbeter des Namenlosen in einen bedenklichen Zustand versetzt.
Es ging bei der ganzen Sache wohl um das "Zykopenfeuer", einen wertvollen Rubin, der mit dem Schatz der Hesinde vor gut 1000 Jahren gestohlen worden war, sowie weiteren wertvollen und vermutlich auch für magische Belange wichtige Edelsteine. Die Spuren führten allesamt nach Teremon, auf die Zyklopeninseln.
Wir fanden in den nächsten Tagen nach einer nervenaufreibenden Schnitzeljadt und hartnäckigen Nachforschungen in zahlreichen Archiven und Bibliotheken, bei der uns die Aufzeichnungen Haldans wertvolle Hilfe leisteten, heraus, dass sich eine geheime Gesellschaft, die sich die "Eingeweihten von Kuslik" nannten, für Haldans Probleme verantwortlich zeichnete. Der Anführer, ein Mann namens Mirdur, war wohl persönlich für Haldans Schicksal verantwortlich und sehr warhscheinlich im Pakt mit dem Namenlosen.
Wir fanden ihn leider erst, als wir den geheimen Treffpunkt der Gesellschaft in Erfahrung bringen konnten, eine Gruft am Boronsanger vor der Stadt. Dort trafen sich 6 Personen, zum Teil aus den höchsten Rängen der Stadt, weshalb ich ihre Namen in diesem Bericht nicht nennen möchte, zum Teil auch Geweihte und sogar eine Magierin. Der siebte, Mirdur, wies sie darauf hin, dass die neuen Fremden, die ihnen auf der Spur waren, gefährlich seien und neutralisiert werden sollten. Doch bevor wir weiter zuhören und unser weiteres Vorgehen bedenken konnten, wurde die Versammlung von schwarzgewandeten Söldnern angegriffen, und wir mussten, um Hadjid zu helfen, eingreifen. Leider wurden alle Angreifer getötet, auch die versammelten Herrschaften schwer verwundet oder getötet, und so konnten wir nur wenig mehr Licht in die Sache bringen.
Jedenfalls war es uns wenigstens gelungen, einen der Herren dazu zu bringen, die Anbetung des Namenlosen zu gestehen, was die anrückenden Praioten und Stadtgardisten natürlich nicht davon abhielt, die hohen Herren der Stadt laufen zu lassen und die Schuld vollständig der getöteten Magierin sowie den weniger angesehen Anweseden in die Schuhe zu schieben.

Mirdur konnte leider entkommen, er hatte sich in den Stunden nach diesem Ereignis selbst getötet, als die Garde versuchte, ihn festzunehmen. Wir konnten jedoch in seinen Sachen das Amulett finden, welches Haldan in seinen Aufzeichnungen erwähnt hatte, und nahmen es mit, als wir beschlossen, der Spur seiner Forschungen weiter zu folgen, und in seiner Begleitung Richtung Pailos einschifften. Ich hatte gehofft, mit Haldans Hilfe schneller weiter zu kommen und dabei gleichzeitig seinen Zustand verbessern zu können, da er auch in den letzten Tagen immer wieder auf ihm bekannte Dinge reagiert hatte, und bei der Konfrontation mit Informationen aus seinen Aufzeichnungen den Anschein erweckte, als würde er sich recht genau erinnern können.

Haldan half uns in Folge wirklich sehr, wir konnten auf Teremon mit dem Amulett seines toten Freundes und einer Statue der Hesinde in der dortigen Kartothek schnell auf neue Hinweise stoßen und folgten ihnen, quer durch Pailos, bis wir schließlich auf Zyklopen treffen sollten. In den ausgedehnten Hallen der Zyklopen erwarteten uns ungeahnte Herausforderungen, körperlich sowie geistig fordernde Aufgaben, die uns den Weg ins Innere der Anlage ungemein erschwerten. Schließlich fanden wir aber was wir suchten und stießen auf ein Labyrinth von Treppen, Gägen, Räumen und Verbindunswegen, in dem unermessliche Schätze lagerten, Wissen und Gerätschaften aus hunderten von Jahren aventurischer Geschichte, wohl zusammengetragen von den "Hütern der letzten Tage", aus deren Besitz auch Haldans Amulett stammen soll.
Wir durchforsteten, so schnell es uns möglich war, die Anlage und versuchten, auf der Spur des Zyklopenfeuers zu bleiben, das neben seinem Wert immer mehr auch als Schlüssel zu Haldans geistiger Gesundheit zu sehen war. Dass es uns schließlich gelang, war wohl zum Teil Haldans Hilfe zuzuschreiben, zum Teil auch dem motivierten Einsatz aller Mitgereisten, aber dennoch wohl zum größten Teil dem Wohlwollen der Götter, wobei besonders Phex zu danken ist. Die Hürden im Labyrinth der Zyklopen waren hoch, und ich will gar nicht im Detail wiedergeben müssen, was wir alles erleben mussten, bis wir das Ersehnte in Händen halten durften, das Schlimmste jedoch war, nicht nur für uns selbst sondern auch für Aventurien selbst, dass die Anhänger des Namenlosen mit Hilfe der Kräfte des Vulkans diese wunderbare Bibliothek und Sammlung von Wissen aus Jahrhunderten in Schutt und Asche gelegt hatten... Leider war es uns unmöglich, diese sinnlose Zerstörung zu verhindern, so gern ich alles gegeben hätte, diese Schätze zu bewahren.

Wir machten uns mit dem Zyklopenfeuer im Gepäck schnellstmöglich auf den Weg zurück auf das Festland, und besorgten uns erstmal Plätze auf einem Schiff in Teremon, das uns in den nächsten Tagen nach Kuslik bringen sollte. Haldan ging es zunehmend besser, es wird wohl nur eine Frage von 1-2 Woche sein, bis er wieder völlig gesund sein wird, so kann man es aufgrund seiner auf Pailos rasch fortschreitenden Genesung wohl annehmen.

Soweit mein Bericht von diesen merk- und denkwürdigen Erlebnissen, ich werde Euch selbstverständlich über unsere weiteren Schritte in dieser Sache auf dem Laufenden halten!


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76. Das Grauen von Ranak

Spielleiter: Robert J. Thaler
Mitspieler: Jako, Assenjo, Rashid, Rondrian, Sefira
Protokollant: Sefira (Jürgen)
Zeit: 21.TSA - 4. PHEx, 32 Hal
Autor / Herkunft: Werner Fuchs & Ralf Strehle, FanPro Originalabenteuer aus der "Lockruf des Südmeers" Triologie

Meine Wege führten mich dieses Mal nach Brabak, und wie die Götter so wollen, ist man nirgendwo vor seltsamen Überraschungen sicher. So traf ich in einer Kneipe, wo ich mich gerade stärken wollte, auf einen Trupp scheinbar sehr abergläubischer Fischer und Bauern. Sie erzählten von verschwundenen Booten und Menschen, was natürlich nur bei Vollmond oder dem blutigen Mond passiert, und es wäre irgendwie verhext oder wenigstens verzaubert. Erst hielt ich es für eine typische Gruselgeschichte schenkte ich ihnen wenig Aufmerksamkeit, doch einige Gäste, scheinbar von außerhalb, fanden die Geschichte interessant und fragten so lange nach, bis ich dann doch hellhörig wurde und mich am Gespräch beteiligte.

Eigentlich war ich ja hier, um die Spuren weiter zu verfolgen, die ein Sklavenhändler hier hinterlassen hatte, und die mich auf meiner Suche nach meiner Mutter in die hoffentlich richtige Richtung lenken würden. Da sich dieses Dörfchen, Ranak, in dessen Nähe sich das alles abspielen sollte, sogar auf dem richtigen Weg befand, beschloß ich schließlich, die 4 Herren, die den Fischern versprochen hatten, die Sache zu untersuchen, zu begleiten. Alleine reist es sich nun doch nicht so gut, wenn man in unbekannter Gegend unterwegs ist, und so tat ich mich für die nächsten Tage mit Rashid, Assenjo, Jako und Rondrian zusammen.

Was wir zuerst erfuhren, war, dass im Efferd-Kloster unweit des Dörfchens das Leuchtfeuer, das laut Aussage der Menschen immer brannte, das seit einiger Zeit nicht mehr tat. Zudem wäre eben 3 Boote samt den Fischern verschwunden. Ich fand heraus, dass sich ein Zusammenhang ergab zwischen bestimmten Sternbildern und den Tagen an dem die Boote verschwanden und konnte den nächsten passenden Tag errechnen. Auch das Leuchtfeuer des Klosters hätte nur an diesen Tagen gebrannt, hieß es später.
Leider konnten wir außer ein paar persönlicher Verstrickungen zwischen Dorfbewohnern lange nichts brauchbares herausfinden, weder im Dorf noch am Meer, an den Stellen, wo angeblich die Boote verschwanden. Lediglich bei einer Sache waren sich die Dörfler einig: niemand wäre freiwillig von Ranak abgehauen.

Schließlich konnten wir den Dorfschulzen dabei beobachten, wie er auf einer Klippe weiter außerhalb des Dorfes nachts heimlich etwas vergrub, es war ein Beutel mit Goldmünzen. Wir warteten nahe der Stelle und fanden Hinweise auf Echsenmenschen, deren Spuren wir zunächst als Fälschung betrachteten, sowie Oger, die eine Hügelkuppe bewachten. Letztere waren jedenfalls echt...
Mit dem ortsansässigen Geweihten besprachen wir schließlich alles und fanden außerdem heraus, dass das Verhalten der Menschen im nahen Efferd-Kloster merkwürdig geworden war, seit der Zeit der Vorfälle, auf jeden Fall alles andere als göttergefällig.

Weitere Untersuchungen ergaben dann, dass das Kloster scheinbar verlassen war. Kletterseile hingen von den Klippen, der einzige Zugang zum Kloster, ein Lastenaufzug, schien funktionsunfähig geworden. Es führte leider alles Nachforschen zu nichts, so beschlossen wir, das Kloster zu entern. Tatsächlich erschien es völlig verlassen, doch dann überschlugen sich plötzlich die Ereignisse!
Echsenmenschen, die wir zunächst noch als Täuschungsmanöver einstuften, griffen uns im Hof des Klosters an und wir überlebten den harten Kampf durch schieres Glück. Weitere Echsen fanden wir später in den Mauern des Klosters, und decken schlußendlich auf, was hier passiert war.

Die Echen hatten das Kloster überrannt, nur der Abt selbst und zwei Novizen haben die anschließende Geiselnahme überlebt, alle anderen ehemaligen Bewohner wurden von Zeit zu Zeit an eine Riesenkrake verfüttert, die wohl auch die 3 Fischerboote verschlungen hat. Die Chrissos, so hießen diese Echsen, hatten den Kraken verehrt und aus der Gegend um Altoum hier her gelockt.

Wir konnten also wenigstens noch 3 Menschen retten, EFFerd würde es uns danken, meinte der Abt. Eine Weile blieb ich noch bei ihm, denn das Kloster bot mir wunderbare Möglichkeiten, mehr über die Pflanzenwelt zu lernen, aus Büchern und aus dem reichhaltigen Kräutergarten, den einer der Novizen angelegt hatte. Die Herren verlies ich dann und führte meine Reise weiter, schließlich wollte ich den Sklavenhändler einholen, in dessen Besitz sich auch eventuell meine Mutter befinden soll.

Vorweggenommen kann ich nur sagen, es hat sich zu meiner großen Enttäuschung als unrichtig herausgestellt, und auch wenn die Dame, die ich bei ihm gefunden hatte, meiner Mutter sehr ähnlich war, bedeutete es am Ende nur, dass mein Weg noch weiter werden würde als ich es je geahnt hätte. Diese Spur war jedenfalls kalt und auch der Sklavenhändler konnte mir keine weitere liefern.. Meinen "Dank" habe ich ihm jedenfalls ausreichend kundgetan und wenigstens konnte ich einigen jungen Damen zur Freiheit verhelfen. Ich hoffe, er findet sie nicht wieder. Mir blieb nur, zurück Richtung Gareth zu reisen, um nach mittlerweile leider geraumer Zeit zu versuchen, eine neue Spur zu finden. Denn das meine Mutter noch lebt, das spüre ich in jeder Nacht, in der ich von ihr träume...


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77. Das Sturmkind

Spielleiter: Robert J. Thaler
Mitspieler: Barthak, Fiana, Rashid, Rondrian
Protokollant: Alex
Zeit: EFFerd, 33 Hal / Okt. 2009
Autor / Herkunft: Daniel Jödemann, FanPro Originalabenteuer aus "Skaldensänge"

Diese Thorwaler, so ungastlich und unfreundlich bis zum geht-nicht-mehr. Da begleite ich als Schutz Eilif Deornson, diesen Hetmann von so einem Dorf namens Treban, von Uhdenberg über Riva, wo ich sogar noch auf so einem hölzernen Seelenverkäufer, den diese Trottel Schiff nennen, über dem Reich von Zwafnir fahren, bis nach Treban, und was ist der Dank dafür? Kein gastliches Dach über meinem Kopf; kein Feuer, an dem ich mich wärmen kann; nicht mal eine warme Mahlzeit. Nein, kaum sind wir in Treban angekommen, schon merke ich wie mich Gunbrit Liflindsdottir, die Frau von Eilif Deornson, misstrauisch beäugt. Erst murmelt sie was von "blutrünstige Barbaren" (also wenn sie die Leute aus ihrem Dorf so einschätzt soll es mir recht sein) und dann fängt sie an mit ein paar dieser Lümmel aus dem Dorf zu tuscheln an. Eilif zieht mich kurzerhand beiseite und meint er wäre mir zu Dank verpflichtet und bittet mich aus Treban in Frieden zu ziehen. Auch entschuldigt er sich für seine Frau, aber sie würde aus dem Norden stammen und hätte da fixe Vorstellungen über mein Volk. Da dachte ich mir halt der Mann wäre wohl nicht so dumm, aber bevor ich diesen Idioten, den anscheinend ein wildes Wollnashorn ins (wohl spärlich vorhandene) Hirn gesch… hat, auf die Nasen haue damit sie quieken wie ein Rotbüschl, suche ich wohl lieber ein Lager in der Wildnis. Gesagt getan … so stapfte ich mit Wut im Bauch (leider aber nur mit Wut und nicht mit Braten und Met) durch die hügelige Landschaft.

Ich muss wohl in finsterer Nacht so ungefähr eine Stunde gewandert sein als ich den einladenden Schein eines Lagerfeuers wahrnahm. Nun, schlimmer als die Lümmel aus Treban können die wohl auch nicht sein, dachte ich mir, und ging dem Feuer entgegen. Als ich bei dem Nachtlager ankam, bot sich mir ein recht seltsames Bild: ein schmalbrüstiger Südländer, eine noch schmalbrüstige Südländerin und ein Südländer, der wohl länger in der Sonne braten musste, als ihm gut getan hat. Alle drei sahen mir zwar ein wenig suspekt aus, aber das Feuer war einladend genug um darüber hinweg sehen zu können. Ebenso sah ich auch ein Schiff nahe dem Ufer ankern, das mir aber anders erschien als das der Thorwaller, so schwarz und groß wie es war und ganz ohne Drachenkopf an vorderen Ende. Als ich dann beim Feuer war stellten wir uns dann höflich vor: der Schmalbrüstige, er hieß Rondrian Sandström, meinte Heiler von ganz weit unten aus dem Süden von so komischen Inseln mit vielen Wäldern zu sein; die Schmalbrüstige, sie hieß Fiana Aldebruck, sagte das sie aus Gareth und Kriegerin wäre und anderen das Kämpfen beibringen würde (Rondrian meinte was von einer Akade … irgendwas halt wo die noch besser kämpfen lernen als normale Krieger); der Sonnenbrandpatient, er hieß Rashim (seine Familie war wohlso arm sich nicht mal einen Nachnamen leisten zu können, der arme Kerl) meinte er wäre Händler, der aus wiedrigen Umständen gezwungen sei auf Reisen sein zu müssen (was das nun auch immer zu bedeuten habe).

Rashim und Rondrian wären aus dem Süden herauf in den Norden gefahren, weil sie im Süden sich zu sehr mit Echsen angelegt hätten und sind mit dem schwarzen Schiff, das hier vor Anker liegt, herauf gefahren. Fiana war mit dem gleichen Schiff gefahren (obwohl sie sich nicht mit Echsen angelegt hätte) und wolle nach Treban, weil sie dem Arinbeorn und dem Ulfr, die die Söhne von Eilif Deornson sind, was lehren will (ich mein, ich will ja nix gesagt haben, aber is schon recht bemerkenswert wenn die Thorwaler sich schon Lehrer für die Kriegerausbildung aus dem Süden heraufholen müssen ….). Als wir so beim Reden waren bemerkte ich auch noch einen südländischen Drei-Käse-Hoch, der auf den Namen Gratian hörte, der der Schiffsjunge (was das auch immer sein möge … da fällt mir ein die Fiana mal zu fragen ob so Holzdinger Kinder kriegen können). Nun, freundlich wie ich halt mal bin, wies ich den Südländern den Weg nach Treban, weil sie unbedingt dorthin wollten und sich auch nicht davon abraten ließen, schickte mich aber bald nach der Unterhaltung an schlafen zu gehen. Am Rande bekam ich noch mit, dass sich Rondrian mit Fiana in eine Unterhaltung verstrickt hatte und Rashid dem Gratian versuchte beizubringen wie ein Wurfmesser gehalten werden sollte. Obwohl mit das normal recht amüsieren würde wollte ich eigentlich nur noch schlafen. Und so legte ich mir einen Schlafplatz zu Recht und ich mich selbst in selbigen hinein. In dieser Nacht merkte ich schon, dass man diese Südländer in der freien Natur besser nicht alleine lassen sondern wie kleine Kinder an der Hand nehmen und auf sie aufpassen sollte. Zum einen verärgerte mich Rondrian, der mich aus nichtigen Gründen unbedingt aufwecken musste und zum anderen war eben dieser nichtige Grund ein paar Kätzchen (na ja, es waren halt Luchse, aber das sind doch auch Kätzchen, oder?), die einfach ein paar Menschen gesucht hatten um Futter zu erbetteln und die auch spielen wollten. Natürlich musste ich da mit einem Lächeln in meinem Herzen sofort an Pandir denken, weil das kleine Fellknäul ja auch manchmal solche Spiele mit mir gespielt hat. Nun gut, dann dacht ich mir will ich mal nicht so sein und spiel halt mit ihnen ein bisschen. Die Südländer scheinen mit Kätzchen wohl keine Erfahrungen zu haben, denn sie gebärdeten sich als ob sie um ihr Leben stritten.

Aber wie dem auch sei, irgendwann hörte ich von Rand unseres Lages einen durch Flötenspiel (oder war es Gekreisch von dunkelschwarzen?) erzeugten Lärm und so war es auch kein Wunder, dass sich die Kätzchen bald darauf wieder verzogen. Unsere südländischen Helden verarzteten ihre Kratzer, wobei ich auf Rashid erstaunt sehen musste, weil er es zustande gebracht hatte beim Spiel mit einem Kätzchen ins Gesicht gebissen worden zu sein (auf seine Art ist er wohl ein Künstler). Der Flötenspieler war ein Thorwaler, der sich als Thure Garaldsson vor und lud uns zu seiner Ottajasko ein, die in der Nähe am Strand ihr Nachtlager aufgeschlagen hat. Da mein Magen wohl noch eine große Leere aufwies hatte ich nichts gegen das Angebot, zumal ich doch erstaunt war das es noch gastfreundliche Thorwaler in dieser Gegen zu geben schien. Die anderen schienen wohl ähnlich zu denken und so packten wir unsere Sachen und gingen zum Nachtlager der Thorwaler. Der Empfang war noch freundlicher als ich es erwartet hätte. Speise und Trank waren vorzüglich und der Schlaf war gut. Ob das, was danach kam auch gut war kann ich nicht urteilen. Die Südländer und ich bekamen ein Angebot die thorwalsche Ottajasko zu begleiten. Mögen mir die Geister meiner Ahnen meinen Übermut verzeihen, aber ich sagte zu. Am nächsten Tag wurden uns schon Plätze an den Rudern zugewiesen, diese vermaledeiten Holzdinger in die Hand gedrückt und Baerwalla, dieses vollbusige Mannsweib, verwechselte und mit Kampfruderern. Hat denn noch niemand verstanden warum kein Mensch mit einigermaßen erhaltener Geisteskraft seine Füße nicht zu tief ins Wasser strecken sollte? Nun, als ich auf meinem Platz saß und mich mit meinem Schicksal, oder sollte ich besser sagen meinem Hochmut Zwafnir zu trotzen, abgefunden hatte ging es schon los. Aber wenn ich damals noch glaubte es könne nicht schlimmer kommen hatte ich mich wohl sehr geirrt.

Am nächsten Tag, es muss wohl der 25. Efferd nach dem Kalender der Südländer gewesen sein, kam ein Sturm auf. Was für Menschen diese Thorwaler doch sein mögen. Jeder Normale wäre an Land geblieben, aber nein, nicht sie. Die Narren meinten es würde sie zu viel Zeit kosten den Sturm abzuwarten. Nun, ich sollte sie nicht zu oft Narren schelten, denn der größte Narr auf diesem Schiff scheine wohl ich gewesen zu sein, zu wissen was wir da tun und es trotzdem taten. Aber an Sturheit kommen sie einem rechten Gjalsker schon recht nahe, da wir es heil schafften. Sollte ich mich deshalb freuen? Es war schon das zweite Mal das ich Zwafnir getrotzt hatte und lebe immer noch. Bei meinem Glück und den Thorwallern befürchte ich es war nicht das letzte Mal. Als wir für das Nachtlager wohl doch endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten konnte ich unter anderem auch mit Rondrian sprechen. Er berichtete mir von einer Geschichte, die ihm Gratian, der Schiffsjunge der Al'Anfaner, welcher sich entschlossen hatte auch bei uns zu bleiben, erzählt hatte. Es handle sich dabei um einen Schatz, der von einem Thorwaler namens Blodgrim vor vielen hundert Jahren zusammengetragen wurde. Zwar wurde der Schatz gut versteckt, aber eine thorwalsche Hetfrau namens Düsterherz scheint ihn vor nicht all zu lang vergangener Zeit gefunden und auch wieder neu versteckt zu haben. Vielleicht mögen Al'Anfaner solche Ammenmärchen, da dieser Schatz der Hauptgrund für Ingarin Rivitoz, den Kapitän des Al'Anfaner Schiffes, das meine drei Südländer nach Norden gebracht hat, zu sein um ins Thorwalsche zu fahren. Auch bei der Nachtwache hatte ich eine interessante Unterhaltung. Garada, welch eine Süsse, erzählte mir von Auriler, dem Ort den sie Heimat nennt und gleichzeitig Ziel unserer Reise. Dabei bemerkte ich das die Thorwaler doch nicht ganz so ungesittet sind, wie ich zuvor dachte. Einige unserer Weisheiten und Bräuche aus dem Gjalskerland scheinen sie klugerweise übernommen zu haben. Aber es war schon seltsam das sie, wo Auriler doch auch im Norden liegt, noch nie etwas von der Eishexe, der verdammten Gloriana, gehört hatte.

Die Nacht verging, der nächste Tag brach an und es wurde bis dahin mein schlimmster Tag auf dieser Reise. Schon wieder musste ich Zwafnir mehr reizen als mir lieb und recht war, aber dann kam noch dicker: Nebel! Wir waren gefangen im Nebel. Innerlich machte ich mich schon gefasst wirklich in Zwafnirs Reich zu gelangen, da geschah das Unfassbare: aus dem Nebel heraus wurden und glücklich doch noch einmal davon gekommen zu sein wurden wir von Zwafnirs Brut umringt. Ich wusste nun bin ich verloren und verdammt, verurteilt auf ewig auf dem Meer in dieser Nussschale mit Thorwalern zu rudern. Auf einmal war alles schwarz um mich. Wie viel Zeit vergangen war und was in der Zwischenzeit passiert war war mir schleierhaft, aber das nächste, was ich weiss, war das Gesicht von Rondrian, der mich seltsam ansah. Nun, ich war auch nicht mehr an Deck, sondern im unterhalb und bald gesellte sich auch Jandra, das Sturmkind, selbst zu uns. Mir wurde erzählt das es jemand gewagt hatte Jagd auf Zwafnirs Brut zu machen und eine Spur von Blut uns zu diesen Frevlern geführt hatte (wie froh ich war das Blut nicht gesehen zu haben). Obwohl Jandra was davon schwafelte das wir nicht mitkämpfen müssten, da wir weder Thorwaler noch Mitglieder ihrer Ottajasko wären zog von den Südländern auch niemand den Schwanz ein. Nach einer Verfolgung, die uns genug Zeit gab uns zu Wappnen, kamen wir dann zu den Walfängern, die sich zwar wehrten, aber deren Schicksal schon besiegelt war als sie das Blut von Zwafnirs Brut vergossen hatten. Nachdem wir mit den Walfängern gründlichen aber kurzen Prozess gemacht hatten wurde ihr Schiff brennend den Wellen übergeben und wir beschlossen das Nachtlager an einer nahegelegenen Insel aufzuschlagen.



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78. Fluch des Blutes

Spielleiter: Robert J. Thaler
Mitspieler: Barthak, Fiana, Rashid, Rondrian
Protokollant: Fiana (Eva)
Zeit:
Autor / Herkunft: Michelle Schwefel, FanPro Originalabenteuer aus "Skaldensänge"

Die Abenteuergruppe befindet sich nach dem Gerichtsurteil weiterhin in Auriler. Da Die Abenteurer versuchen den Heiler zu finden, aber er ist unfindbar. Inzwischen beschließt Jandra, die Siedlung zu verlassen um in die Verbannung zu gehen. Viele ihrer Mitstreiter begleiten sie auch weiterhin. Sie beladen das Schiff mit Waren und Kisten, deren Inhalt unbekannt ist, während die andere Hälfte zu ihren Verwandten in der Gegend ziehen. Sie verlassen die Siedlung, denn am nächsten Tag will der Hetmann Runolf den Ort stürmen. Die Abenteurer und Thure der Skalde bleiben zurück und wollen Auriler am nächsten Tag verlassen. Thure will nach Olport, dort wo sich die Skaldenakademie befindet, die Abenteurer wollen den Heiler, der als Verbündeter der Dämonen entlarvt werden konnte, suchen, der wie von Erdboden verschwunden ist. Sie legen sich schlafen. Und als sie wieder aufwachen, kommt die Überraschung, sie wachen wieder an der Stelle in der Nähe von Treban auf und ein gealterter Thure erscheint als Geist mit einer Harfe wieder. Er gibt den Leuten den Auftrag, die Sache zu beenden und übergibt Rashid die Harfe. Es stellt sich heraus, dass beim Zupfen der Seiten jedes Mal ein Vers gespielt wird. Die Saga ist unvollendet.

Die Leute gehen nach Treban und wollen mit dem Schiff nach Olport, um Thure zu suchen. Dabei dämmert es ihnen, dass die Geschichte, die sie im Traum erlebt haben, schon einige Jahre am Buckel hat. In Treban finden sie die Möglichkeit nach Olport zu gelangen und besteigen das Schiff. Zunächst können sie den Kapitän überreden, in Auriler, das auf dem Weg liegt, anzulegen. Die Abenteurer stellen Nachforschungen an und finden tatsächlich Menschen, die die Geschichte bestätigen können, dabei stellt es sich heraus, das dies vierzig Jahre zuvor geschehen ist. Bei den Leuten handelt es sich um ältere Menschen, die sich erinnern können, und der Skalde des Dorfes erzählt die verdrehte Geschichte, von der Sturmhexe, mit der Jandra gemeint ist. Jemand hat Verleumdungen über sie in die Welt gesetzt. Nachdem die Abenteuer mit den Informationen klüger geworden sind, so wusste Barthak herauszufinden, dass einer der Sturmvögel in Virport war. Doch vorerst reisen sie weiter nach Olport. In Olport angekommen begeben sie sich zu der Skaldenakademie, welche mit der Magierakademie und Schiffsbauerakademie im gleichen Komplex befinden Bei den Skalden werden sie gastfreundlich aufgenommen und sie sind bereit, ihnen weiterzuhelfen. Fiana geht mit den Skalden ins Archiv, während die anderen die Gegend erkundigen. Fiana findet tatsächlich Aufzeichnungen über Jandra Havallasdottier, und ihrer Gefährten in einer Saga über einen Westwinddrachen, die von einem Schüler Irfirnia Freihands geschrieben wurde. Die Skalden suchen nach Thure und finden herhaus, dass er nicht in der Akademie ausgebildet wurde und verdammt ist als Geist herumzuirren, weil er über eine "Waldgängerin"eine Saga geschrieben hat. Da Jandra verbannt wurde, ist ihre Strafe auch, dass sie niemals irgendwo in Aufzeichnungen namentlich erwähnt werden darf.

Die Helden verbringen noch eine Nachmittag in Olport bevor sie weiterreisen. Die Harfe erweckt das Interesse der Skalden und sie teilen den Abenteurer mit, dass diese von Ögnir, einem Halbgott, den man nicht zuordnen kann ob er gut oder böse ist, hergestellt wurde. Die Saiten sind aus Elfenhaar gemacht. Großes Interesse erregen die Runen, die teilweise uralt sind. Bevor die Abenteurer abreisen, bekommen sie von den Skalden noch Amuletten mit einer zweiköpfigen Gans, damit sie vor den Launen der Göttern nicht zu Schaden kommen. Die Abenteurer versprechen den Skalden als Gegenleistung, ihnen die Geschichte zu Ende zu erzählen. Die Abenteurer finden eine Gelegenheit nach Virport zu gelangen, da dort sich die Spur der Sturmvögel verschwindet. In Virport finden sie heraus, dass sie nach ganz nach Norden reisen müssen, nach "Gjalskermund": Sowohl der Heilari Harden wie auch die Gruppe um Jandra sei dorthin aufgebrochen, wobei Jandra anscheinend Jagd auf den Heilari gemacht hatte. Diese Gegend ist nicht die feinste, da sich dort Ausgestoßene niederlassen und von der Piraterie leben. Trotzdem brechen die Abenteurer dorthin auf.

Die Abenteuerer sind auf einem kleinen Schiff unterwegs nach Norden. Plötzlich zieht ein großer Sturm auf, dem das Schiff nicht standhält. Es sinkt. Mit letzter Kraft retten alle sich an Land. Bis auf ein paar Seeleute und Gratian können sich alle retten. Fiana ertrinkt fast. Sie kommen am Ufer an, und auf den Klippen gelingt es ihnen ein Feuer zu machen, welches sie vor dem Erfrierungstod rettet. Am nächsten Tag bemerken die Abenteuerer ein Thorwalderschiff das anlegt. Zuerst wissen sie nicht, ob sie auf sich aufmerksam machen sollen, denn es ist nicht sicher ob die Thorwaler ihnen wohlgesonnen sind. Aber sie haben keine andere Wahl. Als sie aufs Schiff gebracht, werden sie gefangengenommen. Denn die Abenteurer müssen als Treller (Leibeigene) den Thorwalern ein Jahr und einen Tag dienen, oder es zahlt für sie jemand Lösegeld, der sie frei kauft. Die Helden werden in ein Dorf gebracht und es wird ihnen eine Unterkunft zugewiesen, wo auch andere Leibeigene sind, unter diesen auch Madhru, ein junger Gjalskerländer.

Am nächsten Tag werden sie schon zum Arbeiten eingeteilt. Barthak als Schmied, Rashid als Gerber, Rondrian brauchen sie dringend, denn ein Mann ist erkrankt und hat hohes Fieber. Der Mann heißt Olfrid. Es gelingt Rondrian, den Mann zu heilen, nach hygienischen und medizinischen Maßnahmen. Rondrian fragt Olfrid, ob vor 40 Jahren ein Schiff vorbeigekommen ist, auf den sich zwei Hetfrauen befanden. Olfrid bestätigt es und erzählt, dass sie ins Landesinnere gegangen sind, und ins Blotstal, Jandra wollte sich ihr Herz wieder zurückholen. Von Blotstal sind sie aber nie mehr zurückgekommen, denn dort spukt es, dort befinden sich nämlich die Geister von den Gefallenen. Die Abenteurer werden von den Thorwaldern anständig behandelt, denn sie arbeiten auch gut. Die Abenteurer fragen noch nach den Geschehnissen vor 40 Jahren und es kommen immer mehr Details ans Licht, die ihnen weiterhelfen können. Nach ein paar Tagen werden sie ins Langhaus eingeladen, denn die Thorwaler sind mit ihrer Arbeitsleistung zufrieden. Die Abenteurer befragen die Leute noch nach Jandra, als plötzlich ein Schrei ertönt. Ein Mädchen blutet auf einmal stark aus drei Wunden. Madhru, der junge Gjalsker windet sich am Boden und hat blutigen Schaum auf den Mund, es scheint, dass er einen epileptischen Anfall erlitten hat. Ein weiterer Mann hat eine Verletzung am Rücken. Man vermutet schwarze Magie hinter den Vorfällen, denn es konnte keine Person gesehen werden.

Die Thorwaler und die Abenteurer schwärmen aus, um den Schuldigen zu finden. Barthak und Fiana untersuchen einen Hügel nach Spuren und finden ein Eulengewöll aus Federn und Tierhaaren. Barthak vermutet, dass das mit Gjalsker Religion zu tun haben könnte, denn es gibt dort einige Stämme, die Schneeeulen als heilige Tiere verehren. Aber von diesen Vermutungen erzählt er noch nichts, da es ein schlechtes Licht auf ihn und den jungen Gjalsker werfen könnte. Rashid geht zum Meer und schaut, ob ein fremdes Schiff zu sehen ist. Es ist keines zu sehen. Dann kommen alle wieder ins Langhaus zurück und berichten, was sie gesehen haben, Barthak nimmt allen das Versprechen ab, von den Vermutungen zu schweigen, denn es sind reine Spekulationen. Inzwischen gelingt es Rondrian, die Verletzten zu versorgen und die Blutungen zu stoppen. Der Godi des Dorfes ruft die Götter an und zieht einen Schutzkreis um das Langhaus der Thorwaler. Da es schon spät ist, gehen alle nach den Vorfällen schlafen. Barthak und Rondrian bleiben noch einige Zeit wach, und diskutieren ihre Situation durch. Obwohl Rondrian zufrieden scheint, versucht Barthak ihm zu erklären, dass sie Leibeigene sind: Die momentan gute Behandlung durch die Thorwaler könnte sich schnell ändern, wenn sie eine Arbeit schlecht machen oder etwa garnicht arbeiten wollen würden.

 

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79. Blutiger Schnee

Spielleiter: Robert J. Thaler
Mitspieler: Barthak, Fiana, Rashid, Rondrian
Protokollant:
Zeit:
Autor / Herkunft: Jörg Middendorf, FanPro Originalabenteuer aus "Skaldensänge"



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80. Spielsteine - Der Alchemyst

Spielleiter: Markus
Mitspieler: Allejandro, Fiana, Rashid, Tariel
Protokollant:
Zeit:
Autor / Herkunft: Florian Don-Schauen, FanPro Originalabenteuer aus der "Spielsteine" Kampagne



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