Kalder weist auf eine Sammlung dicker, gebundener Pergamentseiten, die säuberlich aufgereiht in einem eigenen Regal stehen.

"Diese Folianten hier enthalten, wie versprochen, die Berichte der Abenteuer, die unsere tapferen Gezeichneten und ihre Begleiter bestritten. Die Helden erlebten dabei schon vor Beginn der eigentlichen Kampagne der "7 Gezeichneten" so einiges in ihrem Leben, das sie zu den Personen heranreifen lies, die das Schicksal schließlich zusammenführte um gemeinsam gegen den Sphärenschänder zu ziehen."

Ihr könnt es kaum mehr erwarten, durch die Folianten zu stöbern und die unglaublichen Erlebnisse und Geschehnisse zu erforschen, die sich in dieser für ganz Aventurien so prägenden Zeit ereignet haben! Mit zitternden Händen schlagt ihr einen Folianten auf und beginnt zu lesen...


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  1. Schatten im Zwielicht ( Hal)
  2. Bund von Land und Meer (PERaine - INGerimm, 26 Hal)
  3. Spur In Die Vergangenheit (INGerimm, 26 Hal)
  4. Goldene Blüten auf Blauem Grund (PRAios, 27 Hal)
  5. Die letzte Schlacht des Wolfes (RONdra - TSA 27 Hal)
  6. Rohals Versprechen, Teil 1 (TSA - INGerimm, 27 Hal)
  7. Rückkehr zum Schwarzen Keiler (INGerimm, 27 Hal)
  8. Rohals Versprechen, Teil 2 (ING 27 - PRA 28 Hal)
  9. Winternacht (PRAios, 28 Hal)
  10. Das steinerne Schiff (PRAios, 28 Hal)


›››› Wissbegierig lest ihr weitere Folianten über die Abenteuer des Kampfes gegen Borbarad

›››› Ihr geht zum Boronsanger, um den in der Schlacht gefallenen Helden die Ehre zu erweisen

 

 

 

 

 

 

40: Schatten im Zwielicht

Zeit:
Autor / Herkunft:
Protokollant:



Zum Abenteueranfang!





41: Bund von Land und Meer

Zeit: Peraine - Ingerimm, 26 Hal (1019 BF)
Autor / Herkunft:
Protokollant: Kendrik

Nun, wie schon bekannt mussten wir das Schlachtfeld vor Maraskan verlassen, zu mächtig waren die Dämonen, die uns Borbarads Anhänger geschickt hatten, beinahe jeden unserer Mitstreiter haben sie hingeschlachtet… Nach einer höllischen Fahrt durch den Limbus mit dieser magischen Sphäre, auf der wir vielfach von Dämonen attackiert wurden, landeten wir auf einer mir nicht bekannten Ebene nahe eines kleinen Waldes. Schnell stellten wir fest, dass keiner etwas hören konnte, wir mussten uns also mühselig über Zeichen und Schrift unterhalten. Dieser Gemiol meinte, er wisse nicht genau wo wir seien, denn die Dämonen im Limubus hätten die Sphäre beschädigt.

Nun, auf einen Baum geklettert fand ich schnell heraus, dass es wohl eine Art Insel sein muss, an 3 Seiten war über der steppenartigen Ebene das Meer zu erkennen, nur in einer Richtung lag ein unüberschaubarer, wundersam dicht verwachsener Wald, dessen Rand wie mit der Richtschnur gezogen schien. Ein seltsamer Anblick, der einem kein sonderlich gutes Gefühl vermittelte. Wir fanden schnell ein kleines Fischerdorf am Rande dieser Ebene und versuchten dort, so viel wie möglich herauszufinden, was sich angesichts der Hörschwäche aller recht interessant gestaltete. Dank Selfyr Sundergast, einem Hesindegeweihten, der sich hier wohl zu Untersuchungen niedergelassen hat, fanden wir dennoch bald alles heraus, was uns wissenswert erschien.

Es war der 13. Peraine, wir waren auf Phenos, einer kleinen, westlich gelegenen Zyklopeninsel. Selfyr war hier, um ein bestimmtes Zedern-Holz aus dem Wald hier zu besorgen, der wohl ein Feenwald sein sollte. Er bot auch an, uns mit seinem Schiff nach Pailos zu bringen. Auch eine Boron-Geweihte, Amaltea, war in dem Dorf, hierhergekommen um ihren Bruder zu suchen, der angeblich seit 86 Jahren in diesem Wald verschollen sei, doch mit Sicherheit noch am Leben. Sie bat uns, ihn in diesem Wald zu suchen und von Selfyr Abstand zu nehmen, der den Wald angeblich abholzen wolle. Ich war trotz der Versuchung, einer Dienerin der Zwölfe zur Hand zu gehen, dagegen, zu hoch erschien das Risiko, ebenfalls jahrelang in diesem Wald zu bleiben, denn die Erfahrung vergangener Abenteuer lehrte, dass dies schnell passieren kann.

Andere, dringendere Aufgaben warten auf uns, angesichts der beinahe bald allgegenwärtigen Aura unseres mächtigen Gegenspielers. Auch Selfyr riet uns dringend ab, einfach in den Wald zu gehen, doch Alinde schien sich Hesinde auf anderen Wegen zu zeigen, denn sie zog es vor, Rochan zu überreden heimlich allein schon mal voraus zu gehen. Nicht lange dauerte es, bis die beiden sich heillos und unrettbar verirrt hatten. Samolosch war trotz der Tatsache, dass er in letzter Zeit nicht mehr viel von Ehre zu halten scheint nicht davon abzubringen, den beiden zu folgen. Tags darauf legte ein Horasisches Schiff an, 50 Soldaten und ein Dutzend Holzfäller betraten die Insel. Letztere schlugen am Rand des Waldes ihr Lager auf und bereiteten sich auf die Abholzung selbigens vor. Selfyr wollte nun Samolosch begleiten, sie gingen ebenfalls in den Wald um Zedern zu suchen - oder doch den verschollenen König?

Ithildin und ich beschlossen, nicht mehr als eine Woche zu warten bevor wir nach Pailos reisen wollten. In dieser Zeit sorgten wir für etwas Verwirrung bei den Soldaten und auch dafür, dass die Holzfäller ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen konnten. Einen am fünften Tag nach Abreise Selfyrs aus dem Wald gebrochenen Jägersmann der die Soldaten am Waldrand attackierte konnten wir nicht weiter hellfen. Die Waldgänger hingegen fanden sich auf wundersame Weise wieder und gelangten gemeinsam nach Hinweisen eines Wildschwein-Reiters zu einer Lichtung, umgeben von vielen großen Zedern.
Dort überzeugten sie den musikspielenden Faun zu verraten, wo der verschollene König war und schafften es, die Dryade, bei der er wohnte, zu finden.

Der König reiste sofort ab, nachdem er erfuhr wie lange er schon in diesem Wald sei, auch die Helden brachen dann wohl gleich auf. Nach genau einer Woche tauchten sie tatsächlich wieder am Waldrand auf und berichteten, wir fanden also heraus, dass der vermeintliche Jäger wohl der Seekönig war, der nun mit einem guten Tag Vorsprung auf dem Schiff der Soldaten Richtung Pailos unterwegs war. Wir fuhren hinterher, die Noionitin, die ihren Bruder noch einmal sehen wollte kam mit uns. In Rethis fanden wir heraus, dass der Seekönig Palamidas im Exil-Komplex, 15 Meilen außerhalb der Stadt, verwahrt wurde, angeklagt des Landesverrates.
Ithildin verschaffte uns durch Zauber Zutritt zum sonst extrem gut abgeschirmten König. Dort trafen wir den Hofmagus Hauze von Radulett, mit dem ich mich kurz über den Zustand des Seekönigs unterhielt. Scheinbar glaubte dieser Magus die Geschichte des Königs und schien überzeugt, dass er der echte König war. Wir besprachen dann in aller Eile das weitere Vorgehen mit dem König und auch seine Schwester konnte ihn wie gewünscht noch einmal sprechen. Auf dem Weg nach draußen wurde Ithildin verhalftet, seine Magie war wohl aufgeflogen. Noch vor dem Antreten des Rückwegs starb die Noionitin, sie meinte ihr letzter Auftrag sei erfüllt. Auch der schnell herbeieilende Hofmagus konnte uns nicht helfen, doch wir nahmen ihn gern mit zurück nach Rethis.

Auf dem Weg informierte er uns, dass der Verweser der Inseln, Uras von Hohenstein-Korden, nicht vor hatte, den König wie es mit Landesverrätern üblich war, nach Vinsalt zur Kaiserin zu bringen sondern ihn auf dem Weg nach Neetha verschwinden zu lassen. Er gab uns Tips zur Befreiung des Königs, die wir dankend annahmen. Nachdem wir den König und zufällig auch Ithildin befreit hatten, was sich erstaunlich einfach gestaltete, mieteten wir ein Schiff nach Neetha. Prompt wurden wir auf der Reise dahin vom Admiral persönlich kontrolliert, der den Seekönig fand und befragte, doch er lies uns weiterreisen. Scheinbar hatte er ihn wiedererkannt!

Nach einer kampfbetonte Reise nach Vinsalt, auf der wir einige Söldner des Uras erledigen mussten, fanden wir bald heraus, die beste Gelegenheit, die Kaiserin zu sehen wäre in der Oper. Wir liesen uns also als Statisten anwerben und spielten im Stück, das die Geschichte der Thalionmel erzählte, einige Tulamidische Angreifer.
Nach einer harten Schlacht, denn auch dort erwarteten uns einige Schergen des Uras, konnte der Seekönig die Gelegenheit nutzen und seine Geschichte vortragen. Der in der Loge der Kaiserin aufgetauchte Admiral mag dazu beigetragen haben, dass er erhört wurde, und nach einer langen Audienz bei der Kaiserin wurde ihm geglaubt und er erhielt die Inseln zurück.

Noch lange erzählte ich dem König von den aktuellen politischen Ereignissen und der Bedrohung durch Borbarad, die er erstaunlich schnell verstand und uns seine Hilfe in der wohl anstehenden Schlacht gegen den Dämonenmeister versprach. Er verlieh uns sogar den „Orden beider Hylailos“ in verschiedenen Ausführungen, eine unerwartete Ehre, für die wir uns nicht genug bedanken konnten.
Schließlich mussten wir aber weiter Richtung Gareth und verabschiedeten uns vom König, der uns als letzten Gefallen noch eine Kutsche besorgte, die uns bis Punin bringen sollte.

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42: Spur in die Vergangenheit

Zeit: Ingerimm, 26 Hal (1019 BF)
Autor / Herkunft:
Protokollant: Kendrik

Noch in Vinsalt, es war bereits der 11. Ingerimm geworden, suchten wir uns erstmal eine Herberge, denn wir waren noch den Strapazen der letzten Wochen recht müde. Dennoch hielt mich das nicht davon ab, nochmal in das Theater zu gehen, um mich persönlich bei der Hauptdarstellerin, einer sehr attraktiven Halbelfe, persönlich für das Verhalten Samolosch’s bei der letzten Aufführung zu entschuldigen. Kurz, ich verbrachte eine ausgiebig RAHjagefällige Nacht und beschloss daher, gegen Morgen in der Unterkunft angekommen, noch etwas zu schlafen.

In dieser Zeit trat ein Magus, Jandor Jascarpiunt, an die Gruppe heran, der uns berichtete, unsere Bekannte Finduilas sei bei der Untersuchung eines Waldes bei Valiris verschollen sei. Auch seien dort schon mehrere Menschen vorher verschollen und er bat uns um Hilfe bei der Suche nach Fenduilas. Dies konnten wir natürlich nicht ablehnen, auch wenn ich selbst es eher eilig hatte, nach Punin und weiter nach Zorgan zu kommen, um meine Familie zumindest noch einmal zu sehen, bevor die Zeichen Borbarad gegenüberstehen mussten.
Kurz darauf erreichte uns auch eine Rondrageweihte, die uns eine weitere Einladung überbrachte, diemal persönlich vom Schwert der Schwerter, das uns schon am 17. Rahja in Perricum erwartete, um Auskunft über die Ereignisse zu geben. Wenig Zeit blieb uns wohl, doch versprachen wir, unser bestes zu versuchen, den Termin einzuhalten, wenngleich ich anmerken musste, dass vielleicht nicht alle Gezeichneten anwesend sein werden.

Also reisten wir nach Veliris, wo wir erfuhren, dass zwei Personen die mit den Verschollenen unterwegs waren, überlebt hatten. Wir fanden heraus, ein Pferd das Menschen frisst und eine Gestalt die traurige Lieder spielt die einen einfangen seien die großen Schrecken des Waldes. Sogleich gingen wir daran, das näher zu untersuchen und fanden bald eine ekelhaft stinkende Lichtung im Wald, an der Bäume und Gras zu verfaulen schienen. Vielleicht lag das auch an der stark angestiegenen Temperatur in diesem Gebiet?

Nun, tatsächlich erkannten wir ein Pferd auf dieser Lichtung, dem scheinbar ein Speer aus der Flanke zu hängen schien… Der mitgereiste Magus faselte etwas von „er verstehe nicht warum hier Bewegungsmagie herrscht“, zugleich begannen schon die ersten, auf dieses Pferd zuzugehen. Nahe gekommen fanden wir heraus, dass ein Arm aus dem Pferd ragte, kein Speer, und schon liefen die ersten der Magie verfallenen hin um die scheinbar gefangene Person herauszuziehen, doch wurden sie eher hineingezogen. Erst mit vereinten Kräften gelang es uns mühseligst, die Gefangenen zu bergen.

Es handelte sich um Fenduilas, einen halb verdauten Gardisten, einen ebensolchen Knecht und einen scheinbar recht alten Mann, den niemand identifizieren konnte. All diese Leute waren mit grausigem grünen Schleim übersogen, der nun auch aus dem offenen Bauch des still dastehenden Pferdes quoll und sich langsam zu einer 5 Schritt hohen Gallertgestalt auftürmte. Der Magus begann sofort mit einem Dämonenbann und wir attackierten gemeinsam das mit Schleim um sich schiessende, bestialisch stinkende Ungeheuer, doch scheinbar konnten wir ihm nicht allzuviel anhaben, denn auch nach vielen harten Treffern bewegte sich das Ungeheuer unbeeindruckt auf den Magus zu, der in seinen letzten Sekunden noch etwas wie „das ist viel mehr als ein Dämon.. das Spärengefüge.. waaaah“ sagen konnte und letztlich einfach tot umfiel.

Fenduilas und der alte Mann waren zu retten, die anderen waren leider alle tot. Der Dämon bewegte sich langsam aber unaufhaltsam weiter nach Veliris, auf dem Weg eine gut 20 Schritt breite Spur der Verwüstung hinterlassend. Wir trugen die Verletzten und flüchteten so schnell es ging nach Veliris, wo wir sofort eine Evakuierung veranlassten. Der alte Mann aus dem Dämonenbauch stellte sich dann vor als Vizespektabilität von Belthana, nur… müsste dieser schon seit gut 500 Jahren tot sein.

Wir fanden heraus, dass er im Krieg der Magier in der gorischen Wüste versuchte per Transversalis zu fliehen, und scheinbar diesen Dämon mit sich gezogen hatte, und da damals alle Sphären offen waren könnte es gut sein, dass jener einen Teil jeder Sphäre in sich aufgenommen hatte. Nun, die Übermacht des Gegeners veranlasste uns, schnellstens Hilfe zu holen. Ithildin ging nach Grangor, Alinde mit Samolosch nach Vinsalt, Fenduilas mit mir nach Kuslik und der Magier nach Bethana, Hjok mit Rochan in den Wald zu den Druiden.

Mit einer großen Zahl an Geweihten und Kämpfern konnten wir also dem Dämon vor Sewamund entgegentreten. Mit ausgeklügelter Taktik griffen wir den Dämon an um ihn zu schwächen, während die Magier einen Bann vorbereiteten. Kurzfristig fand man noch heraus, dass der alte Magier mit dem Dämon irgendwie verbunden sei und so mussten wir ihn mit einem Trick in die Nähe des Dämons bringen und schliesslich konnten sie sozusagen gemeinsam gebannt werden.

Ein großer und doch hart erkämpfter Sieg, den Rochan leider mit der Schnauze im Dreck miterleben musste, denn er hatte noch schnell die erstbeste Gelegenheit ergriffen, vor Beginn des Kampfes eine Rondrageweihte zu beleidigen und zu verzaubern, wonach er den Kampf unter Praios’ Obhut am schnell errichteten Pranger verbringen durfte – den er durch übermässiges Zappeln nach vorne umgeworfen hatte.
Jedenfalls, wir konnten ihn schließlich freibekommen, der Sieg hatte selbst die Praioten großzügig gestimmt und machten und bald nach einigen Feierlichkeiten auf Richtung Punin.

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43: Goldene Blüten auf blauem Grund

Zeit: PRAios, 27 Hal / 1020 BF
Autor / Herkunft:
Protokollant: Kendrik und..?

Nach einer ereignislosen Reise trafen wir am 2. Rahja, also einen Tag zu spät, in Punin ein. Das Fest der Freuden hatte natürlich bereits begonnen, es galt also, keine Zeit zu verlieren. Um es kurz zu machen, ich verbrachte die nächsten Tage in oder nahe beim Tempel meiner schönen Göttin und tat mein Bestes, ihr zu gefallen. Erschöpft, aber glücklich konnte ich schließlich am 8. Rahja aufbrechen, unsere Pferde und die fehlende Ausrüstung aus dem kleinen Ort zwei Tagesreisen nördlich Punins zu holen, wo wir sie vor langen Monaten zurückgelassen hatten. Baran war etwas dick geworden, doch ich war zuversichtlich, ihn in den nächsten Wochen wieder ordentlich trainieren zu können. Nun konnten wir auch die Kutsche, die uns der Seekönig dankenswerter Weise geliehen hatte, zurückschicken.

Noch bevor wir aus eigenem Antrieb die Weiterreise antreten konnten, erhielten wir Besuch einer Magierin, Adepta Alvina Vilburnien-Krassova, die uns in die Akademie nach Perricum einlud, um über die Geschehnisse um Borbarad zu berichten und zu beraten. Im Hinterkopf behielten wir immer noch den Termin mit dem Schwert der Schwerter, den es ebenfalls nachzukommen galt. Natürlich sagten wir zu, mindestens einen der Gezeichneten zu entsenden - aufgrund des knappen Termins fiel die Wahl auf Alinde, die per Luftdjinn nach Perricum vorausgeschickt wurde. Ithildin und und Rohan folgten auf dem Landwege.
Ich selbst konnte es mir nach so langer Zeit nicht nehmen lassen, in Gareth Halt zu machen. Einerseits wollte ich meinen Vater und meinen Bruder wiedersehen, andererseits war es eine perfekte Gelegenheit anlässlich des großen Turniers viele hohe Persönlichkeiten des Mittelreiches zu treffen und sie über die Bedrohung durch den Sphärenschänder aufzuklären. Gleichzeitig gelang es mir, Unstimmigkeiten innerhalb der KGIA über die Gezeichneten zu klären und auch ihnen wieder ausführlich Bericht zu erstatten. Ich habe außerdem das Säbelturnier gewonnen, doch ob der anstehenden Gefahren konnte ich mich diesmal nicht angemessen darüber freuen. Hjok hatte die Zeit mit einem Schamanen, den er auf dem Weg nach Gareth antraf, verbracht und irgendein Wolfsritual vollzogen, über das ich lieber nicht zu genau Bescheid wissen möchte.

Befreundete Magier halfen Hjok und mir, die verlorene Zeit aufzuholen und stellten uns einen Luftdschinn zur Verfügung, der uns nach Zorgan brachte, wo ich ebenfalls mein Bestes tat, auf die Gefährlichkeit des Bethaniers mit allem Nachdruck aufmerksam zu machen - leider blieb mir wieder nur sehr wenig Zeit für meine Familie, und wiederum gilt mein Dank den Magiern, die mir einige Tage Zeit für meine Frau und die meine Söhne schenkten, indem sie uns wiederum einen Djinn beschworen, der uns nach Shamahan bringen sollte. Langsam zahlt sich mein Status auch mal aus, selten genug kann ich das ausnutzen.

Meine Kameraden erfüllten indes die Termine in Perricum und berichteten dem Schwert der Schwerter sowie den Weißmagiern genauestens über alles was wir in Hinsicht Borbarad erfahren und erleben konnten.

   <hier fehlt der Bericht der Kameraden - Perricum bis Shamahan>

Hjok und ich haben die Gruppe in Shamahan wieder eingeholt. Wir erfuhren, dass die Kutsche mit den beiden Schergen Borbarads bereits vor 2 Tagen durchgekommen ist.
Durch Geistererscheinungen in der Nacht konnten wir erfahren, dass der örtliche Rondra-Tempel noch vor unserem ersten Aufenthalt in dieser Ortschaft von Xeraans Schergen zerstört wurde... zu spät um etwas dagegen zu tun.
Am 9. Praios erreicht uns am frühen Morgen eine schwer gezeichnete Amazone, scheinbar ist sie schon seit Tagen unterwegs. Sie berichtet, Löwenstein sei gefallen! Jetzt will sie nach Kurkum, um die dortigen Amazonen zu warnen. Ausserdem sei eine größere Anzahl Reiter hierher unterwegs, eventuell mit Unterstützung von Magiern.

Wir veranlassten sofort die Evakuierung Shamahans. Unterwegs zu Höhlen in den Bergen wurden wir von Ogern attackiert, doch versuchten wir eine friedliche Lösung. Sie erzählten, die Keule ihres Häuptlings wäre verschwunden und soll sich in der Stadt befinden. Sie liesen uns die Wahl zu kämpfen oder dafür zu sorgen dass sie zurückgegeben werde. Wir halfen also den Ogern bei der Wiederbeschaffung und wurden prompt bei Shamahan von einem guten Banner Reitern angegriffen. Und ja, sie hatten Magier dabei... Galotta selbst hatte die Keule bereits gefunden und versuchte, mit ihrer Hilfe die Oger gegen uns zu schicken, doch es gelang uns zumindets, diesen Zauber zu unterbrechen und die Keule zu retten. Galotta und einige seiner Männer konnten entkommen. Wir gaben die Keule zurück und machten uns selbst auf nach Kurkum.

Einige Ghule wollten uns auf dem Pass noch aufhalten, wir konnten sie schnell töten. Dann erreichten wir schließlich Kurkum, Yppolita empfing uns, ich retournierte Rashims Anderthalbhänder und sie verteilte nach einem kurzen Kriegsrat und eine Messe für Rondra sofort einige Aufträge. Wir machten uns auf, die gegnerische Armee auszuspionieren, wurden aber immer wieder von Dämonen gehindert, spezifische Informationen zu erhalten. Wir evakuierten danach vorsorglich die umliegenden Dörfer, wobei mir die Tochter eines Bürgermeisters eine sowohl TSA- als auch sehr RAHjagefällige Unterkunft anbot. Wir bildeten schnell einige Leute als Wache aus, so gut das in der kurzen Zeit möglich war und schon 2 Tage später traf der Heerwurm ein und bezog Stellung vor Kurkum.

Die ersten Angriffe auf die Mauern begannen, doch noch hielten wir tapfer stand. Leider gab es im Inneren Unruhen, als einer der Dorfbewohner versuchte, das Tor in Brand zu setzen. Wir vermuteten magischen Einfluß uns sperrten einige Verdächtige ein. Zusätzlich hörten wir zufällig eine alte Frau mit Ayla, der Schwertlöwin, über Verrat an Yppolita sprechen. Wir gingen der Sache nach und mussten herausfinden, dass die ehemalige Königin Ulissa plante, Yppolita zu stürzen. Die beiden konnten rechtzeitig verhaftet werden und vor Gericht gestellt. Yppolita lies sich nach langem Disput, auch mit Ayla, dazu durchringen, die Angeklagte Ulissa zu begnadigen. Gleichzeitig flohen die eingesperrten Verdächtigen, wir mussten herausfinden, dass eine junge Dame aus einem der Dörfer wohl eine Paktiererin war, sie fror magisch ihre Mitgefangenen ein und auch eine Amazone. Dann entkam sie mit einem fliegenden Fass aus Kurkum.

Kaum waren die Probleme im Inneren gelöst, begannen die Besatzer mit heftigeren Angriffen, wiederum mit starker Unterstützung von Dämonen. Schon die zweite Angriffswelle hätte schlimme Schäden verursacht, wären nicht grade rechtzeitig die Zwerge aus Lorgolosch eingetroffen! So konnten wir die drohende Niederlage noch einmal abwenden. Doch die Entscheidung fiel in der darauffolgenden Nacht. Ein gewaltiger Krieger mit einem eiskalten Zweihänder schlug sich beinahe alleine bis zum Tor durch und konnte es mit Hilfe von Dämonen und Untoten sprengen! N'Churr übernahm die Kontroll über mich und ich wir duellierten uns mit diesem Paktierer! Seine Niederlage konnte die unser aber nicht abwenden... Xeraan und ein Necromant, in den nach späterer Aufklärung ein 6gehörnter gefahren war, erweckten unzählige Untote und dieser Übermacht konnten wir nicht länger standhalten. An mehreren Stellen brachen sie in die Festung ein.

Hjok flog indes mit Yppolitas Pferd, das ihn wohl irgendwie dazu überredet hatte, davon. Die Untoten bedrängten uns heftig und nur mit Mühe konnten wir verhindern, komplett überrant zu werden. Yppolita stellte diesen Necromanten im Duell, es wäre ihre Bestimmung, sagte sie. Hjok erschien keine halbe Stunde später in Begleitung eines Kaiserdrachen, Smardur! Er war gekommen, sein Versprechen zu halten und dafür zu sorgen, dass Kurkum nicht in die Hand des Feindes fällt. Hätten wir nur geahnt, wie er das zu bewerkstelligen gedachte... denn nachdem er hunderte Untote verbrannt hatte, mussten wir zusehen, wie Yppolita unter dem Schwert des Necromanten fiel, doch auch er selbst verging zeitglich durch Yppolitas Klinge. Dieser Anblick war wohl zuviel für Smardur und er legte Kurkum in Schutt und Asche. Sein Feuer verbrannte Freund und Feind, Holz und Stein, zerstörte Mauern und Gebäude, einzig der Tempel der Rondra bot den wenigen Verbliebenen Schutz...

Auch am Tag darauf brannte es allerorts noch, die Handvoll Überlebender war schwerstens angeschlagen und alles was uns geblieben war, war die schmutzige Kleidung die wir trugen. Zu den Verlusten an Menschen kamen also auch einige wertvolle Artefakte und Ausrüstungsgegenstände, die uns im Kampf gegen die dunklen Mächte noch gute Dienste hätten leisten sollen, darunter auch unsere Pferde. Deprimiert und geschlagen machten wir uns, nachdem wir uns so gut es ging verbunden und verpflegt hatten, auf den Weg nach Beilunk, Ayla begann ihre Suche nach der neuen Königin Kurkums.

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44: Die letzte Schlacht des Wolfes

Zeit: RONdra - TSA, 27 Hal / 1020 BF
Autor / Herkunft:
Protokollant: Kendrik

Wieder in der Zivilisation

Mit den Überlebenden von Kurkum kamen wir nach langem Marsch am 13. Rondra erschöpft in Beilunk an. Wir konnten erkennen, dass sich die Heere bereits zur Schlacht bereitmachten, auch der Kriegshafen war randvoll mit Schiffen verschiedenster Bauart. Trotz unseres Zustandes war unser erster Weg in den Tempel der Rondra, wo wir über die Schlacht um Kurkum berichteten.
Die Geweihten halfen uns, unsere Kleidung und verbliebene Ausrüstung auf Vordermann zu bringen und uns selbst auch etwas zu regenerieren. Später half uns ein Oberst der Beilunker Reiter, Leon Ruharis, bei der Besorgung neuer Pferde, und ich schaffte es, Geld aufzutreiben um unsere Ausrüstung wieder auf erträglichen Stand zu bringen. Wir verschickten ausserdem eine größere Anzahl von Berichten und Briefen in alle Himmelsrichtungen um die Neuigkeiten schnell zu den wichtigsten Heerführern und Landesherren zu bringen.

Ayla hielt zur Mittagsstunde des 16. Rondra eine Messe, danach fand ein Kriegsrat statt. Brin von Rodenstein, Meister des Bundes, berichtet von Angriffen der Dämonenarchen auf eintreffende Schiffe, Kämpfe um Eslamsbrück und weiter Neuigkeiten über das Vorrücken der Borbaradianerheere. Ayla stellt sofort fest, dass sie entgegen Befehl der Marktgräfin Faldahorn mit den Rondrianern voraus nach Eslamsbrück gehen wird - wir sind dabei, 30 Kampfmagier begleiten uns zudem noch, auf ging es Richtung Warunk. Wir trafen bald auf ein Heer von 400 Reitern und Infantristen unter der Führung von Herzogin Walpurga, Dietrad von Ehrenstein und Walmir von Styringen, das wir in das Heerlager bei Warunk begleiteten. Dort erfuhren wir auf dem Kriegsrat nochmal die neuesten Bewegungen des Feindes.

Am 26. Rondra trafen wir schließlich in Eslamsbrück ein, Walpurga hielt eine Heeresansprache, nachdem wir die Taktik für die Verteidigung der Brücke besprochen hatten, um die Leute zu motivieren, was angesichts der schlechten Wetterlage und der Berichte über die gegnerischen Heere nicht grade leicht war. Abend traf das feindliche Heer auch schon ein und wir wurden unter Parlamentärsflagge zu einem Treffen geladen, doch dort von einem Shruuf attackiert! Eine Feigheit die wir trotz allem was wir über den Feind wußten, nicht vermuten wollten - ein Fehler, der uns auch kein zweites Mal passieren würde.

Schlacht bei Eslamsbrück

Dann ging die Schlacht richtig los, fliegende Karakils warfen Hylailer Feuer auf unsere Truppen, Shruufs und Zants verstärkten die Truppen des Feindes und als wir uns trotz allem schon weit auf der Gewinnerseite befanden, marschierten 3 Necromanten auf.... geschützt von Dämonen und Rotzenfeuer erweckten sie unzählige Tote zu unheiligem Leben und dieser neuerlichen Übermachte hatten wir trotz überlegener Strategie nichts mehr entgegenzusetzen. Wir waren gezwungen uns zurückzuziehen, um uns gute 2000 Schritt im Hinterland neu zu formieren. Bei diesem Rückzug konnte ich sehen, wie Ingolf Notmarker Dietrad von Ehrenstein mit einem schwarz glühenden Schwert niedestreckte. Der Blick in Dietrads Augen war unbeschreiblich, nie hätte ich geahnt, dass ein Gesicht so viel Schmerz und Verzweiflung ausdrücken kann! N'Churr und ich waren diesmal einer Meinung, dieser Tod musste gesühnt werden! Ich stellte Notmarker und konnte ihn nach einigen harten Schlagen in die Knie zwingen. Leider fiel zeitgleich Herzogin Walpurga im Kampf gegen Lurtisana von Perricum, die ich im Gewühl der Schlacht nicht mehr erreichen konnte.

Der Herzog kommandierte mich leider aus der Schlacht ab, ich sollte mit meinen Begleitern sicherstellen, dass sie Kunde über die Schlacht bei Eslamsbrück so schnell wie möglich nach Ysillia gebracht wird, damit die Führer unserer Heere weiter informiert werden können und die Stadt vor dem bevorstehenden Angriff der schwarzen Armee gewarnt ist. Ich mußte widerwillig annehmen, die Wichtigkeit der Mission war mir wohl bewusst, doch hätte ich lieber dafür gesorgt, dass das Heer des Gegners weiter dezimiert wird.
Am 7. Efferd trafen wir dann in Ysillia ein, eine Menge an Flüchtlingen und auch viele Heeresteile lagerten dort bereits, auch Ayla von Schattengrund und andere hohe Würdenträger waren bereits anwesend, als wir unsere schleche Kunde überbringen mußten.

Ysillia, der Streit um den Herzogstitel

Beim Kronrat, der abends abgehalten wurde, kam es zu Streitigkeiten über die Nachfolge des Herzogs Ehrenstein, denn ein gewisser Arngrim beanspruchte ebenfalls den Thron für sich, er war allerdings Anhänger Borbarads. Arngrim lies uns sogar eine Botschaft zukommen, in der er jedem mit dem Tod drohte, der nicht für ihn stimmen würde und mit der Vernichtung Tobriens. Schließlich konnten wir mit vereinten Kräften bewirken, dass doch Bernfried zum neuen Herzog ernannt wird, doch war es wohl nötig, die verschwundenen "Hauer" wiederzubeschaffen, die Insignien des Herzogs sozusagen, die wohl dieser Arngrim in seinen Besitz bringen konnte. Natürlich wurden wir, die Gruppe der Gezeichneten, mit der Wiederbeschaffung beautragt.
Dazu müssten wir nach Mendena, mitten durch die besetzten Gebiete. Wir wurden über pervertierte Flora und Fauna aufgeklärt, die uns nicht schrecken dürfte sowie die letzten bekannten Aktivitäten der Feinde. Weiters wurde berichtet, dass Dietrad in Mendena als Untoter gefangen gehalten wird, und es galt auch, seinem Leiden ein Ende zu setzen. Dazu sollten wir uns erst an die Boronis in Eslamsbrück wenden und sptäer an eine Rebellengruppe, die sich Nahe Mendena befinden soll.

Leider wurden wir auf dem Weg nach Eslamsbrück nochmal in Bedrängnis gebracht, denn eine Gruppe Nebelwölfe umstellte uns, die Situation schien bedrohlich. Der Leitwolf verwandelte sich in Baron von Nebelung, der sich schon auf dem Kronrat gegen Bernfried ausgesprochen hatte.. doch bevor er seine Drohungen fertig ausgesprochen hatte, wurden die Nebelwölfe allesamt von einem riesigen, weißen Wolf mit glühenden Augen verjagt und wir konnten unbehelligt weiterreisen.

Eslamsbrück, am 10. Efferd. Die Brücke war beinahe vollständig überschwemmt, eine schwere Passage stand uns bevor. Noch dazu erschienen 2 lebende Wasserleichen, die wir erst töten mussten und dann auch noch der 8-gehörnte Vhacacheor, unsere Zuversicht sank gewaltig - zu intensiv waren die Erinnerungen an Maraskan, wo wir bereits die Kraft dieses Dämons zu spüren bekamen! Doch die 12 waren mit uns, zwei Draconier Magier auf der anderen Flusseite lenkten ihn mit Elementarzaubern ab, bis wir schließlich sicher das andere Ufer erreichen konnten.

Kurz, sie waren da um die Pervertierungen des Landes zu beobachten und wollten uns bis Nahe Mendena begleiten. Wir holten von den Boronis in Eslamsbrück ein starkes Artefakt, Palanaes Licht, mit dessen Hilfe wir Dietrad erlösen könnten, und liesen uns letzte Hinweise über das bestmögliche Vorgehen geben.

Befreiung Dietrads und Rückholen der "Hauer"

Schließlich brachen wir auf, getarnt mit Borabaradianer-Wappenröcken, durch wirklich stark pervertiertes Land bis wir Nahe Mendena auf einen Trupp halbtoter Soldaten trafen, die angeblich von Druiden angegriffen worden waren. Wir vermuteten schon, im Gebiet der gesuchten Rebellen gelandet zu sein und hofften, dass sie uns nicht vorschnell töten würden, doch der Anführer, Baron Dunkelstein, war schlau genug und so fanden wir uns am Abend des 20. Efferd im Lager seiner Truppe wieder, wo wir das weitere Vorgehen besprachen.

Dunkelstein wollte unbedingt mit, er wusste von einem Geheimgang in die Burg, was uns erlaubte, die Stadt mit all den lagernden Soldaten und Wachdämonen zu umgehen - ein äußerst wertvoller Beitrag für unsere Mission! Wir schlichen uns also so in die Burg ein, getarnt mit Gewändern von Bediensteten und schafften es so auch, einen groben Überblick über die Räumlichkeiten der Burg und den vermutlichen Aufenthaltsort der wichtigsten Personen zu erhalten. Auch die Kammer Dietrads konnten wir lokalisieren. Schließlich mußten wir warten bis nach einer größeren Veranstaltung im Thronsaal Borbarads Jagdmeisterin auftauchte, die Arngrim berichtete, doch wir konnten nur wenige Bruchstücke mithören. Wichtig für uns war, dass sie beauftragt war, mit der Jagd auf die Gezeichneten zu beginnen.

Der "Herzog" zog sich eilig mit seinen Leuten zu Beratungen zurück, der Thronsaal war beinahe leer, nur Dietrad, 2 Wachen und einige Bedienstete blieben zurück - diese Gelegenheit mussten wir nutzen! Mit Hilfe Palanaes Licht erlösten wir Dietrad, ich konnte eine der Wachen töten und Dunkelstein lenkte den Rest ab, während Rochan die Hauer vom Podest neben dem Thron stahl und Dunkelstein uns schließlich befahl, zu fliehen. Glücklicherweise holte er uns in dem Geheimtunnel wieder ein und wir ritten so schnell es ging zurück zu seinem Lager. Der Rückweg nach Ysillia war beschwerlich, oft trafen wir auf Feinde, Ruhe fanden wir so gut wie keine, doch gelang die Mission und wir konnten die "Hauer" am 1. Travia erstmal hinter den Mauern von Eslamsbrück in Sicherheit wägen, wo wir auch das wertvolle Artefakt an die Boronis zurückgaben.

Ein neuer Auftrag - der Heilige

Wir ritten bald weiter nach Viereichen, wo sich das Heer mit allen hohen Persönlichkeiten schon auf die nächste Schlacht vorbereitete. Bernfried konnte als echter Herzog bestätig werden, die "Hauer" verworfen jeden Zweifel. Wir berichteten kurz was uns wiederfahren war und schon hatte der Herzog einen neuen Auftrag für uns parat - und wieder wurde ich dadurch der Teilnahme an der Schlacht beraubt.
Wir waren ausersehen, eine Gruppe Boronis zu begleiten, die das Grab des Heiligen Yarlak beschützen wollten, denn es wurde eine Schändung befürchtet, anlässlich des 450. Todestages des Heiligen, aus dessen Händen die "Hauer" stammen sollen - natürlich nicht nur für die Moral der Truppen ein wichtiger Auftrag!
Also machten wir uns durch den Wald auf den Weg, die Grabstätte zu suchen, deren Position nicht exakt bekannt war. Wenigstens konnten wir auf dem Weg dahin eine feindliche Stellung mit einigen Katapulten und Onagern zerstören, dazu eine Anzahl von Untoten, die von den Boronis schnell niedergemäht wurden, ein kleiner Trost dafür, keine Truppen in die Schlacht führen zu dürfen.

Am Grab des Heiligen Yalak erwartete uns bereits die Jägerin Borbarads, auf einem Karakil reitend und ein durchaus harter Kampf zwischen ihr und unserer Gruppe begann, während die Boronis einige weitere Gegner niedermachten. Kurz bevor wir den Karakil töten konnten tauchte wieder dieser große, weiße Wolf auf und attackierte ihn, Karakil und Jägerin unterlagen schließlich. Noch bevor wir uns Aufklärung verschaffen konnten, umstellten uns gut 20 Söldner und ein weiterer Kampf schien sich anzubahnen.

Doch plötzlich begann der Wolf zu gleisen und ein Schneesturm entstand, der uns einhüllte und von allen Feinden abschnitt. Der Wolf deutete uns, ihm zu folgen und so geleitete er uns durch die Schlachtfelder zurück zum Herzog, scheinbar unbeachtet von allen Beteiligten Kämpfern. Dort angekommen mussten wir mit Schrecken feststellen, dass der angreifende Arngrim, bereits neben dem toten Bernfried stehen, die Kapitulation der kaiserlichen Truppen aushandelte! Wieder Mal ein weiterer, schwerer Schlag für uns...

Doch dann verwandelte sich der große Wolf und ein grauer, gütiger Mann stand vor uns, schon fielen viele ehrfurchtsvoll auf die Knie - es war der Heilige Yalak selbst! Er beugte sich über Bernfried, nahm die "Hauer" an sich und hielt sie über den Leichnam. Die Hauer zerflossen und zwei Tropfen fielen hinab auf Bernfried, die ihn davor bewahrten, in Borons Reich überzutreten. Bernfried lebte!
Yalak wandte sich an Arngrim und drohte ihm, die wilde Jagd auf ihn zu hetzen, sollte er seine Taten nicht einstellen. Daraufhin schwoll der Schneesturm an und Arngrim musste mitsamt seinen Mannen fliehen. Noch während sich Bernfried erhob, ging Yalak einfach davon.

Druidensteine

Unser Heer zog sich also am 12. Travia gesammelt nach Ysillia zurück, wo sich der alte Firnbart, ein Diener Sumus, mit uns in Verbindung setzte. Er erzählte von magischen Steinkreisen, die die Druiden des Landes errichten. Diese Kreise haben alle einen zentralen Stein, der die Magie leitet. Diese Steine wären in Gefahr, denn es sei wohl Ziel Borbarads, diese Steine an sich zu nehmen und für seine schändliche Magie zu missbrauchen. Firnbart überzeugte uns, dass es von allergrößter Wichtigkeit sei, diese Steine vor dem Zugriff des Sphärenschänders zu bewahren.

Wir bargen recht einfach einige der Steine, gelegentlich trafen wir auf einige Soldaten Borbarads, die wir aber leicht besiegen konnten. Leider konnten wir nicht alle Druiden davon überzeugen, sich in Sicherheit zu bringen, aber diese Entscheidung konnten wir ihnen nicht abnehmen. Als es aber darum ging, einen besonders großen Stein zu bergen, mussten wir Erschreckendes feststellen! Galotta selbst führte eine beträchtliche Anzahl von Magiern und Soldaten an, die mit Unterstützung einiger Dämonen nahe des großen Druidenkreis "Saptahengon", aus Obsidiansteinen gefertigt, bereits ein Lager aufgebaut hatten. Es schien eine Art Ritual in Vorbereitung zu sein!

Wir eilten uns, Bericht zu erstatten! Xendra, eine junge Druidin, berichtet, sie hätte Sumus Kelch, wohl ein wichtiges Artefakt, nicht mehr in Grangor angefunden, was die versammelten 70 Druiden sichtlich beunruhigte. Sie fingen sofort an, ein Ritual durchzuführen, dass die Vorgänge Galottas stören sollte. Sie waren der Meinung, jener versuche, das so genannte "Omegatherion" zu beschwören, für genauere Informationen war zu dieser Zeit keine Zeit. Wir hielten Nachtwache, doch das war letztlich sogar überflüssig, denn die folgenden Vorgänge hätte jeder sofort gehört:

Ein Sturm zog auf, gewaltige Winde rissen an der Insel der Druiden und die Erde begann zu beben, als eine sechsbeinige, widderköpfige Schlange über das Wasser gewandert kam, begleitet von einigen Karakils und Salamander-artigen Dämonen! Die Insel bebte stark und lange Risse zogen sich durch den Boden, die schon die ersten Druiden verschlangen, weiter wurden sofort von den Dämonen angegriffen und zerfetzt. Nur mit Mühe fanden die Druiden in eine Ordnung zurück, doch waren sie schon stark dezimiert und der Kampf schien fast aussichtslos. Auch wir kämpften mit dem Mute der Verzweiflung, und erst als ich den Anführer der mitgekommenen Soldaten erledigen konnte, zogen sich die Feinde zurück.
Die Insel war verheert, bis auf 5 Druiden waren alle gefallen und auch wir waren schwerst angeschlagen.

Kampf um Ysillia

Dezimiert und deprimiert kehrten wir in der Nacht dieses denkwürdigen 23. Travia zurück nach Ysillia.
Wir hatten endlich mal Zeit, ordentlich zu regenerieren und uns zu erholen, erst am 16. Boron wurden wir bei der Heerschau Brins in Braske erwartet. Dort würden wieder einige hohe Tiere zusammentreffen und diesmal hoffentlich eine klügere Entscheidung treffen, was die Verteilung der Kampfkräfte des Mittelreichs angeht... denn die letzten führten trotz meiner eindringlichen Warnungen allesamt zu katastrophalen Niederlagen.

Nun, die Heerschau war eher unspektakulär, das Wichtigste daran war wohl das Eintreffen von 700 Horasiern, die sich, allerdings nur unter direktem Befehl des Prinzen Brin, dem Kampf für das Mittelreich anschlossen. Ein wichtiger Schritt in Richtung Frieden mit dem Horas war getan! Wir tauschten Neuigkeiten und ich versuchte nochmal, alle Anwesenden von der Kampfkraft des Gegners zu überzeugen, doch stand zu befürchten, dass Brin und Das Schwert der Schwerter den Feind auch diesmal wieder unterschätzen würden.
Wir wurden zur nächsten Stabsbesprechung geladen, die im Tsa stattfinden sollte, bis dahin hielt ich mich in Zorgan auf, wo ich die Zeit nutzte, endlich wieder mal meine Familie zu besuchen. Ein kleiner Lichtblick in diesen dunklen Zeiten...

10. Tsa, der Tag der neuerlichen Besprechnung war gekommen, wir erneuerten Informationen und Berichte über Aktivitäten des Feindes. Abends brach Bernfried zusammen und hatte eine Vision vom Untergang Ysillias, doch wären wir an seiner Seite gestanden, er war also trotzdem guten Mutes, die Sache zu überstehen. Seinen Mut konnte ich noch nicht teilen, aber ich lies die Dinge diesmal einfach auf mich zukommen. Späher brachten Kunde vom Vorrücken des Feindes Richtung Ebelried, in den Norden.
Natürlich wurden die Führer, Brin und das Schwert der Schwerter vor allem, sofort informiert und beschlossen, wieder gegen meine Einwände, den Großteil des Heeres zu verlegen, um sich dem Feind noch vor Ebelried entgegenzustellen.

12 Banner blieben in Ysillia, der Herzog bat uns, ebenfalls hier zu bleiben, was wir schwer ablehnen konnten - trotz aller Vorwarnungen. Das Heer rückte ab und, wie erwartet, dauerte es nicht lange, bis uns Berichte von einem auf Ysillia vorrückendem Heer von etwa 5 Bannern erreichten. Das allein klang nicht schlimm, doch wussten wir bereits, dass die dämonische Unterstützung die Kampfkraft des Gegners leicht vervielfachen kann. Und auch die nächsten Schläge liesen nicht lange auf sich warten. Zuerst kam ein zerlumpfte Mann ans Tor, der sich als der tot geglaubte Baron von Südwall herausstellte. Er berichtete, Haffax führe das Belagerungsheer und erwarte unsere Kapitulation. Rochan hatte nur kurz darauf eine Vision, Schiffe würden uns angreifen, woraufhin wir den Yslisee beobachteten.

Und damit fing die Schlacht an! Dämonenarchen tauchten auf und attackierten die Mauern der Stadt, während die Geschütze Haffax' ihren Beschuss aufnahmen. Die Archen schlugen eine Bresche und entluden über 100 Humerier auf die Mauern, während die zu Lande anstürmenden Truppen die Stadttore attackierten. Wir mussten also auf 2 Fronten kämpfen, die Unterstützung mehrerer Dämonen tat ihr Übriges dazu, den Untergang der Stadt zu besiegeln. Ein weiteres Mal standen wir auf verlorenem Posten, ein weiteres Mal war die Kampfkraft der eigenen Truppen gegen meinen dringlichen Rat freiwillig geschwächt worden. Wir mussten uns auf den Yslistein in die Akademie zurückziehen, deren Mauern wir für dem Moment noch halten konnten.

Doch nicht lange, es war bereits abzusehen.. schon am nächsten Tag sahen wir Haffax selbst mit 13 Templern als Leibgarde durch die Stadt ziehen, wohl die nächsten Aktionen vorbereitend. Doch es kam Galotta, der mit einigen Leuten den Kamp um die Akademie, der den ganzen Tag dauern sollte. Schließlich sandten die Magier Schattenwesen über die Mauern, denen wir nichts entgegenzuhalten wußten. Viele verfielen der Raserei und dem Wahnsinn, Chaos brach aus, die Angreifer hatten leichtes Spiel und viele ließen ihr Leben. Wieder einmal blieb uns nur die Flucht. Bernfried befahl, das Banner Tobriens zu schützen und ihn nach Ebelried zu geleiten - eine weitere, bittere Niederlage war besiegelt, zum Datum des 17. Tsa im Jahre 27 Hal fiel Ysillia in die Hände des Feindes.

Wir schafften es wirklich bis Ebelried, wo das Heer Brins bereits lagerte - sie waren auf die Täuschung Haffax' hereingefallen, nur wenige Banner an Feinden fanden sie vor, ein viel zu leichtes Fressen für das große Heer der Unseren - Bernfried und auch ich konnten uns diesmal nur schwer zurückhalten, den Prinzen und andere Entscheidungsträger nicht über Gebühr zu kritisieren, wir machten unserem Ärger deutlich Luft und mehr als einmal war ich knapp an einer direkten Beleidigung vorbeigeschrammt.
Doch kann ich einfach nicht verstehen, dass selbst nach diesen schweren Niederlagen die Einsicht über die Gefährlichkeit der gegenerischen Heere am Prinzen und zu vielen weiteren Persönlichkeiten vorbeizugehen scheint...

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45: Rohals Versprechen, Teil 1

Zeit: TSA - INGerimm, 27 Hal / 1020 BF
Autor / Herkunft:
Protokollant: Hjok, Kendrik

Ich schließe hier also an an den Bericht meines Kameraden Hjok, zum Zeitpunkt des Beginns des außerordentlichen Konvents im Pentragrammaton in Punin.

Ich werde mich kurz halten müssen, zu viele Ereignisse, Gespräche und Bekanntschaften würden Stoff für etliche weitere Seiten an Bericht geben. Das Konvent hat zunächst mal alle Zeichen genauer analysiert und wir konnten durchaus einiges erfahren, was den jeweiligen Trägern noch nicht bekannt war, allein deshalb hat sich auch für uns selbst der Konvent bereits gelohnt.

Im Folgenden möchte ich einige der interessanteren Ereignisse des Konvents zusammenfassen:
Schon bei der Ankunft gab es Probleme, denn es hies, der 1. Gezeichnete wäre bereits eingetroffen, doch wir konnten das klären. Später wurde der 4. Gezeichnete eines Mordes an einem Magus beschuldigt, doch auch hier konnten wir schnell klären - es muss also ein Gestaltwandler unterwegs sein, der uns gezielt in Schwierigkeiten bringen will. Wir kamen bald dahinter, dass er den getöteten Magi, gesamt starben 4 an unnatürlichen Ursachen, Splitter aus Onyx gestohlen hatte. Diese Splitter, so vermuteten wir, waren Teil des Stein des Weisen, Rohals Artefakt, das dazu dienen soll, ihn wiederzuholen. Die Magier des Konvents versuchten gleichzeitig, alle Teile dafür aufzutreiben, um es zweckdienlich zu verwenden.

Tarlesin berichtete von einem Djinn der Magie, einem Sphärenschlüssel, der als 7. Element sich gegen Borbarad stemmen soll. Noch ist unklar, wie das zu unserem Vorteil zu nutzen ist.

Nandus- , Hesinde- und Phex-Kirche luden uns zu einer Besprechenung, es galt festzustellen, ob Borbarad aus den Kirchen der 12 gebannt werden soll. Wir schafften es schließlich, die Nandus-Kirche zu überzeugen, dass ein Bann durchaus gerechtfertigt wäre. Schließlich wurde er auch tatsächlich ausgeführt und Borbarad hatte somit seinen Status als Halbgott und Alveranier verloren.

Wir besprachen die Ereignisse um Altaia und die Blutige See, die Dämonenarchen und den Fall bedeutender Städte, die Problematik der Borbarad-Kulte in Tobrien und die späteren Folgen für nachfolgende Generationen, einige Artefakte des Bethaniers und Bastrabuns Bann als Waffe gegen ihn.

Wichtig war auch die Besprechung der Ereignisse in Grangor, die, so die Meinung der Experten, mit dem Wiedererscheinen Borbarads in Zusammenhang stehen sollen. Dass damals Rahja mit Satinav einen Deal gemacht hatte, der uns erlaubte, uns 24 Stunden lang in "gefrorener" Zeit zu bewegen um die Stadt zu retten und sie dafür ein "großes Opfer" bringen musste, war Anlass genug, zu glauben dass hier irgendwie die gestohlene Zeit Borbarads von Satinav kompensiert worden sei. Wir beschlossen also, nach dem Konvent dort hin zu reisen, um dieser Sache nachzugehen.

Wir konnten zeitgleich auch den Morden an den Magiern nachgehen und fanden letztlich einen Paktierer, der hier den Unfrieden gestiftet hatte, sowie einige Onyx-Splitter und Anweisungen von Azaril Scharlachkraut, die der Paktierer erhalten hatte. Den Anschlag auf Rohezal konnten wir nicht verhindern und leider entkam auch noch der Paktierer mit Hilfe einiger Dämonen, die uns zuviel Zeit kosteten...

Der Vorteil daran war, wir konnten beginnen, Rohals Stein des Weisen zusammen zu setzen. Mit Hilfe von Samolosch gelang das auch und die Magier versuchten dann, ihn in Betrieb zu nehmen. Ein schwer beeindruckendes Spektakel begann, blaue Blitze hüllten die versammelten Konventsteilnehmer ein, ein 12-seitiger Würfel umhüllte die Spektabilitäten, die den Stein in Gang setzten und wunderbare Klänge erreichten die Ohren der Zuseher. Der Wüfel zeigte die 6 Knotenpunkte der Elementaren Mächte und irgendwann war das Spektakel zu Ende. Man diskutierte darüber, an welchem Punkt Rohal auftauchen werde, doch die Rückkehr schien jedenfalls gesichter zu sein.

Rohezal lud uns danach ein, mit ihm zu seinem Turm, dem Punkt des Elementes Luft, zu kommen, denn er schien überzeugt zu sein, Rohal werde sich dort manifestieren. Gerne nahmen wir an und nach einem unangenehmen Bekanntmachen mit Faldegorn (auch Kendrik blieb nicht verschont) flogen wir auf seinem Rücken davon Richtung Kosch. Ein absolut beeindruckendes Erlebnis, das sich wohl jedem tief in die Erinnerung eingebrannt hat.

Nach einem Aufblühen der Natur um Rohezals Turm, dem Erscheinen vieler Mindergeister und Luftwesen stand er schließlich vor uns, und wir hatten das Gefühl, in seit dem ersten Tag unseres Lebens zu kennen: Rohal, der Weise, Bruder des Borbarad, Sohn des Nandus ist erschienen!

Er erklärte, die Rückkehr wäre unvermeidlich gewesen. Er könne Borbarad nur mit der Kraft bekämpfen, mit der er auch gegen ihn selbst vorging. Es wäre Zeit für das letzte Aufeinandertreffen. Er meinte auch, Borbarad hätte immer verloren, obwohl er ihn, Rohal, immer wieder überraschte, doch letztlich hätte die Welt Borbarad jedesmal überrascht. So würde es auch diesmal sein, und schließlich schwor er:
"Ich kann Euch versprechen: Borbarad wird fallen."

Diese Worte gefielen uns natürlich, doch waren wir noch sehr unsicher, wie das vonstatten gehen sollte. Rohal meinte noch, er müsse vorausgehen. Vorausgehen? An einen Ort, der es möglich mache, dass auch Borbarad an den Platz gehen kann, der ihm zugedacht sei. Wir aber sollten Borbarads Zeit finden. Borbarad wäre mit den gestohlenen 500 Jahren wieder im Gleichgewicht, doch Satinav und die Welt seien es nicht. Daher wäre es sehr wichtig, diese Zeit zu finden, nur so sei es möglch, Borbarad zu besiegen. Rohals Auftrag war also eindeutig: "Findet Borbarads Zeit - und schützt sie und Eure Gemeinschaft, indem ihr sie anleitet, sich selbst zu erkennen."
Dann übergab er Rochen, dem Seher, seine Kappe - die Rohalskappe, das 5. der 7 Zeichen!

Und das war es dann auch schon mit den guten Nachrichten... denn nur Minuten später wanderte Rohals Blick in den Himmel und er meinte: "Ich dachte nicht, dass er so schnell...." und schon brach das Chaos aus, ein dunkles Wabern erfüllte den Himmel, schwarze Wolken zogen rasend schnell auf, rote Blitze schossen in den Boden und durch mehrere Risse stiegen Dämonen herab, Schwefelgeruch begleitete sie und nahm uns den Atem. Dann stand er da, Borbarad selbst war gekommen! Um seinen Kopf schwebte wie ein schwarzer Schatten die 7strahlige Dämonenkrone!

Die Zwillinge fingen sofort an, zu disputieren und bald erfüllten magische Entladungen das Gelände, Stürme rissen an uns und Rohezal sank verzweifelt auf die Knie. "Er trägt die Dämonenkrone.. wer soll ihn jetzt noch aufhalten...." waren seine letzten Worte, dann versank er in Lethargie. Borbarad und Rohal begannen einen Kampf, der gewaltige Energien frei werden lies. Faldegorn wurde weggeschleudert und Rohezal war verschwunden. Dann sahen wir Borbarad, der mit seinem Bruder in einer magischen Kugel schwebte, und Borbarad sprach: "Rohal, sei nicht mehr!" Rohal verschwand in einem Kreisel aus Magie und die plötzliche Stille traf uns wie ein Hammerschlag.

Borbarad stand alleine da und mit einem Fingerzeig holte er sich einige besondere Zants herbei, und befahl: "Holt mir die Kappe!" Nach einem schweren Kampf versuchte ich, ihn zu stellen, doch er verschwindet einfach und lässt uns spielerisch einfach abblitzen.

Nach langem Ruhen über Nacht und den halben folgenden Tag fliegen wir mit Faldegorn zurück nach Punin, wo Rohezal ausführlich Bericht erstattet. Die Teilnehmer des Konvents waren entsprechend erschüttert...
Wir allerdings konnten nicht viel Zeit verlieren, machten uns auf nach Grangor. Einige Luft-Djinne sollten uns dabei helfen, und auch Fenduilas sagte zu, uns zu begleiten. Ich war erfreut, dass auch Delilah diesen Weg nehmen wollte, so könnte ich wohl noch einige Zeit mit ihr verbringen.

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46: Die Rückkehr zum Schwarzen Keiler

Zeit: INGerimm, 27 Hal / 1020 BF
Autor / Herkunft:
Protokollant: Samolosch

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47: Rohals Versprechen, Teil 2

Zeit: INGerimm, 27 Hal / 1020 BF bis PRAios, 28 Hal / 1021 BF
Autor / Herkunft:
Protokollant: Rochan

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48: Winternacht

Zeit: PRAios, 28 Hal / 1021 BF
Autor / Herkunft:
Protokollant: Hjok

Bericht meiner Geister-Queste.
Die Erinnerungen sind verschwommen und doch kann ich noch berichten. Zur Sommersonnenwende traf mein Schamane in der Magieakademie Drakonia ein. Wir nutzten diese Begebenheit, um ein mächtiges Ritual für eine Visionsqueste zu starten. Kendrik, Samolosch, Ithildin, Rohan und Sindara nahmen an der Queste teil und wir teilten gemeinsam die Erfahrungen der Geisterwelt. Der Übergang geschah langsamer als sonst, doch er war auch besonders mächtig. Wir befanden uns in einer Winterlandschaft und kurze Zeit später trafen wir auf ein Dorf. Ein verzweifelter Bauer bat uns um Hilfe, ein Werwolf treibe sich an seinem Hof herum.

Der Werwolf erwies sich als Nivese, mit dem es mir gelang zu sprechen, der Bauer aber war mißtrauisch geworden, denn er hatte mich wohl beobachtet, wie ich selbst in meiner Halbwolfsgestalt nach dem Werwolf suchte. Wahrscheinlich hielt er mich auch für ein solches Wesen. Der Nivese sprach mit mir und erklärte, sein Volk benötigte unbedingt Hilfe, die wir ihm auch zusagten. Wir machten uns auf die Reise und fanden ein Nivensenlager, die Bewohner hießen uns herzlich willkommen. Während einer Sitzung in einer Schwitzhütte mit den Stammesältesten ergab sich unsere Aufgabe - allen Völkern des Nordens stehe eine große Gefahr bevor, und wir sollten als Kundschschafter auf der Reise in den Norden vorausgehen.

Unser Weg führte uns geradewegs nach Norden, als wir auf einige Soldaten der "Warzensau", dem Grafen von Notmark, trafen, welche einige Norbarden pisakten, was wir sofort beendeten, nur war ich zu übermütig und beschloss, die Soldaten mit den bloßen Fäusten anzugreifen Diese Übermut wurde mir sofort zurückgezahlt, doch danach tötete ich meine Gegner mit der Axt. Auch die Norbarden beschlossen, uns zu begleiten. Wir stießen auf ein zerstörtes Dorf, die Überlebenden berichteten, sie seien von Söldnern Gloranas angegriffen worden, die alle die waffenfähig waren, entführt hatten. Der Weg führte uns weiter nach Norden und mit jedem Schritt wurde die Kälte erbarmungsloser, selbst für mich war sie nur noch mit der Winterkleidung der Nivesen auszuhalten. Doch für Kendrik wurde es zu kalt, die Nachteile des 3. Zeichens schlugen an, er musste umkehren, wollte er nicht im nicht im ewigen Eis sterben.

Längst hatten wir die Spuren der Wagen verloren, doch marschierten wir weiter. Danach reißen die Erinnerungen ab und beginnen sprunghaft zu werden, ein Teil mag wohl im Geisterreich geblieben sein. Wir reisten weiter, kamen durch ein gefrorenes Tal, doch die Wände waren nicht aus Stein, sondern es waren gefrorene Leichen, unter ihnen konnte ich einige Nivesen aus der Sippe erkennen, für die wir unterwegs waren, wie konnten sie vor uns hier her kommen? Danach habe ich geglaubt, Somolosch wolle mich verraten, oder auch die Leichen der Nivesen schänden, ich habe ihn getötet. Weiter folgte ich dem Pfad, doch ich traf wieder die Sippe, für die wir kundschafteten, danach weiß ich nur noch von einem Kampf gegen unzählige Werwölfe, der Stamm hatte sich vollzählig in Werwölfe verwandelt, und sie hatten mich zerfetzt. Die Queste war gescheitert, ich hatte versagt, der Preis war wohl das Fehlen von Erinnerung.

Was bleibt ist dieses wenige Wissen und der Schale Geschmack des Versagens wie auch das elende Wissen, dass ich begonnen hatte, die Nivesen zu mögen, ich aber die Schuld dafür trage, dass die gesamte Sippe zu verfluchten Dienen der Calyach an Mochula geworden sind.

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48: Das steinerne Schiff

Zeit: PRAios, 28 Hal / 1021 BF
Autor / Herkunft:
Protokollant: G3, Kendrik

Es war also immer noch der 7. Praios, in Draconia. Wir besprachen uns nochmal mit Hjok's Schamanen, der meinte, man könnte das Ritual durchaus wiederholen, wenn wir uns noch Mal mit Hjok auf die Reise machen wollen. Wir stimmten zu und nach einer kurzen Ruhepause trafen wir uns wieder an demselben Platz und das Ritual begann von neuem.
Wir tauchten in einen Nebel ein, der erfüllt war von einem Summen, dessen Herkunft für uns nicht zu ergründen war. Langsam tauchten aus dem Nebel riesenhafte Schatten auf, erst vor uns, dann rund um uns, in einem Kreis. Trolle! Sie stehen still um uns herum, wobei einer von ihnen vor sich hin summte. Er trug eine Schale mit Glut zu uns herüber und malte jedem einen Strich mit Lehm ins Gesicht. Dann breitete er ein Fell aus und deutete uns, uns zu setzen.

Er sprach gebrochenes Garethi und konnte uns erklären, wir wären auserwählt, für sie eine Aufgabe zu erfüllen. In zwei Wochen wäre ein Troll-Thing, auf dem eine sehr wichtige Entscheidung zu fällen wäre. Ein weißer Berg nahe Perricum soll eventuell übergeben werden - nach langem hin und her erkennen wir, dass er an Borbarad gehen soll! Doch gut die Hälfte der Trolle will das nicht, auch wir erzählen ihnen über Schändungen der Elemente, die diese Entscheidung bestärken sollten. Doch es gab Trolle, die sich nicht überzeugen lassen wollen, so war es wichtig, einen der wohl einflussreicheren Trolle zu finden, Baksch, der in diesem Thing 3 Stimmen habe - 3 Stimmen, die die Entscheidung zugunsten derer kippen soll, die den Berg behalten wollen. Und es eilt, daher hat er uns mit einem Zauber belegt, der garanieren soll, dass wir auch rechtzeitig wieder da wären - oder umkämen.

Also verloren wir keine Zeit, wir erfuhren in etwa, in welchem Gebiet sich der Troll Baksch zuletzt aufgehalten hat und machten uns sofort auf den Weg in die angegebene Richtung. Wir fragten uns durch mehrere Dörfer, bis wir die von den Trollen genannte Blitz-Eiche lokalisieren konnten. Es rankten sich einige wilde Geschichten um diese Eiche, doch Tatsache bliebt, dass dort ein Mann regelmässig größere Mengen an Frischfleisch kaufte. Wir bezahlten also einen Jäger, der uns zu diesem Platz brachte und wollten dort auf den Mann warten.
Die Eiche stand am Rand einer größeren Lichtung, ihr Stamm war dreigeteilt und tatsächlich in der Mitte von einem Blitz gespalten worden. Trotzdem war die Eiche prächtig und groß! Am Boden fanden wir mehrere Löcher, die wir allerdings trotz Hilfe des Jägers nicht eindeutig identifizieren konnten, doch nähere Untersuchungen wollten wir aufgrund des Zeitdrucks nicht anstellen.

Also folgten wir den Karrenspuren dieses Händlers, der hier immer Fleisch einkaufte und trafen ihn wenige Wegstunden später auch an. Er befand sich mit seinem Karren wohl auf dem Weg zu der Lichtung. Sein Gesicht und auch andere Sichtbare Haustellen waren verbunden, er schien einen gröberen Unfall gehabt zu haben... auf genaueres Nachfragen hin stellte sich heraus, dass er Nahe der Residenz seines Herren von einem Troll mit rosarotem Bart verprügelt worden war! Dies war schon 2 Monate her, doch die Wunden schienen einfach nicht zu heilen. Wir vermuteten aufgrund der Zeitspanne, es könnte sich um Baksch handeln und überredeten den Händler, uns sofort zum Wohnsitz seines Herrn zu führen.

Unterwegs erfuhren wir, dass sein Herr wohl ein tulamidischer Magus war, der auf einem steinernen Schiff mitten auf einem kleinen See wohnte und regelmässig Besuch von Wesen aller Art und Rassen erhielt. Was dort jedoch genau vor sich ging, konnte er uns nicht sagen, nur soviel, dass ein Boot, dass zu dem Schiff hinausfuhr, alsbald das Ufer aus den Augen verlor, obwohl es keine 100 Schritt zu fahren habe.

Am See angekommen staunten wir nicht schlecht, so detailgetreu zeigte sich das steinerne Schiff, das wirklich mitten in diesem kleinen Teich zu schwimmen schien. Wir fuhren sofort hinaus, und tatsächlich war schon nach grob 20 Schritt Fahrt vom Ufer nichts mehr zu sehen. Das Schien verlassen, erst unter Deck fanden wir, teils erst durch Entdeckung von Geheimtüren, mehrere Räume, gefüllt mit den seltsamsten Wesenheiten und Dingen. Ein Achaz verrät und den Raum des Trolles, doch bekamen wir die Türe nicht auf, also suchten wir nach anderen Wegen. Durch einen Raum mit in Kristallkugeln eingeschlossenen, kleinen Lebewesen gelangten wir in eine Mini-Unterwasserwelt mit 6 Zilliten, mir unbekannte Echsenwesen, die mir aber sogar verrieten, dass es keinen anderen Eingang zum Raum des Trolles gab und wo sich meistens der Magier aufhält - nämlich nicht hier...

Uns blieb also nur, die beiden Aufbauten am Oberdeck zu durchsuchen, Samolosch mußte mit der Silbermond-Hand nachhelfen, um die Türen zu öffnen. Unglücklicherweise schaffte es ein Bogenschütze, N'Churr hervorzuzwingen, und ich erschlug 2 Menschen sowie 3 Orks, die uns in den Räumen des Vorderdecks erwarteten. Dabei entstand auch ein recht nettes Zitat, das in der entsprechenden Sektion des Archives nachulesen ist, ich möchte es hier nicht nochmal wiedergeben.

Der Magus befand sich allerdings im Aufbau des Achterdecks, er erwies sich als unsymphatisch aber vielleicht auch angesichts meiner Gestalt als kooperativ und führte uns direkt zu Baksch. Wir konnten ihn überreden, ihm bei dem Problem des rosaroten Bartes helfen zu dürfen und er versprach, danach mit uns zu seinen Leuten zurückzukehren. Bei der Blitz-Eiche wären Kobolde, die hätten ihn verzaubert, meinte er. Also reisten wir unverzüglich zu dieser Eiche zurück, wo wir prompt von den Kobolden empfangen wurden... es war eine wahrlich schwere Aufgabe, bei all ihren Späßen die Beherrschung zu behalten, doch gelang es uns schließlich, sie zu überzeugen, Baksch's Bart von rosarot auf tannengrün zu färben und er zeigte sich daraufhin sichtlich erleichtert. Wir waren es jedoch nicht, denn ich war auf Zwergengröße geschrumpft, Samolosch hatte spitze Ohren und Hjok jetzt den rosaroten Bart...

Zurück bei den Trollen zeigten sie sich sehr dankbar und halfen uns sogar, die Kobold-Magie wieder loszuwerden - beeindruckend, wie sie das in kurzer Zeit hingebamen! Sie scheinen wirklich mächtige Schamanen zu besitzen, diese Trolle... Sie schenkten uns Steine, in deren Inneren Kristalle wachsen sollen und die dazu dienten, uns einem jeden Troll gegenüber als Freund zu erkennen geben zu können. Jeder Troll der diesen Stein sieht, würde uns seine Hilfe anbieten, meinte der Shamane. Wir nahmen sie gerne an und bedankten uns unsererseits ausführlich für diese große Geste.

Jedenfalls war unsere Queste zu ihrere Zufriedenheit erfüllt und Baksch bekräftigte, gegen die Weitergabe des Berges zu stimmen, somit waren auch wir durchaus zufrieden gestimmt, als wir durch die bereits bekannten Nebelschwaden zum Ritualplatz vor Draconia zurückkehrten und dem Schamanen von der Queste berichten konnten.

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