Kalder weist auf eine Sammlung dicker, gebundener Pergamentseiten, die säuberlich aufgereiht in einem eigenen Regal stehen.

"Diese Folianten hier enthalten, wie versprochen, die Berichte der Abenteuer, die unsere tapferen Gezeichneten und ihre Begleiter bestritten. Die Helden erlebten dabei schon vor Beginn der eigentlichen Kampagne der "7 Gezeichneten" so einiges in ihrem Leben, das sie zu den Personen heranreifen lies, die das Schicksal schließlich zusammenführte um gemeinsam gegen den Sphärenschänder zu ziehen."

Ihr könnt es kaum mehr erwarten, durch die Folianten zu stöbern und die unglaublichen Erlebnisse und Geschehnisse zu erforschen, die sich in dieser für ganz Aventurien so prägenden Zeit ereignet haben! Mit zitternden Händen schlagt ihr einen Folianten auf und beginnt zu lesen...


  1. Der Krieg der Magier (21 Hal, springt zurück)
  2. Alptraum ohne Ende (22 Hal).
  3. Unsterbliche Gier (23 Hal)
  4. Findet das Schwert der Göttin (KARMALQUESTE - Das Schwert der Thalionmel, 23 Hal):
  5. Grenzenlose Macht (24 Hal)
  6. Das Fest der Schatten (24 Hal)
  7. Unter dem Adlerbanner (Aarenstein, 1 von 3, 24 Hal)
  8. Des Greifen Freud (25 Hal)
  9. Pforte des Grauens (25 Hal)
  10. Bastrabuns Bann (26 Hal)


›››› Wissbegierig lest ihr weitere Folianten über die Abenteuer des Kampfes gegen Borbarad

›››› Ihr geht zum Boronsanger, um den in der Schlacht gefallenen Helden die Ehre zu erweisen

 

 

 

 

 



30: Der Krieg der Magier:

Zeit: 21 Hal / 1014 BF
Autor / Herkunft: Hadmar Freiherr von Wieser / Schmidt Spiele
Protokollant: G1, Ithildin

Der Kampf um Greifenfurt war gewonnen, die Siegesfeier noch im Gange. Unter den Helden entbrannte kurz ein kleiner Streit darum, wer nun der größte Held Aventuriens sei. Als sich plötzlich fünf derer in einem Strudel aus Licht und Dunkelheit wieder fanden. Sie konnten mit Müh` und Not ihre ihnen am Wichtigsten erscheinenden Gegenstände an sich ziehen, bevor sie vollends vom Auge des Sturms verschlungen wurden. Es dauerte nicht lange, bis sie wieder festen Boden unter den Füßen spürten, doch als sie sich umsahen, wurde ihnen schlagartig bewusst, dass sie nicht mehr auf Dere wandelten. Man sah nur grau auf grau und ein weißer Nebelschleier bedeckte den Boden. Nachdem sich die Helden etwas an die Lichtverhältnisse gewöhnten und der Nebel sich etwas lichtete, konnte man einen kleinen See erkennen. Doch sie mussten bedauerlicherweise feststellen, dass sie alle nackt waren und nur mehr bei sich trugen, was sie in Händen hielten. Einige Zeit wanderten sie um den See und langsam schälten sich die Umrisse einer Katze aus dem Nebel. Die Statue einer Sphinx. Heureka, dies musste etwas Bedeuten! Nur was? Die Helden baten schon um ein Rätsel, das leichter wäre als das Rätsel, wozu die Sphinx eigentlich gut sei. Just in diesem Moment bewegte sich die Statue, wies mit ausgestrecktem Flügel und den Worten ?Er erwartet euch bereits? nach Nordosten. In weiter Ferne konnte man eine Plattform erkennen, die sich vom Boden etwas abhob.

Bis zum Morgengrauen wanderten sie, dann endlich erreichten sie die Erhebung und fanden den Eingang zu einer Höhle. In den Abgang waren Stufen gemeißelt. Im Inneren der Höhle leuchteten schwach einige Dutzend Phosphorschwämme und gaben den Blick auf fünf Bänke um einen Teich frei. Anscheinend sollten sie hier warten, doch einer von Ihnen, namens Rahjadan, konnte seine Neugier nicht bändigen und tauchte seine Hände in den Teich um etwas zu trinken. Dabei riss es ihn in das Wasser. Zwei der anderen, Samolosch und Ithildin, wollten ihm helfen, doch dies führte letztendlich nur dazu, dass sie auch in die Tiefe gezogen wurden und im Nichts verschwanden. Ein beklemmendes Gefühl beschlich die Verbliebenen, Althalus und Kendrik, dass sie beschlossen das Wasser zu meiden und erst etwas zu schlafen. Um ausgeruht zu sein für die Begegnung mit dem Unbekannten. Als sie erwachten, fanden sie sich in einem Stern aus Kreide, der auf den Boden gemalt war, wieder. Auch die Anderen, ertrunken Geglaubten, waren hier, als ein alter Mann in einer Weißen Robe vor die Helden hintrat und sagte: "Den werdet ihr nun nicht mehr benötigen." Kaum hatte er dies getan schwebte ein Ring von der Hand Ithildins in Richtung des Mannes und verschwand in dessen Robe. "Ihr sollt also die größten Helden Deres sein? Sagt mir was euch dazu befähigt, dies zu behaupten!", sprach er. Doch als Antwort erhielt er von Ithildin nur: "Wer bist du eigentlich? Und was soll das Ganze hier?". Da mischten sich die Anderen ein und sagten: "Dies ist Rohal der Weise. Mächtigster Magier Aventuriens, der mehr als hundert Jahre das Mittelreich regierte." Kendrik fühlte sich dazu verpflichtet Rohals Wunsch zu entsprechen und ihre bisherigen Taten zu erwähnen, angefangen bei der Erkundung des Orklandes bis hin zur Befreiung Greifenfurts aus den Klauen der Orks. Danach wurde ihnen Kleidung, Speis und Trank gereicht und sie sollten noch eine Nacht ruhen ehe sie aufbrachen. Am nächsten Morgen stieß unverhofft noch jemand zu der illustren Runde. Eine Magierin namens Aryana. Die sechs kannten sich bereits, doch hatte man Aryana in Greifenfurt während den Feierlichkeiten aus den Augen verloren. Nach dem Frühstück legte ihnen der Beschwörer nahe, weshalb er sie hierher, in die Zeit der Magierkriege holte. Sie sollten für ihn in Borbarads schwarze Feste eindringen, dort ein Kristallherz finden, das Borbarad benutzen soll, um seine arkanen Kräfte zu stärken, es mit einem Artefakt-Netz einfangen und dann bis zum Ende der großen Schlacht vor Borbarad verstecken. Er rüstete sie noch mit dem aller nötigsten aus (ein Schlüssel, Fackeln, etwas Proviant, etc). Rohal verabschiedete sich mit den Worten: "Geht nun hier durch diese Öffnung im Limbus stetig gen Mittag und der Schlüssel wird euch den richtigen Ausgang weisen. Höret dies ist der Schlüssel zur schwarzen Feste, doch geht vorbei am Offensichtlichen und öffnet das wahre Tor mit ihm. Viel Glück".

Und so begaben sich die Helden in den Limbus. Als die Gefährten den Limbus durchquerten, war ihnen ganz flau in der Magengegend. Endlich tat sich etwas. Der Schlüssel fing an zu leuchten und die Helden konnten durch ein Portal in den von der Abenddämmerung rot gefärbten Wüstensand treten. Doch das flaue Gefühl verschwand nicht. Sie versuchten den Weg zur Feste zu finden, doch es gab keinen Anhaltspunkt. Das Einzige, das auszumachen war, war ein Hügel nördlich von ihnen. Aber dies war zuwenig um ihren Standort auf der Karte zu definieren. Sie beschlossen aufs gerade Wohl auf den Hügel zuzuhalten. Auf dem Weg dorthin fand Rahjadan die Überreste einer toten Chimäre. Etwas entfernt sahen sie einen Ring aus roten Monolithen. Inzwischen war es kälter geworden und aus einiger Entfernung konnten die Helden eine kleine Staubwolke und davor etwa ein Dutzend Kämpfer ausmachen, die ihnen entgegen stürmten. Plötzlich machte sich Panik breit. Noch keine Ahnung wie es eigentlich zur Feste geht und schon würden sie aufgerieben werden? Sie rannten um ihr Leben doch die Verfolger holten immer mehr auf. Ithildin war zu müde um schnell genug voran zu kommen, zu müde immer nur davonzurennen wie ein feiger Welpe. "So soll es denn sein, kämpfen wir," dachte sich Ithildin, blieb stehen, holte tief Luft und zückte seine Waffe, eine Zweililien. Er sang leise etwas vor sich hin, als die anderen bemerkten, dass er stehen geblieben war und es ihm gleich taten. Doch als die Angreifer näher kamen erkannten sie die schreckliche Wahrheit. Furchteinflößende Fratzen und Knochen die unter dem Fleisch hervortraten, Untote! Ein erbitterter Kampf auf Leben und Tod war entbrannt. Jedem der Helden standen zwei Gegner gegenüber, sogar ein Troll war dabei. Die ersten Gefallenen hatten die Untoten zu beklagen, doch es dauerte nicht lange, bis Aryana, Althalus und Rahjadan das Gleiche widerfuhr und sie bewusstlos am Schlachtfeld zusammensackten. Die anderen kämpften unermüdlich. Der Troll mit seiner Zweihandaxt war bereits von Samolosch niedergestreckt worden, doch ein Zwerg bemächtigte sich dessen Waffe und ging auf ihn los. Ithildin musste sich derweilen um drei Gegner gleichzeitig kümmern und jedes mal, wenn er einen erschlug, schien gleich ein Neuer dessen Platz einzunehmen. Kendrik kämpfte gegen den Anführer dieser Schar, der mit einem Kamel in den Kampf gegangen war. Endlich alle Unholde besiegt. Rahjadan wollte etwas sagen, jedoch kam nur Gestammel über seine Lippen. Samolosch erinnerte sich an die Anweisungen Rohals und schrie: "Kehre zurück zu Borbarad und berichte ihm, dass du besieget wurdest!". Dann versorgten die Helden ihre Wunden und Aryana ließ ihre magischen Heilkünste das Übrige erledigen.

Nun versuchten sie ihren Spuren nach, zurück zum Ausgangspunkt der Hatz zu folgen und dort zu lagern. Dies erwies sich als klug, denn so hielten sie am nächsten Morgen weiter auf den Steinkreis zu. Ithildins Blick schweifte während des Marsches über die Ebene und entdeckte ein schimmerndes Schwert aus dem Sand ragen. Schleunigst trat er die Waffe weg, in der Hoffnung einen weiteren Untoten entwaffnet zu haben, bevor dieser ihnen gefährlich werden konnte. Ein metallenes Geräusch, ein stechender Schmerz, dann wurde ihm schwarz vor Augen. Er war soeben in eine bornländische Bärenfalle getreten, die ihm um ein Haar das Bein abgetrennt hätte. Aryana konnte ihm soweit helfen, dass er wieder zu Bewusstsein kam und nach einer kleinen Rast auch wieder aus eigener Kraft gehen konnte. Am Steinkreis angekommen, wurde ihnen gewahr, sie hatten die Feste schon fast erreicht. Vor ihnen ragte sie aus dem Wüstensand empor. Nicht viel mehr als eine halbe Meile trennte sie vom Haupttor. Man konnte schon einige Details erkennen, wie zum Beispiel die Fenster, die nur angedeutet waren. Das Fundament sah aus wie eine Art Mauer, welche die Feste umgab. Narben und Fratzen verunstalteten sie und Steinfiguren, die lebensecht aussahen säumten vereinzelt den Weg zum Tor. Die Helden suchten nach dem wahren Tor, wie Rohal sich ausgedrückt hatte. Sie umrundeten die Burg anderthalb mal, bis sie den Eingang fanden. Es schien fast ironisch, dass das wahre Tor nur wenige Meter vom Haupttor selbst entfernt war. Hinter dem Tor war ein dunkler schmaler Gang, der ins Innere der Feste führte. Ein düsteres Gewölbe lag vor ihnen. Unheilige Stille lag über dem Raum.

Plötzlich ein Schmerzensschrei! Als die Helden dem Geräusch folgten, fanden sie einen hageren Mann ohne Hemd, in einer schwarzen Hose, dessen rechter Arm und linkes Bein mit Haken an die Wand genagelt worden war. Ithildin warf ein, dass die Zeit dränge und sie aus seiner Perspektive nur zwei Möglichkeiten hätten. Erstens, dem leidenden den Gnadenstoß versetzen oder zweitens, weiterzugehen und sich bei ihrer Rückkehr mit dem Problem zu befassen. Die Anderen warfen sofort ein, dass man Unschuldige nicht einfach töten sollte, und entschieden sich in Ermangelung besserer Ideen für die zweite Variante. Die ersten Räume, die sie erkundeten, waren unbewacht und meist Nutzräume, wie eine Gießerei, Abstellkammern, vermeintliche Beschwörungszimmer, einem Abfallraum und einem Kellerabgang. In fast jedem Raum wimmelte es nur so von Ungeziefer. Rahjadan wollte sofort nach unten, doch Ithildin erklärte ihm, dass sie nach einem Raum mit Fenster suchten. Im Keller würde es wohl kaum Fenster geben. Rahjadan nahm dies murrend zur Kenntnis. Nur zwei Räume weiter fanden sie einen Aufgang. Doch als Ithildin die Schwelle betreten wollte erschien ein Dämon über dem im Boden eingelassenen Heptagramm und eine dumpfe Angsteinflößende Stimme erklang. Die Helden konnten sich gerade noch hinter die letzte Abzweigung retten, doch verstanden dadurch die Worte des Dämons nicht. Als Ithildin bemerkte, dass der Dämon sie nicht verfolgte, trat er wieder in den Mittelgang und fragte den Dämon: "Was ist deine Bestimmung?". Der Dämon entgegnete: "Er hat mich mit einem dieser güldenländischen Rituale an diesen Ort gebannt. Und er hat die 13 Worte gut gewählt: Verhindere, dass jemand durch dieses Tor gelangt, sofern nicht ich es freiwillig erlaube!" Der Dämon ähnelte einem Frosch und stank schlimmer als ein Tatzelwurm. Nach einigen vergeblichen Versuchen den Dämon dazu zu bewegen sie trotzdem vorbei zu lassen, entdeckte Ithildin einen Raum, in dem ein Schacht nach oben führte.

Er schob mit Samoloschs Hilfe ein großes Regal unter die Öffnung, um in den Schacht zu gelangen. Er entledigte sich aller störenden Dinge und kletterte den Schacht hinauf. Er drückte ein Gitter beiseite, das ihm den Ausstieg aus dem Schacht blockiert hatte und war am oberen Ende angelangt. Ein kleiner Raum mit nur einer Tür und ein Vorhang trennte einen Teil des Raumes ab. Ein Glöckchen hing an einer Kordel. Um zu verhindern dass sie läutete, wollte er den Klöppel entfernen. Dabei rutschte er leider ab und es klingelte. Kurz darauf war ein Meeresrauschen zu hören. Ithildin wollte sich hinter dem Vorhang verstecken und fand sich auf dem Donnerbalken wieder. Er konnte noch sehen, wie ein Wasserdschinn erschien und ihn den Schacht hinunterspülte. Etwas durchnässt ließ er den Anderen den Vortritt. Es stellte sich als schwieriger heraus, als zuerst angenommen, den nun nassen Schacht zu überwinden. Nach unzähligen Versuchen waren alle bis auf Kendrik und Althalus oben angelangt. Die beiden hatten beschlossen hier den Eingang zu sichern, damit den Anderen keiner in den Rücken fallen konnte. Aryana, Ithildin, Rahjadan und Samolosch erkundeten nun das erste Obergeschoß. Zur Sicherheit durchschnitt Samolosch die Kordel und legte das Glöckchen in die Ecke. So konnten sie nicht mehr hinunter gespült werden. Hinter der Tür befand sich ein Studierzimmer mit Schreibtischen, Regalen voller Bücher und zwei Kristallen, die Licht spendeten. Sofort waren alle damit beschäftigt irgendwelche Aufzeichnungen oder Buchrücken zu lesen. Der einzige, der gleich weiter wollte, war Ithildin. Als sie alles durchstöbert und eingepackt hatten, was möglich war, kam Rahjadan mit einem Buch zu Ithildin und meinte: "Dies wird dich interessieren. Es lehrt die Zauberkunst der Elfen." Ithildin steckte es ein und wollte sich daran machen, den nächsten Raum zu inspizieren. Dann bemerkte er jedoch, dass die Übrigen damit beschäftigt waren die Schubladen der Schreibtische zu öffnen und zu durchstöbern. Er wollte nicht mehr länger den Babysitter für sie spielen; und Kendrik war zurück geblieben, um den Rückzug zu decken. Der war nämlich der einzige, der sie in diesem Zustand wieder zur Vernunft bringen konnte.

Also beschloss Ithildin alleine und auf eigene Faust die restlichen Räume des Stockwerks zu erkunden. Es sah alles bewohnt und doch verlassen aus. In der Küche gab es einen Feuerdschinn, der gerade frisches Brot gebacken hatte. Ithildin lies sich dies nicht entgehen und gestand sich eine Brotzeit zu. Nachdem er sich genährt hatte, entdeckte er einen Abgang in der Ecke und konnte seine Neugier nicht mehr bändigen. Bedauerlicherweise endete der Abgang bei dem Froschdämon und Ithildin musste umkehren. Inzwischen hatten es die Anderen endlich geschafft den nächsten Raum zu erkunden und Samolosch entdeckte einen fliegenden Teppich. Rahjadan erkannte ihn sofort wieder. Es war sein fliegender Teppich, den er damals von Ben Arams Tochter geschenkt bekam. Samolosch setzte sich auf den Teppich und wartete gespannt, was passieren würde. Der Teppich raste los und wurde immer schneller, bis er die Fahrt abrupt beendete und Samolosch gegen die Wand schleuderte. Rahjadan redete dem Teppich kurz gut zu, rollte ihn zusammen und nahm ihn auf die Schultern. Der Vorraum zur Küche war anscheinend als Esszimmer gedacht. Dort traf Ithildin wieder auf den Rest der Gruppe und sie durchschritten einen Seidenvorhang in ein anderes Zimmer. Kaum hatten sie den Raum betreten, ertönte auch schon eine Frauenstimme: "Ihr Trampel macht mir hier ja alles wieder dreckig mit euren Stiefeln!". Sofort zog Ithildin die Schuhe aus, aber Samolosch und Rahjadan waren nicht seiner Meinung. Die Bestrafung folgte auf dem Fuße. An ihren Hosen wuchsen plötzlich Ranken mit spitzen Dornen, die sich in die Hose bohrten. Es dauerte einige Zeit, bis die Beiden ihre Hosen von dem Dornengestrüpp befreit hatten. In der Zwischenzeit konnte der Elf einige Interessante Dinge von dem Humusdschinn, der sich gerade zu Wort gemeldet hatte, erfahren.

Schon war er drauf und dran das Zimmer wieder zu verlassen. Zögerlich folgten ihm die anderen zu dem Zeichen im Verbindungsgang, das in den Boden eingelassen war. Sie hatten es schon früher bemerkt, jedoch nicht herausfinden können wozu es diente. Über dem Zeichen konnte man in der Decke einen Schacht entdecken. Ithildin stellte sich auf das Symbol. Ein Luftdschinn erschien und fragte: ?Welches Stockwerk bitte??. Ithildin entgegnete: "Ein Stockwerk höher!". Eine Plattform erschien, die drei Kameraden stellten sich darauf und wurden vom Dschinn nach Oben gebracht. Dort fanden sie sich in einem Rundgang wieder. Neben ihnen stand ein kleiner Tisch mit etwas Essen darauf, das schon kalt war. Rahjadan und Samolosch verspürten plötzlich Hunger und fielen über das Mahl her. Samolosch stellte sofort klar, dass ihm das Fleisch gehöre und Rahjadan das Gemüse zu essen habe. Rahjadan war dies egal, Hauptsache etwas Vernünftiges im Magen. Ithildin stellte daraufhin trocken die Frage: "Warum esst ihr diese kalten Reste, wenn ihr in der Küche frisches Brot und eine warme Suppe haben könnt?". Die Anderen sahen ihn verdutzt an, aßen aber zu Ende - ohne einen Kommentar. Vom Rundgang aus führten fünf strahlenförmig angeordnete Gänge nach Außen zu den Türmen. Über jedem Einlass dieser Gänge befanden sich drei Fratzen mit glühenden roten Augen an der Decke, die alle Wege zu überblicken schienen. Kurz vor dem Ende dieser Gänge war immer eine Steinstatue in die Wand eingelassen. Doch in jedem Gang war es eine Andere. Nach den Statuen konnte man eine Luke in der Decke erkennen, also nahmen sie den kleinen Tisch und kletterten in die Turmspitzen. Jede Spitze war bauchig wie eine Zwiebel und jede diente einem anderen Zweck. Sie erkundeten ein Alchimielabor, ein Hellsichtzimmer, eine Tropfsteinhöhle in der ein riesiges Füllhorn stand, ein Beschwörungszimmer und einen Raum in dem drei Nischen mit weiteren Zeichen waren, wie das, um den Luftdschinn zu rufen. Sie legten einen Briefbeschwerer aus dem Arbeitszimmer auf ein solches Symbol, der sogleich verschwand. Vermutlich eine Teleportationsvorrichtung.

Das Kristallherz war jedoch nirgends zu finden, also musste es im mittleren Turm sein. Doch bisher fanden sie keinen Weg dorthin. Sie fuhren wieder in den ersten Stock und Ithildin redete noch einmal mit dem Humusdschinn. Samolosch und Rahjadan nützten die Gelegenheit um dieses Zimmer etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ithildin erfuhr, dass der oberste Punkt des Mittelturms Wehrkrone und das Symbol am Gang Borbaradglyphe genannt wurde. Er machte sich sogleich auf und befahl dem Luftdschinn ihn zur Wehrkrone zu bringen. Oben angekommen bemerkte er, dass diese gut bewacht war von drei Golems, sechs Gargylen und einem dämonischen Ungetüm in deren Mitte. Zwei der Gargylen bewegten sich und er wurde sich bewusst, dass er alleine nichts ausrichten konnte. Sofort kehrte er um und hoffte mit Hilfe der Anderen die Bewacher ausschalten zu können, um in den Mittelturm zu gelangen. Zu dritt fuhren sie wieder auf die Wehrkrone. Inzwischen bewegten sich jedoch alle Gargylen und sie hatten keine Chance die Luke zu erreichen die sie auf der gegenüberliegenden Seite im Boden erblickten. Sie mussten einen anderen Weg finden um in den letzten Turm zu gelangen. Sie kehrten in das Erdgeschoß zurück und versuchten es über den Keller. Der war wie ein Museum ausgestattet. Dutzende Vitrinen mit den unterschiedlichsten ausgestopften Tieren und Chimären. Rahjadan wollte sich alles genau ansehen, da wurde es Ithildin zu bunt und er fuhr ihn harsch an: "Sei endlich still! Du nervst mich schon den ganzen Tag mit deinen Trödeleien. Bleib einfach hier stehen und sei still!". Etwas zerknirscht, doch keineswegs gehorchend, ließ Rahjadan sich etwas zurückfallen. In der Mitte fanden sie einen Pavillon, den ein Schleier aus Licht umgab. Ithildin hatte jede Angst und Vorsicht verloren und trat einfach durch den Schleier. Er war immer noch zu wütend auf seinen Kameraden, um sich darüber Gedanken zu machen. Im Pavillon war ein Sessel an einem Seilzug, den man mit einer Winde in einen Schacht im Boden hinab lassen konnte. Unbedingt musste er herausfinden, was dort unten sei, also ließ er sich von Samolosch hinunter fahren. Ithildin erlebte etwas Unbeschreibliches, als er in die Wogen aus Licht und Schatten eintauchte. Es schien, als würde er die Epochen der Zeitgeschichte miterleben, nur rückwärts und trotzdem stetig altern, sehr rapide sogar. Er fühlte sich sehr alt und bevor er die Lust am Leben verlieren würde, wollte er wieder nach oben. Samolosch konnte seinen Erzählungen kaum glauben und wollte auch hinunter. Als Samolosch wieder oben ankam suchten sie nach einem weiteren Aufgang.

Es dauerte gar nicht lange, bis sie Erfolg hatten und eine Wendeltreppe fanden. Als Rahjadan als erster die Treppe berührte, traten Fratzen, Klauen und Mäuler aus der Wand hervor und wollten ihn erhaschen. Schnell sprang er von der Stiege zurück und sie verschwanden wieder. Bar jeder Vernunft stieß Ithildin ihn zur Seite und rannte so schnell er konnte die Treppe hinauf. Klauen und Mäuler attackierten ihn. Als er am oberen Ende ankam sackte er bewusstlos und dem Tode nahe zusammen. Nun folgten ihm auch die anderen Beiden. Rahjadan musste mit Entsetzen feststellen, als er oben ankam, dass dies nicht die einzige Gefahr war, der sie gegenüberstanden. Ein Schwarm riesenhafter Moskitos, geformt zu einem Drachenlaib, erhob sich. Er nahm so schnell als möglich Ithildins Heiltrank und flößte ihm diesen ein. Inzwischen wurde er von dem Vieh gestochen. Überrachenderweise verspürte er keinen Schmerz, nur ihm war als hätte er etwas Wichtiges vergessen. Samolosch war jetzt auch oben angekommen und visierte sofort die Truhe, die das Ungeheuer bewachte, an und stürmte auf sie zu. Auch Ithildin kam wieder auf die Beine. Er stellte sich nun Seite an Seite mit Rahjadan dem Kampf. Sie kämpften wie wild gewordene Derwische, doch das unheilige Wesen konnte auch einige Treffer landen. Als die Meisten der Moskitos erschlagen waren, löste sich ihre Formation auf und sie stoben in alle Richtungen davon. Jetzt standen die drei vor der großen, schweren Eisentruhe. Mit einem gezielten Schlag mit dem Schaft seiner Axt öffnete Samolosch das Schloss. Zu ihrer Enttäuschung befand sich in der Truhe eine Kiste, die mit flüssigem Blei übergossen war. Samolosch versuchte sie herauszuheben, aber schaffte es nicht. Ithildin nahm seine Tunika, zerriss sie in zwei Hälften und wickelte sie um seine Hände. Er wischte alles oberflächliche Blei von der Kiste, drehte sich dann um und sagte mit befehlender Stimme: "Rahjadan, deine Tunika!" Gerade wollte er widersprechen, als Ithildin den Satz wiederholte. Doch auch zu zweit schafften sie es nicht, erst zu dritt gelang es ihnen. In der Kiste befand sich eine Schachtel aus getriebenem Zinn und darin eine Schatulle aus Silber, in der eine Kassette aus Gold war. Endlich, in der Kassette war das Kristallherz. Mit dem Netz, das Rohal ihnen mitgegeben hatte, hoben sie das Artefakt auf. Immer noch war es ziemlich schwer, obwohl es nur etwa zwei Faust groß war. Nun hieß es nichts wie weg von hier, denn Borbarad würde ihnen Schreckliches antun, würde er sie erwischen.

Sie bemühten sich so schnell als möglich wieder die Wendeltreppe hinunter zu kommen. Dieses Mal waren sie gefasster und konnten - mit einigen Schrammen weniger - die Treppe hinter sich bringen. Als sie die Rampe nach oben gingen, begegneten sie Kendrik. Es gab eine Diskussion, wohin sie jetzt gehen sollten. Nach reiflicher Überlegung beschlossen sie, den Weg zur Mine im Keller zu nehmen. Vorher mussten sie sich aber erst noch Proviant besorgen. Ihrer war nämlich zur Neige gegangen. Unterwegs in den ersten Stock zum Feuerdschinn lasen sie Aryana und Althalus auf. Der Dschinn bereitete jedem Essen, dass etwa zehn Tagesrationen entsprach. Samolosch konnte sich wieder einmal nicht zurückhalten. Er warf dem Dschinn eine unpassende Bemerkung hin und bekam wenig später eine Feuerlanze als Antwort. Schnell weg, hieß es jetzt. Aber im Erdgeschoß hielt Samolosch die Gruppe schon wieder auf, weil er noch die Besitztümer der hier zu Tode gekommenen Zwerge mitnehmen wollte. Ithildin folgte ihm, um zumindest das Herz in Sicherheit zu wissen. Plötzlich tauchte ein Eisdschinn auf, der sie anscheinend verfolgt hatte und ein Kegel eisiger Kälte kam auf die beiden Helden zu. Ithildin konnte gerade noch ausweichen. Samolosch hingegen wurde getroffen und fiel steif zu Boden. Er wurde von Ithildin weggezogen und zu den anderen gebracht. Die hatten Glück, denn der Eisdschinn verfolgte sie anscheinend nicht mehr. Mehrere Stunden benötigten sie, um das Ende des Tunnels zu erreichen. Doch was sie dort vorfanden, war entsetzlich. Ein Dämon schien den Gang zur Mine erst zu bauen. Außerdem war einigen der Dämon wohl bekannt. Sie hatten ihn schon einmal (und zwar in "Staub und Sterne") hier getroffen und besiegt. Nur würde das erst passieren, in Anbetracht der Zeitlinie.

Schleunigst kehrten sie um und beschlossen den letzten Gang im Keller zu nehmen, der zur Schwefelsenke führte. Wieder im Keller angekommen, waren die meisten so müde, dass sie hier nächtigten. Der Elf beschloss die anderen schlafen zu lassen und hielt alleine Wache. In der Nacht erschien ein Luftdschinn und wollte das Herz stehlen. ?Alarm!?, schrie Ithildin und versuchte das Herz unter seinen Körper zu bringen. Als die anderen den Dschinn angriffen, kam ein Sturm auf, der sie von den Beinen holte. Die fähigen Kämpfer hatten ihn jedoch bald besiegt. Jetzt hielten sie wieder auf die Schwefelsenke zu. Fast den ganzen Tag wanderten sie, bis sie die Höhle erreichten. Sie war mehr als eine halbe Meile im Durchmesser. In ihr war nichts außer ein fast ebenso großer Schwefelsee. Er brodelte förmlich vor Hitze und der Geruch war sehr streng. Die Gruppe beschloss hier zu Campieren und am nächsten Tag einen anderen Weg aus der Feste zu finden. Doch auch diese Nacht konnten sie nicht ungestört schlafen. Dieses Mal waren die Gegner schon zu Zweit. Ein Erzdschinn und ein Steingolem stellten sich ihnen in den Weg. Ein erbitterter Kampf entbrannte. "Rahjadan, nimm das Herz!", rief der Elf. Unermüdlich schlugen die Helden auf den Dschinn ein. Der teilte einen Hieb nach dem anderen aus. In einer gewaltigen Explosion zerbarst der Dschinn und richtete gehörigen Schaden an. Nun war der Steingolem an der Reihe. Er war geschickter, als man annehmen mochte. Noch ein Treffer gegen Ithildin. Da brach der Elf kraftlos zusammen und fiel mit dem Gesicht in den Staub. Rahjadan tat wie ihm befohlen, und als er sah, wer da gerade im Dreck landete, zog er ihn aus dem Kampfbereich. Er flößte ihm den vorletzten Heiltrank ein. Wenige Augenblicke später zerbröselte der Golem unter den Hieben von Samolosch und Kendrik zu Staub. Am nächsten Morgen gingen sie wieder zurück zum Kellerabgang. Etwa zehn Minuten Wegstrecke vor der Halle konnte der Elf das Klirren von zerberstendem Glas vernehmen und wies die anderen Inne zu halten. Als er sich ganz sicher war, dass er sich nicht verhört hatte, teilte er es den anderen mit. Kendrik beschloss, dass es besser wäre hier zu bleiben und erst weiter zu gehen, wenn nichts mehr zu hören war. So würden sie es wahrscheinlich nur mit wenigen zu tun bekommen und hatten hier im Gang eine passable Kampfposition. Im Keller angekommen, sahen sie, dass alle Vitrinen zerschmettert waren und deren Inhalt weg war. Borbarad hatte seine Chimären wohl zu sich auf das Schlachtfeld gerufen.

Es war wieder Zeit zu rasten. Bevor sie ihr Lager aufschlagen konnten, rieselte es Sand aus der Decke. Die Helden vermuteten bereits ein Erdbeben, doch es war etwas anderes. Ein Humusdschinn erschien und griff sie an. Nur wenig später hatte er Samolosch mit einer Liane umschlungen und riss ihm den halben Bart ab. Rahjadan sollte den Kellerabgang überprüfen, damit ihnen niemand in den Rücken fallen konnte. Nachdem sie den Dschinn besiegt hatten folgten sie Rahjadan nach oben. Getrampel und Gequietsche war zu hören. Als ob eine Garnison von Kriegern aus der Feste hinaus ziehen würde. Endlich war nichts mehr zu hören und die Gruppe kletterte wieder den Schacht hinauf in den ersten Stock. Von dort aus ging es per fliegendem Teppich über den Zweiten in den Turm mit der Teleportationsvorrichtung. Rahjadan sollte als erster gehen. Jedoch als er die Plattform betrat, passierte nichts. Nach einigen vergeblichen Versuchen wurde es zur Gewissheit. Man konnte nur Gegenstände teleportieren. Verzweiflung machte sich breit, als plötzlich ein Mann in der Kammer erschien. Er sah aus wie Rohal, aber was machte er hier? "Ihr irrt in eurem Handeln! Seht mir und meinem Bruder zu und ihr werdet erkennen!", mit diesen Worten überreichte er ihnen einen schwarzen Stein und verschwand. Es war eines der berühmten schwarzen Augen, mit denen man ferne Gegenden oder sogar in die Vergangenheit sehen konnte. In der Kugel sah man Rohal und Borbarad in Stühlen aufeinander zu fliegen. Einer in einem rotbraunen, der andere in einem weißen. Die Helden konnten nicht sagen wer nun wirklich wer war. Ein heftiges Wortgefecht zwischen den beiden begann. Rahjadan sah aus dem Fenster und konnte zwei riesige Heere sehen. Sie kämpften aber noch nicht, sondern schienen auf irgendetwas zu warten. Aus dem was die Brüder sagten, konnten die Helden dann doch schließen, wer Borbarad und wer Rohal war. Dann fuhren die Hände der Beiden in die Höhe und die Schlacht hatte begonnen.

Aus den Reihen der Untoten und Dämonen stoben Falken und Eulen auf und formten sich zu Nachtwinden. Auf Rohals Seite standen Riesen auf, die wohl mehr als zwanzig Schritt hoch waren und stapften auf die Dämonen zu. Eis und Feuer tanzten über das Feld. Die Gargylen aus der Wehrkrone stiegen auf, attackierten die Riesen und entlarvten sie als Illusionen. Basaltspitzen schossen allerorts aus dem Boden. Sie spießten unzählige auf, ohne einen Unterschied zu machen zwischen Dämonen, Untoten, Zwergen oder Menschen. Nun versuchten die Helden das Herz, in der Goldkugel in der sie es fanden, wegzuteleportieren. Die Kugel verschwand, das Herz jedoch nicht. Kendrik sagte darauf: "Nun gibt es nur noch eine Lösung. Das Artefakt mit roher Gewalt zerstören." Der Zwerg, der Elf und er hieben so lange mit voller Wucht auf das Herz ein, bis es zerbrach. Da lag es nun, in sieben Stücke zerteilt, die in den Farben des Regenbogens schimmerten. In der Kugel konnten sie erkennen wie Borbarad zusammenfuhr und sehr erstaunt war, dass das Herz zerstört wurde. Da rief Rohal seinen berühmten Bannspruch:

"Bei der Ewiglichkeit der sieben Sphären, der sechs Elemente und der einen Kraft, beim Mysterium von Kha und dem Losstern, bei der Macht der zwölf Götter, der sechs Giganten und der sechs Urdrachen, bei den Sünden von Mada und Satinav, beim Willen unseres Vaters und der endlosen Verdammnis des Namenlosen spreche ich diese Worte:

Ewiger Los, Herr der Welten und Schöpfer über Alles, umfange diesen Geist und diese Seele, und du, Menacor, sechsflügeliger Wächter des Limbus, halte Wacht über ein Äon Äonen, auf dass kein lebender und kein noch zu zeugender Mensch, Elf, Zwerg, Echs, Ork, Drach, Fee, und auch keiner von gemischter und anderer Gattung in der Lage sei, selbigen zurückzuholen in die Dritte der Sphären, es sei denn, dies ist der Wille der Angerufenen oder mein Wille.

Also spricht Rohal, Sohn des Nandus:
HINFORT INS NICHTS, BORBARAD!"


In diesem Moment begann sich der Turm aufzulösen. Immer größere Teile des Mauerwerkes brachen heraus und fielen zu Boden. Es war keine Zeit zu verlieren. Die Gruppe musste die Feste auf schnellstem Wege verlassen. Mit viel Glück konnten sie fast unbeschadet ins Erdgeschoß gelangen. Dort sprangen sie aus dem Fenster ins Freie und wurden sogleich von einem Strudel aus Licht und Schatten erfasst und mitgerissen. Alles war abermals von Nebel bedeckt. Nur ein See war in weiter ferne zu erkennen. Die Helden fanden die Statue der Sphinx wieder. Die Helden wollten sie schon fragen, wo es diesmal hingehen sollte, als diese sie unterbrach und sagte: "Um nicht als Stein im Strudel der Zeit zu enden, muss ein jeder mir ein Rätsel lösen! Denn diesmal habt ihr niemanden, der euch vor der Macht der Zeit bewahrt, außer euch selbst!". Nach einigen Rätseln mehr als zuerst erwartet wurden sie weggeschleudert und wachten in einer Herberge, in einem Bett auf, als wäre alles nur ein Traum. Doch es war allen sehr real vorgekommen und die frischen Wunden schmerzten auch immer noch. So endete der Krieg der Magier für sie.

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31: Alptraum Ohne Ende:

Zeit: 22 Hal / 1015 BF
Autor / Herkunft: Thomas Römer / Rückkehr der Finsternis (FanPro)
Protokollant: G2, Rahjadan

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32: Unsterbliche Gier:

Zeit: Travia - Boron 23 Hal / 1016 BF
Autor / Herkunft: Hadmar Freiherr von Wieser, FanPro
Protokollant: G3, Woltan

Die Helden Ithildin, Odilon, Samolosch Sohn des Artolosch Worner und Kendrik werden nach Trallop bestellt. Dort treffen sie auf einen hässlich entstellten und schweigsamen, aber auch zynischen Bornländer, eine schwarze Plattenrüstung, weißer Umhang mit Boronsrad kennzeichnen ihn als Vertreter des frisch entstandenen Golgarithenordens.
Obwohl er sich nicht bemüht seinen Orden zu offenbaren wird es ihn auch nicht stören, wenn er als ein solcher Vertreter erkannt werden sollte. Kaum gesehen, wird er von einem geschwätzigen Halbelfen, so die Meinung des Golgarithen, welcher wenig Kontakt mit der Außenwelt hatte, aus seinem Schweigen gerissen. Woltan von Notmark, so der Name des Golgarithen, sieht sich gezwungen sich vorzustellen und gibt gegenüber Ithildin offen zu, dass er ihn für einen geschwätzigen Halbelfen hält. Unter stärkstem Protest bezeichnet er sich als Hochelf, später erzählt ihm dieser größenwahnsinnige Halbelf, das er auch noch unter Alpträumen leidet und in einer Geheimmission in Aventurien unterwegs ist. Ernsthaft um den geistigen Zustand des Halbelfen fürchtend beschließt Woltan, auch auf ihn zu achten und wenn möglich ihn unter die Obhut des Ordens der Noiona zu überbringen, welcher sich um geistig Kranke und Verwirrte kümmert.

Herzog Waldemar von Weiden beauftragt Ithildin, Odilon, Samolosch Sohn des Artolosch Worner und Woltan geheimnisvollen Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Menschen verschwinden, an und für sich nichts seltsames, würden nicht jegliche Spuren fehlen. Die Suche nach den Vermissten beginnt noch in Trallop.
Bei einem Gespräch mit der Geweihten des Traviatempels stellt sich heraus, dass das Verschwinden in den drei Neumondnächten stattfindet. Ihr ist auch bekannt, dass der Sohn der Bauernfamilie Blaufuchs einer der ersten verschwundenen war. Die Gruppe beschließt daher die Suche beim Bauernhof zu beginnen. Zwar sind die Eltern Blaufuchs anwesend, doch ist es an der Zeit, ihnen eine Begräbnisliturgie zu halten. Ithildin stellt bei der Untersuchung der Toten Bißmale fest. Die Reise führt die Gruppe weiter nach Braunsfeld.

Auch dort erkundigen sich die Helden nach Verschwundenen. Woltan bezahlt im Phextempel eine hohe Summe und erfährt nichts von den Verschwundenen, sehr wohl aber von brutalen Tötungen welche dem "Metzenschlächter" zugeschrieben werden. In Braunsfeld stößt Kendrik Freiherr von Drachentod zur Gruppe.
Die Untersuchungen werden sofort neu strukturiert; es scheint so als würde jeder sehr genau wissen welche Aufgaben zu erfüllen wären. Odilon begibt sich in die Bibliothek, Samolosch ins Gasthaus, Ithildin zeigt sich ebenso bemüht mit zu helfen; doch scheint er eine besondere Zuneigung zum ortsansässigen Schmied zu haben. Die Überreste eines besonders brutal hingemetzelten Opfers weisen ebenso Bißmale auf.

Die Existenz von Vampiren ist keinem der Anwesenden etwas Neues, doch verfügt keiner über tiefes Wissen, sie sind sich aber einig ihn sofort loszuwerden. Wieder geschehen zwei Todesfälle. Ein ertrunkener Fischer, ebenso Bißmale aufweisend, und ein weiters Opfer. Doch zum Unterschied zu allen anderen hat der letzte Tote sich scheinbar gewehrt und hält ein Stück Fell, welches ein Kürschner als Fuchspelz erkennt, in den toten Fingern. Dazu kommt, dass eines der Opfer im Warenhaus des ansässigen Pelz- und Fischhändlers gefunden worden war. Der Verdacht wurde bestätigt, und der Fische handelnde Vampir zerstört.

Odilon, der sich in dieser Zeit ausführlich der Bibliothek widmete, besonders Schriften über Vampire, erfährt von zwei Fremden, einem gewissen van Helsingen und einem seltsam gekleideten Tulamiden, bei dem es sich um einen Magier handelte. Van Helsingens Merkmal ist ein silberner Anderthalbhänder, auch er wurde nicht übersehen, so fragen sich die Helden durch, hofften sie doch die beiden unerwarteten Waffengefährten doch noch zu treffen. Was im Falle des Magiers gelang. Vom Winter überrascht zwingen den Magier starke Erfrierungen und Erkältung zur Bettruhe.

Die Helden beschließen den Magier zu besuchen. Ithildin beschließt ihn magisch zu heilen (sollte sich Ithildin doch weniger einbilden als Woltan glaubt?) Der Magier ist ein Vertreter der Dracheneiakademie, was immer es auch bedeuten soll, er erklärt, dass er astronomische Konstellationen erforscht, noch irgendwelchen magischen Flüssen sucht, und vieles mehr, was ihn beunruhigt und mit der Wiederkehr Borborads zu tun hätte. Auch erklärte er, dass den Vampiren die Aufgaben zukommen sollte Borborad einen Körper zu beschaffen.
Aus einer uralten Prophezeiung, die vom Verrat eines Fuchses, der die Namen seiner Base und seines Vetters übernehmen soll, bringt die Befürchtungen wieder auf, dass das Verschwinden des Bauernjungen Blaufuchs doch tiefere Bedeutung haben sollte. Die Geschehnisse nach denen der Magier forscht werden von Ithildin bestätigt, und als sich dieser als der erste Gezeichnete zu erkennen gibt, entschließt sich der Magier die Gruppe zu begleiten, nachdem er sich angemessen ausrüstet, wobei auch einige andere Mitglieder der Gruppe sich entschließen, sich winterfeste Ausrüstung zu besorgen.

Den "magischen Kraftlinien" folgend zieht die Gruppe weiter. Da einige vermuten bei der Feste Archeburg, auch van Helsingen hat diesen Weg eingeschlagen, ein weiteres Puzzleteil zu finden, und auch die Kraftlinien in diese Richtung zu führen scheinen, wird der Weg erst einmal in diese Richtung fortgesetzt, doch dieser dürfte länger und interessanter sein als vermutet. Die Reise wird durch ein ungewöhnliches Ereignis unterbrochen. Ein Drache beunruhigt die Pferde, zieht über die Gruppe hinweg und geht in einem nahen Wald nieder.
Aus dem Wald ist ein Ruf oder Schrei zu hören, den Odilon als einen Hilferuf in Elfensprache identifizieren kann. Odilon und Woltan beschließen nach dem rechten zu sehen und finden eine verschreckte Elfin, die obendrein noch nackt durch den Schnee rennt. Wäre Woltan nicht durch ein Schweigegelübde geschützt, ihm hätte es die Sprache verschlagen.

Die Gruppe bietet ihr Hilfe an, doch hat dies noch einen Nebeneffekt: die Elfin und Ithildin sprechen die Sprache Rahjas, doch schläft dabei der Verstand, und als Ithildins Verstand erwacht, ist die Elfin verschwunden und mit ihr sein Rubinauge, das erste Zeichen. Runen werden geworfen, um einen Hinweis zu erhalten, doch diese geben nur noch mehr Rätsel auf. Schlange und Reiher sind die wiederkehrenden Symbole.
Die Reise wird in Richtung Bärwalde, eine kleine Ortschaft am Rande des Bärnwaldes fortgesetzt. Der ansässige Baron Walgar der Schmied erwähnt eine Legende, sie berichtet über einen alten Vampir, welcher in der Gegend sein Unwesen treiben soll. Die Helden reisen in den Ort Rodenstein. Der erkrankte Magier bleibt in der Ortschaft zurück.

Odilon, der sich mit dem Magier ein Zimmer teilt, erhält unerwartet Besuch, eine entstellte Gestalt sitzt in seinem Fenster und starrt ihn an, als die Gestalt bemerkt, dass Odilon wach ist, flüchtet diese. Odilon beginnt daraufhin zu Lärmen und weckt Woltan und Ithildin, wobei noch mehr Lärm entsteht. Die Gestalt ist zwar entkommen, doch hinterlässt sie eine eindeutige Spur, die am Tage leichter verfolgt werden kann. Die Spur führt zu einem Bauernhof. Die Scheune steht offen und die Spur führt hinein. Unter dem Dach findet sich eine wimmernde Gestalt, ihr Name war Fredo, von ihm erhalten wir Informationen über drei mögliche Erzvampire.
Fredo wurde im Wald von einer Geflügelten, raubtierähnlichen gehörnten Kreatur zu einem Turm in einem See verschleppt. Seitdem hat er Sehnsucht nach Freundschaft, und es drängt ihn jede Nacht Menschen ansehen zu müssen. Auch das Licht fügt ihm Schmerzen zu. Zu Neumond holt ihn die Kreatur wieder ab, es sind noch viele andere bei diesem Turm, ihnen wird dort das Blut genommen danach wurde Fredo wieder zurückgebracht. Wir konnten eine solche Kreatur nicht existieren lassen und gaben sie nach einem kurzen Kampf, dem Licht der Sonne preis.

Unschlüssig wohin wir unsere Reise fortsetzen sollten, den Entschluss fassend uns nach einem Turm in einen See zu erkundigen. Eine Begegnung mit Orpheia der Eulenkönigin zeigte, dass unsere Mission nicht unbeachtet blieb. Orpheia, bestand darauf, dass wir mit ihr zu Luzelin kommen sollten, sie wünsche uns zu sehen. Dafür hätte sie einen Korb mitgebracht, wir sollen uns dort hineinbegeben. Da Wissen und Intuition zwei veschiedene Welten bedeuten, dauerte es bei den "wissenden" länger. Ein Flug durch den Blautann belohnte jedoch dafür, nicht wissen zu wollen.

Luzelin übergab Odilon, der sich als der zweite Gezeichnete herausstellen sollte, seine "Gabe" und versorgte uns noch mit Informationen, dass es sich bei dem gesuchten Gebäude um den Nachtschattenturm handle. Er hätte schon zuvor eine wichtige Rolle in der Geschichte des Landes gespielt, auch sein der Turm ein wichtiger Ritualplatz der Hexen. Luzelin, die zuvor aber vom einem Vampir besucht worden war, erlag nachdem Odilon das Mal des Gezeichneten von ihr erhielt dem Vampirismus. Ein Kuss oder Zauber sollte das sein was vom Vampirismus heilen sollte. Schließlich erhielt sie diesen von Woltan.
Ein Testament gab uns nähere Anweisungen. Schließlich wurden wir noch Zeugen davon, dass sich die Hexen des Blautann in zwei Gruppen geteilt hatten. Luzelins Scheiterhaufen war noch nicht abgebrannt als das erste Lager, angeführt von einem tollwütigen Weib, eintraf. Diese und ihre Anhänger wurden jedoch durch das Eintreffen von Luzelins Tochter vertrieben. Eine der Hexen half uns noch nach Luzelins Wunsch uns mit einigen nützlichen Dingen zu versorgen. Danach Aufbruch zum Nachtschattenturm.

Beim Nachtschattenturm wurden wir von einigen Vampiren willkommen geheißen, darunter ein Magier, ein Praiosgeweihter; eine Kriegerin, ein Bauer und ein Kind. Der Kampf dauerte lange, bis die Schwächen der Vampire herausgefunden wurden. Pfeile trafen aus dem Hinterhalt. Samolosch und Ithildin setzen über den See und versuchte den Bogenschützen zu erledigen. Dabei taucht noch ein Goblin auf. Im Wald brechen zwei Kämpfe aus, aus denen ein verletzter Zwerg und ein verletzter Elf zurückkehren.
Im Turm treffen die Helden auf den sich in einem Bannkreis befindenden gebannten Ezvampir Waldemir von Ribeshoff, Schrecken der Archeburg, welcher die Helden dazu überreden will, ihn aus dem Bannkreis zu entlassen: Eine Reihe von PRAios-Zeremoniengegenständen verstärken den Bannkreis. Durch einige BORon- und PRAiosgefälligen Gesängen wird der Vampir getötet.

Der Weg ins Obergeschoß des Turmes erweist sich als schwieriger als vermutet, zwar gibt es eine Treppe, doch sind die Hindernisse anderer Natur. Kendrik beobachtet, wie sich Reichsfeldmarshall Haffax in eine neues Dienstverhältnis begibt, Ithildin erfährt am eigenen Leib, wie eine Seuche eine jahrelange Vertraute hinrafft und Zweifel und Schmerz Auslöser für einen Dämonenpakt werden, Samolosch wird von Harphyen getrietzt und Woltan verbrennt beinahe. Allen gemeinsam: der Sturz über die Treppe. Der nächste Aufstieg ist auch nicht anders, Ithildin soll in den Dämonenpakt treten, Salomosch ist ein Dämonenschmied und fertigt Waffen für eine Armee und Kendrik ist Haffax. Wiederum stürzen sie über die Treppe. Woltan versucht auch über die Treppe zu kommen und gelangt in den Ritualraum:

Die Elfe, welche Ithildins Auge entführt hatte ist gerade im Begriff das Ritual zu beenden. Ein dreizehnzackiger Stern ist in den Stein graviert, in der Mitte des Sterns befindet sich ein mit Runen verzierter Kupferkessel, der Stern, ist mit Blut gefüllt, das Auge glüht. Mit Weihwasser gelingt es das Ritual zu stören, Ithildin erhält sein Auge zurück, und aus dem Kessel steigt Borbarad heraus. Dieser weist die Elfe zurück, die Störung des Rituals hat bewirkt, das Borbarad mit einem Makel versehen wurde.
Borbarad durchbricht den Turm und verschwindet.

Die Elfe hetzt einen Dämon auf die Gruppe, es gelingt gerade noch uns in den Bannkreis des Praios zu begeben und diesen dafür zu verwenden, den Dämon aus dem Kreis zu bannen. Ithildin erkennt die magischen Kraftlinien und Odilon, der im Obergeschoss die Zunge des Namenlosen erkannte, kann auch den Dämon sehen. Ein Versuch wird gewagt und da sich der Dämon nicht auf den Kraftlinien bewegt, versuchen die Helden diesen zu folgen um aus dem Turm zu kommen. Das Experiment gelingt, Kendrik und Ithildin können den kranken Magier holen, welcher sich in einer nahegelegenen Ortschaft zur Genesung aufhält. Dabei treffen sich auch auf Raidri Honchubair, der die Gruppe danach noch eine kuze Zeit begleitet und seine spätere Unterstützung im Kampf gegen die schwarzen Mächte zusagt.
Kurzum, der Dämon wurde gebannt, wenn auch nicht durch Kampf sondern durch Magie.

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33: Findet das Schwert der Göttin:

Zeit: 24 Hal / 1017 BF
Autor / Herkunft: Jörg Raddatz / Schmidt Spiele
Protokollant: G5, Samolosch

Am 30. Boron sind wir in Trallop angekommen und haben uns beim Herzog von Weiden einquartiert. Doch als wir am nächsten Tag aufwachten standen wir plötzlich vor einem Mann, der sich für unser schnelles kommen bedankte. Dapifer ter Bredero Erzherrscher von Arivor und Seneschall des Adaritenordens bat uns das Schwert der Thalionmel, einer RONdraheiligen, zurück zu bringen.

Um diese heilige Queste zu bestehen reisten wir nach Neetha und stellen in einer Adaritenfestung Erkundigungen an. In einer Vision am Fluss erfuhren wir den wahren Aufenthaltsort des Schwertes. Um dieses zu erlangen sind wir dann auf einen Hügel geritten, wo wir einige Untote endgültig besiegen mussten, die vor langer Zeit schon gegen Thalionmel gekämpft hatten und deren Anführer das Schwert mit sich führte.

Nachdem wir das Schwert einem ansässigen Händler, unserem lokalen Kontaktmann, wie befohlen abgegeben hatten, wurde es gestohlen und wir mussten es gewaltsam aus der Neethaer Corsettagenmanufaktur zurückerobern, wo wir nebenbei einige Sklaven befreien konnten. Die Auftraggeber des Diebstahls wurden überführt, das Schwert von Kendrik im RONdragefälligen Duell zurückerobert. Als zusätzliche Belohnung konnten einige Zyklopenwaffen zu sehr günstigen Konditionen gekauft werden.

Mit dem Schwert sind wir zurück nach Arivor geritten und haben es dem Seneschall übergeben. Als wir wieder aufwachten war es der 14. Hesinde und wir befanden uns wieder in Wehrheim in den Gästezimmern des Herzogs Waldemar von Weiden, welcher berichtete, dass wir die ganze Zeit über geschlafen haben.

Borongeweihte klärten uns auf, dass wir an einer Karmalqueste des Geweihten Woltan von Notmark teilgenommen hatten. Für diese Theorie sprach auch die Tatsache, dass wir Gegenstände aus diesem Traum in unserem Besitz fanden.

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34: Grenzenlose Macht:

Zeit: Praios, 24 Hal / 1017 BF
Autor / Herkunft: Thomas Finn / FanPro
Protokollant: G1, Ithildin

1. PRAios: In Greifenfurt wird der neue Praiostempel eingeweiht. Die ganze Stadt scheint sich am großen Platz eingefundnen zu haben. Auch die Helden wurden zu den Feierlichkeiten eingeladen. Als Ehrengäste nahmen sie an der Parade teil.

2. PRAios: Die Festivitäten klingen langsam aus. Odilon trommelt die anderen Helden zusammen und lässt die Feierlaune abrupt enden, als er ihnen von einem Auftrag erzählt, der von Armando Laconda da Vanya persönlich stammt. Etwas traurig nehmen die Helden natürlich an. Die Aufgabenstellung ist vage definiert, aber noch am selben Tag beginnen die Nachforschungen.

3. PRAios: Die ersten Ergebnisse sind nicht gerade berauschend. Schauergeschichten, Ammenmärchen und nicht zusammenhängende Gerüchte, verleiten zu Spekulationen. So wenig Information über ein Praioskloster in der Umgebung zu bekommen ist sehr seltsam.

4. PRAios: Sie treffen erste Reisevorbereitungen. Die Klosterleute kommen einmal im Monat nach Greifenfurt um Verpflegung, Baumaterial etc. einzukaufen. Ein Aushang am schwarzen Brett verrät den Helden, dass die nächste Gesandtschaft am siebten dieses Monats ankommen soll.

5. u. 6. PRAios: Informationen sind immer noch spärlich gesät, aber sie erfahren, dass der Klostervorsteher auf seiner letzten Reise überfallen wurde. Angeblich soll er als einziger überlebt haben. Die Helden lernen ihre Decknamen. Aryana reist schon voraus, da sie nicht verbergen darf welchen Standes sie ist. Die Praioten würden einen Bruch des Codex Albyricus sicher sehr hart bestrafen.

7. PRAios: Die Hüter, wie sie sich selbst nennen, treffen in der Stadt ein. Es sind nur zwei Praioten, alle anderen sind Baumeister, Handwerker usw. Durch einen Aushang am schwarzen Brett wird Kund getan, was an Posten bei den Praioten zu vergeben ist und dass man sich am nächsten Tag zu Melden habe, falls man Interesse zeigt.

8. u. 9. PRAios: Einstellungsgespräche werden geführt und alle Besorgungen der Praioten erledigt. Herauszufinden ist leider auch nichts mehr, zumindest nichts hilfreiches.

10.- 17. PRAios: Die Reise zum Kloster Arras de Mott verläuft recht ereignislos, doch die Helden können in Erfahrung bringen, dass ein Bauarbeiter vom Gerüst gestürzt ist, da er einen Geist gesehen haben soll, und dass der Altar mit Blut besudelt wurde. Außerdem soll es hin und wieder zu kleinen Überfällen der Orks kommen. Aryana kann sich inzwischen vorübergehend als Heilkundige verdingen. Nach der Ankunft im Kloster wird jedem Helden ein Büchlein mit den Ordensregeln für Gäste überreicht und angeraten es genau zu befolgen und sowohl die Morgenandacht als auch die Abendandacht zu besuchen, insofern möglich.

18. PRAios: In der Früh wird die Leiche des Sterndeuters Wismund in einem Waschzuber im Badehaus gefunden. Seine Pulsadern sind aufgeschnitten. Es deutet alles auf Selbstmord hin, wäre da nicht die Platzwunde am Hinterkopf. In seiner Kleidung finden sie einen Zettel auf dem "M-S4-17" steht. Es muss ein Register sein. In einem Buch oder auf einer Karte. Die Sternkarten, an denen er arbeitete sind wenig hilfreich, da sich niemand gut genug mit den Sternen auskennt um sie zu deuten. In der Nacht stecken zwei Orks das Lager der Bauarbeiter in Brand. Das Feuer kann dank Kendrik jedoch schnell gelöscht werden.

19. PRAios: Ithildin findet heraus das um den Tempel fünf Kraftlinien führen und mit Samoloschs Hilfe kann er erkennen, dass Mondsilber bei den Ornamenten verwendet wird. Sollten die restlichen Ornamente in dazu passenden Positionen angebracht werden würden sich die Kraftlinien schneiden. Am Nachmittag sucht eine Schar Sturmkrähen die Bauarbeiter am Tempel heim und nur wenige Stunden später stirbt ein Zwerg an akutem Luftmangel, denn er wurde erdrosselt. In seiner Hand klemmt noch ein langes graues Barthaar, das die Tatverdächtigen auf fünf "reduziert". Die Helden finden endlich heraus, was M-S4-17 zu bedeuten hat. Es ist ein Register im Ordnungssystem der Bibliothek. Im besagten Buch findet sich eine Notiz über die derzeitigen Sternenkonstellationen und ihre Bedeutung. Wirklich viel weiter bringt sie das allerdings nicht.

20. PRAios: Am Vormittags trifft ein weiterer Geweihter, euer Gnaden Woltan, am Kloster ein. Natürlich wird ihm sogleich gestattet sich der Klosterverteidigung anzuschließen und er wird ins Vertrauen gezogen. In der vorigen Nacht hat Samolosch den Klosterbruder Tobur bei einem Schäferstündchen mit der Schreinerin erwischt. Er und Ithildin befragen ihn darüber und versuchen ihn zu überreden ihnen bei den Ermittlungen zu helfen, da er unter Umständen Zugang zur Bibliothek haben könnte. Als das nichts bringt gibt sich Ithildin als erster Gezeichneter zu erkennen und hofft, dass er hilfsbereiter ist, oder den Drahtzieher zu einem Fehler zwingt. Am Nachmittag trifft ein Fremder am Kloster ein und verdingt sich als Bader.

21. PRAios: Samolosch und Kendrik erkunden die Gruft genauer. Samolosch hatte schon tage zuvor einen versteckten Eingang zu den Katakomben entdeckt, doch sie war verschlossen. Nun brechen sie das Schloss auf und finden einen Raum in dem ein Sarkophag mit einer Inschrift steht. Aber auch das hilft ihnen nur unwesentlich. Am Abend treffen drei Pilger in der Burg ein. Sie wollen das Blut von Arras de Mott, dem Gründer des Klosters ehren. Doch der hohe Lehrmeister verweigert ihnen den zutritt zu den Katakomben. In der Nacht wird das Kloster von zwölf Orks überfallen. Ein Gemetzel, nur ein Ork überlebte. Nachdem die Helden von ihm erführen, dass das Lager etwa einen halben Tag entfernt sei, wurde er Praios reinigenden Flammen übergeben.

22. PRAios: Während der Nachtwache finden sie heraus wer der Bader wirklich ist. Ein Druide namens Ordebrandt von Havena, der die Aufruhr der Elemente verfolgt hat. Voltan und Ithildin begleiten ihn und Aryana beim Kräuter suchen, um mehr zu erfahren. Sie beschließen das Orklager auszukundschaften, also reitet Ithildin zurück, um Voltans Pferd zu holen. Samolosch bekommt Wind davon und will unbedingt mit. Ein Tal weiter fällt ihnen ein riesiges Feuer auf. Sie reiten etwas näher, als eine wütende Steinbockherde vom Hügel herunter prescht und sie zu zermalmen droht. Sie können sich noch in eine Höhle retten, in der ein alter Mann haust. Es liegen einige Bücher und ein goldenes Szepter herum. Samolosch muss natürlich gleich überall die Finger dabei haben. Es stellt sich heraus, dass er ein Klosterbruder ist, der beim letzten Orkensturm die wichtigsten Dinge rettete und seither hier sein Dasein fristete. Sie nahmen ihn mit aufs Kloster und übergaben ihn den Brüdern. Jedoch die Bücher und die Reliquie versteckten sie vorerst.

23. PRAios: Am frühen Morgen kommen drei Pelzhändler in Arras de Mott an. Sie suchen nach einem Kollegen von ihnen, der etwas nördlich spurlos verschwunden ist und bitten darum ihnen bei der Suche zu helfen. Der Hohe Lehrmeister kann keinen Mann entbehren. Die Helden sind auch mit wichtigeren Dingen beschäftigt. Ithildin macht sich gegen Mittag auf in Richtung Goldspitze, um Ordebrandt von Havena zu treffen, außerdem liegt das Gebiet in dem der Pelzhändler verloren ging, am Weg. Am Abend machen sich alle außer Odilon auf um den Pelzhändler zu suchen.

24.- 29. PRAios: An der Goldspitze finden die Helden ein merkwürdiges Tor mit zwergischen Runen darauf, die leider niemand von ihnen lesen kann. Auch Odilon bricht zur Goldspitze auf. Erst als er eintrifft gelingt es ihnen das Tor zu Öffnen. Nach einigen Fallen kommen sie zu einer riesigen Treppe, an deren Fuß sich ein riesiges Tal erstreckt. Im Tal ist ein versteinerter Wald mitsamt Drachen. Nach langer Suche finden sie drei Gefesselte. Es sind Aryana, der Pelzhändler Ankoron Katzenzorn und ein Magier namens Emmerich von Falkenstein. In der Früh wird ein nahe gelegener Steinkreis inspiziert. Der Druide kommt gegen Nachmittag. Gemeinsam können sie das Rätsel der Steinkreise lösen und gelangen in einen unterirdischen Gang. An dessen Ende sind die sechs Elementarherren und ein Schmuckstück. Als sie den Gang verlassen sehen sie ein Bild der Verwüstung. Ein teil des Waldes und der Drache wurden befreit und dann zerstückelt. Sie beschließen das Tal sofort zu verlassen. Etwa zwei Tage später erreichen sie Arras de Mott.

30. PRAios: Im Kloster liegen lauter Tote. Als sie die Mauern passieren werden sie vom Bergfried aus beschossen. Samolosch und Ithildin befrieden den Bergfried, während Kendrik, Woltan und Odilon zur Gruft Arras de Mott gehen und einige hässliche Dämonen bezwingen und ein Objekt zerstören müssen. Nun taucht auch noch Borbarad auf, in einem Wirbelsturm schwebend. Als der Wirbelsturm verschwindet, steigt er in einen Streitwagen und will die Helden vernichten. Nur mit Hilfe des Druiden und der sechs Elementarherren können sie Borbarad zum Rückzug zwingen. Es stellt sich heraus, dass viele der Praioten nur Bewusstlos sind und nicht tot. Nach langwierigen Befragungen der Praioten, können die Helden endlich wieder ihrer Wege gehen.

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35: Das Fest der Schatten:

Zeit: 1. Rondra - 1. Rahja 24 Hal / 1017 BF
Autor / Herkunft: Thomas Finn / FanPro
Protokollant: G1, Ithildin

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36: Unter dem Adlerbanner:

Zeit: Rahja 24 Hal / 1017 BF
Autor / Herkunft: Thomas Finn / FanPro
Protokollant: G6, Kendrik

Am 10. Rahja, noch hielten wir uns in Grangor auf, erhielten wir die Nachricht, dass der Herzog des lieblichen Feldes uns gerne persönlich sprechen möchte, um die Vorfälle in Grangor nochmals aus erster Hand berichtet zu bekommen.
Nach diesem Gespräch, das sich kurz und bündig gestaltete, waren wir zu einem gesellschaftlichen Zusammentreffen geladen, das an diesem Nachmittag stattfand. Nach vielen oberflächlichen und höflichen Gesprächen mit diversen Würdenträgern der Stadt sprach mich der Freiherr von Kuslik, Don Piro von Karsina und Chalimba, an, der mit seiner schönen Nichte Donna Saya die Zefarika angereist war.

Er bat uns, ihm bei der Wiederbeschaffung seines Siegels zu helfen, dass seiner Vermutung nach in die Hände eines Grafen gefallen war, der es benutzte, um mit einer gefälschten Nachricht einen Aufstand gegen den Kaiserhof in Arivor anzuzetteln und der sich auf diese Weise auch die Macht über das Lehen Don Piros verschaffen wollte, wie er es scheinbar schon mit einigen anderen kleineren Lehen gemacht haben soll.
Allerdings steht dieser Graf von Baliiri am Kaiserhof Horas sehr angesehen. Sein Plan mag wohl sein, auf diese Art einen Herzogs-Posten zu erlangen. Wir sollten nun verhindern, dass des Freiherrn Siegel ein weiteres Mal unrechtmässig verwendet wird, es wiederbeschaffen und gleichzeitig den Grafen oder fallweise den echten Dieb zu überführen.

Nach einem Spaziergang am 11. Rahja mit der schönen Donna Saya und einigen weiteren Gesprächen über diese Sache musste ich allerdings ablehnen. Zu sehr würde ich dadurch in politische Wirren des Horasreiches hineingezogen, zu groß die Gefahr, dass mein Zutun in dieser Sache bekannt werden würde. Die Auswirkungen auf meinen Ruf im Mittelreich wären wohl verheerend, man bedenke dass sich das Horas vom Mittelreich gerade erst abgespalten hat. Wie könnte ich es vertreten, in diesem Reich in politische Angelegenheiten verwickelt zu sein? Hier würde man mich einen Spion nennen, im Mittelreich einen Verräter!

Auch Woltan teilte meine Meinung und stimmte zu, mit mir zurück Richtung Gareth zu reisen. Odelon und Ithildin allerdings wollten die Einwände unsererseits nicht anerkennen und beschlossen stattdessen, noch etwas über dieses Siegel nachzuforschen. Dass es magischer Natur war, hergestellt aus einer sehr speziellen Legierung unter Einsatz astraler Kräfte hat dabei wohl eine gewisse Rolle gespielt. Samolosch wollte in Grangor bleiben, bis die beiden ihre Informationen beschafft haben und danach mit den beiden ebenfalls nach Gareth kommen.

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37: Des Greifen Freud:

Zeit: Rahja 24 / 1017BF - Efferd 25 Hal / 1018BF
Autor / Herkunft:
Protokollant: Kendrik

Auf unserem Weg nach Gareth trafen wir nach kurzen Diskussionen an der Grenze, da wir scheinbar einen Passierschein für die Einreise ins Horas gebraucht hätten, auf ein Banner Soldaten, die dabei waren, ihr Nachtlager aufzuschlagen. Interessehalber nachgefragt erfuhren wir, dass sie den Herzog von Nordmarken begleiten, der ins Horas reist, um persönlich die Orakelsprüche von Balträa zu untersuchen.
Er, berichtete der Herzog Jast Don Gorsam vom großen Fluß, ist der Bruder Hiberians, des einzigen und wahren Boten des Lichts aus Elenvina und der andere einzige und wahre Bote des Lichts aus Gareth, Lucius, wäre gerade auf dem Weg nach Elenvina um die Sache endgültig zu klären - hoffentlich zunächst auf dem Wege der Diplomatie.
Um dies zu unterstützen wäre es dringend nötig, alle Orakelsprüche diesbezüglich zu sammeln und aus ihnen den Weg zu finden, den tatsächlich einzigen und wahren Boten des Lichts festzulegen.

Dazu, so der Herzog weiter, wäre es erforderlich, einen gewissen Gemiol zu finden, der scheinbar mit diesen Orakeln direkt zu tun hätte, so sagen es seine Gelehrten. Nun, als Dienst an den Zwölfen war es für Woltan und mich unausweichlich, dem Herzog bei dieser Aufgabe zur Hand zu gehen, umso mehr als wir dem Herzog wenigstens mit der Identifizierung Odelons helfen könnten.
Dass der Herzog diese Queste von Praios selbst auferlegt bekam, weil er einen Garether Großinquisitor, der seinen Bruder beleidigte, tötete, ist dabei nur eine pikante Zugabe.
Zurück in Grangor erfuhren wir von Samolosch, dass unsere beiden Nachforscher nach Silas gezogen waren, um weiter an der Geschichte dieses Siegel zu forschen. Sie waren also dabei, sich gravierend in Schwierigkeiten zu bringen, so meine Meinung.
Diese Meinung sollte sich bestätigen, allerdings auf eher unerwartete und teils beschämende Weise. Angekommen in Vinsalt traf ich Ithildin an, der mir sagte, er und Odelon wären aus Silas zurückgekehrt, dabei an der Grenze, ebenfalls mangels Passierschein, in Probleme geraten. Dabei wäre Odelon eingesperrt worden, doch Ithildin hätte ihn befreit und nun wären sie beide hier in Vinsalt.

Nun, leicht schockiert ob des Vorgehens und mangelnden Ehrgefühls der beiden Kameraden beschloß ich, mich aus ihren Problemen mit den Horasischen Behörden zunächst herauszuhalten und die Entscheidung über das weitere Vorgehen dem Herzog zu überlassen.
Der Herzog schien, gelinde gesagt, leicht verwundert über die Geschehnisse um den Mann Gemiol, der eigentlich beitragen sollte, Praios, dem Herrn von Recht und Ordnung, Wahrheit und Gerechtigkeit, zu dienen. Doch er befreite Odelon aus dem Vinsalter Gefängnis, übernahm ihn in seine Obhut und erlaubte Odelon bei der Gelegenheit sogar noch, einige Monate in Elenvina zu verbringen um an des Herzogs Hof zu arbeiten, als Dienst an Praios natürlich.
Ithildin wurde mit einer Supendierung aus dem Dienst der Kaiserlichen Armee belohnt, ich muss sagen, der Herzog ist ein großzügiger Mann!

Nun gut, wir beratschlagten das weitere Vorgehen und beschlossen uns aufzuteilen, um in Balträa und Greifenfurt nach weiteren Orakelsprüchen zu suchen und uns schnellstmöglich in Elenvina wieder zu treffen.
Ich will es kurz machen, auch wenn es zwei Monate dauerte, wir fanden weitere Sprüche und trafen am Rückweg nach Elenvina auf das Heer des Lucius, der uns nach einer Besprechung über die Geschehnisse um Borbarad mit zwei weiteren Sprüchen versorgte, sowie der Nachricht an Hilberian, eine friedliche Lösung anzustreben.
Beides überbrachten wir gerne nach Elenvina.
Ein kurzer Abstecher nach Harben brachte einen 11. Spruch zutage.

So konnten wir am 7. Tag des Efferd im Jahre 25 Hal gemeinsam mit den beiden Boten des Lichts und den Orakelsprüchen eine friedliche Lösung zutage fördern.
Lucius wurde fortan als wahrer und einziger Bote des Lichts anerkannt. Warum? Die Lösung liegt in den Sprüchen, wollt ihr es selbst versuchen? Ich sende sie Euch anbei und wünsche viel Vergnügen. Mit den besten Wünschen, der Schutz der Zwölfe sei Euch zuteil,

Oberstleutnant Freiherr Kendrik von Teppicymon

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38: Die Pforte des Grauens 

Zeit:
Autor / Herkunft:
Protokollant: G3, Woltan

Kendrik erhält einen Brief vom Garether Geheimdienst, in dem er und die Gezeichneten aufgefordert werden sich in Tuzak einzufinden. Zur selben Zeit wird Woltan gebeten sich mitsamt der Gruppe in Punin beim Raben von Punin, Bahran Nasir, zu melden.
Nach einer ereignislosen Reise, wird schnell gehandelt, unverzüglich werden wir in den Beratungsraum des Raben geleitet, wo wir bereits erwartet werden.

Es wird uns eröffnet, dass eine Lieferung des begehrten Metalls, Endurium genannt, nicht wie geplant in Tuzak angekommen ist, also gestohlen wurde. Die Bedeutung des Metalls wurde uns erklärt, es eignet sich u.a. für besonders mächtige Waffen. Daraufhin erklärte die Al`Anfanerische Gesandte, das in Bezug auf das Verschwinden des Metalls bereits Erkundigungen eingezogen wurden, doch die Expeditionsteilnehmer seien vor dem Tuzaker Borontempel aufgefunden worden, um exakt zu sein, ihre Köpfe. Untersuchungen ergaben, dass die Expedition durch dämonische Magie zu Tode gebracht wurde.

Der Rabe hätte an unsere Gruppe gedacht, da die Ereignisse auf Maraskan mit unserer Mission, zu tun hätten, so meinte er.
Nach weiteren Diskussionen und der Zusicherung der Unterstützung der Boronkirche verließen wir Punin um uns nach Tuzak einzuschiffen. Bei der Überfahrt, die offizielle Seeblockade umgehend, geraten wir in einen gewaltigen Sturm und stranden an der Küste von Maraskan.

Da der Sturm keineswegs unbemerkt bleibt, erhalten die Gestrandeten Besuch von einer kleinen Abordnung einer Rebellentruppe. Nach umständlichen Gesprächen geleiten uns diese in ihr Lager, dort erhalten wir erstmal eine Übernachtungsmöglichkeit und danach einen Führer, der uns durch das Rebellengebiet zur Hauptstraße nach Tuzak geleiten soll. Irgenwie schaffen wir es dann zu einem Fort zu kommen, das Soldaten des Mittelreiches beherbergen sollte. Es hat nicht nur den Anschein, dass die Besatzung des Forts verrückt geworden ist, wir werde auch Zeugen dieses Wahnsinns, können uns aber retten, Hilfe ist hier wohl nicht zu erwarten.

Ein Unteroffizier aus Tuzak begleitet uns nach Tuzak, doch vorher zeigt er uns Steckbriefe, die unsere Portraits zieren, und erschienen sind, noch als keiner von uns ahnte jemals nach Maraskan zu kommen. Zwar konnten einer Patrouille entgehen, durch welches Geschick auch immer, und unerkannt weiterreisen - Doch beim Eintreffen in einem maraskanischen Dorf gelangen wir doch in Gefangenschaft garethischer Truppen. Trotz Kendriks Ermahnungen an die Soldaten werden wird nicht nur gefesselt und streng bewacht, sondern zur Abwechslung auch etwas verprügelt. Die Reise geht durch den Dschungel weiter, wohin? Weg von Tuzak.

Der Überfall der Diskus von Boran - Rebellentruppe und danach der Überfall der Haranydad Rebellen bringt uns aus der Gefangenschaft. Die Rebellen bringen uns erst einmal in ihr Lager, und wir bitten diese um Unterstützung, sie mögen uns doch den Weg zu einer Ausgrabungsstelle zeigen, von der wir in Kunchom erfahren haben, und danach zur Enduriummine. Als Gegenleistung sollten wir für die Rebellen eine riesige Spinne erledigen, die ihnen die Jagd schwer macht und schon einigen Jägern das Verderben gebracht haben soll. Ein gutes Geschäft.

Bei den Archäologen, erfahren wir, das sich der garethische Geheimdienst an der Hauptgrabungsstätte zu schaffen gemacht hätte, und sich ein Artefakt angeeignet hat, das wiederum einen Wächter, die Darstellung einer echsischen Gottheit oder eine Art Leviathan, erweckt hat, der unter den Archäologen gewütet hat und kaum einen Soldaten verschont hatte. Zur Mine geht es weiter durch den Dschungel, die Rebellen führen uns bis an die Grenze ihres Gebiets und geben uns noch eine Wegbeschreibung mit.

Auf dem Weg zur Mine treffen wir auf 3 Echsen, die von uns fordern das Artefakt das aus der Grabungsstelle entwendet wurde, zurückzubringen, denn es diene dem Kampf gegen den Bösen Sohn der Hesinde und außerdem dem Schutz der heiligen Echsenstadt, die die Archäologen suchen würden.
Auf dem Weg zur Mine treffen wir wieder auf eine Rebellengruppe, die uns den Weg zur Mine weist. Die von Weitem erkennen wir, dass die Mine stark befestigt ist, doch ist keine Bewegung zu erkennen.

In der Mine, besser, in der Festung zur Mine finden wir außer Leichen, zwei davon durch Dämonenmale gekennzeichnet, nichts vor. In die Mine scheint ein Dämon eingesperrt zu sein. Die Tagebücher der Kommandanten verweisen auf ungewöhnliche Anweisungen und erwähnen die Ankunft von zwei Bergbauspezialisten sowie KGIA-Leuten.
Eine Fährte von führt von der Mine weg. Diese gilt es zu verfolgen. Nachtwache, Woltan wird von einem Geist angesprochen, er würde uns den Weg weisen, wenn wir ihm und seinen Gefährten die Möglichkeit zur Rache geben würden. Wir gelangen zu einem Landstrich mit den Namen "Grabmal der Seeschlangen". Auf einer Lichtung steht ein verfallener Tempel. Nach Kampf mit einigen Wächtern dringen wir in den Tempel ein. Dort entdecken wir das Erz, eine unvollständige Rüstung, und Darstellung von drei bereits geschmiedeten Schwertern, die wahrscheinlich zur Verwendung durch Dämonen geschmiedet wurden.

Im Keller des Untergewölbes findet gerade ein Beschwörungsritual statt, das wir natürlich stören. Nach einem harten Kampf und der Hilfe der Geister, die sich an ihren Mördern Rächen, gelingt es uns, das Artefakt der Echsen zu ergatttern.
Am nächsten Morgen begrüßen uns die im maraskanischen Dorf zurückgelassene doch gut versorgte Magierin und die drei Echsen, die wir trafen bevor wir zur Mine kamen, und verlangen, dass das Artefakt zurückgebracht wird.
Da es nichts zu Verhandeln gibt, bringen uns die Echsen zur archäologischen Ausgrabungsstätte.

Der Wächter erwartet uns schon - Das Dritte Zeichen Tritt auf.

Die Echsen bringen uns nach Tuzak, dort wollen wir die Sache mit den Steckbriefen geklärt wissen und stellen Untersuchungen über einen Mann mit sechs Fingern an. Wie es sich herausstellt ist es der "Interimsherrscher" von Maraskan, der Berater des Fürsten.
Wir beschließen den Palast anzugreifen, aber wie - die Geweihte des Borontempels weiß Rat und nach zwei Wochen trifft Hilfe diese ein: Sonnenlegionäre geführt von dem anscheinend einzigen vernünftigen Praioten Da Vanya und einige Golgarithten.

Der Palast wird von Dämonen verteidigt, und nach langen verlustreichen Kämpfen gelangen wir in den Thronsaal, der Fürst ist geistig umnachtet und machtlos, der Palast voller magischer Fallen. Der Berater wird als Borbarad erkannt, will uns belehren oder bekehren und beschäftigt uns mit ein paar Dämonen und verlässt das Geschehen. Wir gelangen an einen seiner Zauberstäbe.

Dies sind die Ereignisse, so wie sie von mir wahrgenommen wurden

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39: Bastrabuns Bann 
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