Kalder weist auf eine Sammlung dicker, gebundener Pergamentseiten, die säuberlich aufgereiht in einem eigenen Regal stehen.

"Diese Folianten hier enthalten, wie versprochen, die Berichte der Abenteuer, die unsere tapferen Gezeichneten und ihre Begleiter bestritten. Die Helden erlebten dabei schon vor Beginn der eigentlichen Kampagne der "7 Gezeichneten" so einiges in ihrem Leben, das sie zu den Personen heranreifen lies, die das Schicksal schließlich zusammenführte um gemeinsam gegen den Sphärenschänder zu ziehen."

Ihr könnt es kaum mehr erwarten, durch die Folianten zu stöbern und die unglaublichen Erlebnisse und Geschehnisse zu erforschen, die sich in dieser für ganz Aventurien so prägenden Zeit ereignet haben! Mit zitternden Händen schlagt ihr einen Folianten auf und beginnt zu lesen...


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  1. Brogars Blut (PRAios, 28 Hal/1021 BF)
  2. Siebenstreich
  3. Rausch der Ewigkeit
  4. Die Zwölfgöttlichen Paradiese und die Niederhöllen (hehe)

  5. Golgaris Schwingen (für jeden Heldentod): Einzelabenteuer nach dem Heldentod
  6. Das abschliessende Saufgelage der Spielrunde auf der Alm und am Tag danach
  7. Rosis Fluch oder: Der Wilde Kater (Insiderwissen*g*)


›››› Ihr verlasst Kalder. Urjelke sagte doch etwas von weiteren Archiven?

›››› Ihr geht zum Boronsanger, um den in der Schlacht gefallenen Helden die Ehre zu erweisen

 

 

50: Brogars Blut

Zeit: 8. PRAios, 28 Hal / 1021 BF
Autor / Herkunft:
Protokollant: G3, Kendrik

Wir waren noch auf Draconia, am 8. Praios im Jahre 28 nach Hal.
Eine Trollzacker Druidin war sauer auf Rochan, der sie wohl nicht richtig begrüßt hatte. Hjok ließ es sich nicht nehmen, ihn wieder mal zu verhauen, worauf die Druidin sich beschwerte, warum Rochan noch belohnt würde für seine Unhöflichkeit... dies führte zu einem ausgedehnten Raufhandel abwechselnd zwischen Hjok, mir und der Druidin, die das als großen Spaß zu sehen schien. Der Nachmittag verging in langen und zahlreichen Verabschiedungen von den vielen Bekannten auf Draconia.

Wir machten uns dann am nächsten Vormittag auf Richtung Burg Silz, wohin wir von verschiedenen Leuten eingeladen wurden, um den neuen Hochkönig der Zwerge zu begrüßen und der Verteidigungsplanung Darpatiens beizuwohnen. Luftdjinne brachten uns direkt vor die Burg, vor der auch schon eine ausgedehnte Zeltstadt auf uns zu warten schien. Nach Begrüßung der Burgherrin, Gräfin Naheniel Quellentanz, ging es direkt hinein ins Vergnügen. Das Garether Bierzelt wurde genauso intensiv begutachtet wie das Ferdoker Bierzelt, auch die Armdück-Bühne blieb von der Gruppe nicht verschont. Ich selbst hatte mich zuvor noch darauf eingelassen, bei einem Wettbewerb mitzumachen, der eher die Zwerge erfeuen würde: Einen 6-Mass-Krug mit Ferdoker in einem Zug zu leeren! Doch wie alle anderen Anwärter mußte ich hierbei scheitern, aber den Spaß war es mir wert!

Wir suchten und begrüßten dann erstmal die Leute, die uns eingeladen hatten, dabei fiel uns die Kutsche von Graf Dexter Nemrod auf, die vor eins der Bierzelte vorfuhr. Ich ließ es mir nicht nehmen, mit ihm zu plaudern und die neuesten Informationen auszutauschen. Leider benahmen sich Ithildin, Hjok und Rochan derart daneben, daß er sie doch recht wütend von seinem Tisch entfernen lies... nun, die Etikette erschliest sich nicht jedem. Nebenher nahmen wir am Armdrück-Wettbewerb teil, bei dem sich Hjok gut gehalten hat und ich selbst sogar den Sieg erringen konnte! Doch beim Ringer-Wettbewerg mußten wir uns einigen, sehr gut trainierten Zwergen geschlagen geben, doch konnten wir auch hier recht brauchbare Ergebnisse vorweisen.
Der Hochkönig erschien und hielt eine kurze Rede, zahlte eine Lokalrunde und kurz darauf ritt der wohl berühmteste Beilunker Reiter ein, Bersim, Sohn des Bradasch und bahnte sich seinen Weg direkt zum Hochkönig. Nur wenige Minuten später bat uns letzterer schon zu sich, es schienen sehr dringliche Nachrichten gewesen zu sein.. kein gutes Gefühl war es, das uns dabei erfüllte.

Leider zu Recht, denn die Versammlung, der Hochkönig, Saldor Foslarin, Graf Nemrod, Xenos von den Flammen und weitere Hochrangige, empfing uns mit niederschmetternden Nachrichten. Agrimoth's Schlund soll vor Lorgolosch anwesend sein und die Zwergenstadt auf das Schlimmste unter Bedrängnis setzen! Auch sollen zwergische Verräter am Werk sein, die behaupten, von Borgars Blut zu sein, was eigentlich gar nicht mehr möglich ist, da alle Vertreter dessen bereits lange gestorben seien. In Warunk oder in der Nähe davon thront Rhazzazor, auch Beilunk sei nicht nur dank ihm in arger Bedrängnis. Die Drachengarde sei übergelaufen, aber wenigstens eine gute Nachricht gab es auch, denn angeblich schienen sich Borbarads Statthalter untereinander zu streiten und so verwendeten sie momentan nicht alle Aufmerksamkeit auf die Aktivitäten ihrer Armeeteile.

Mit Hilfe Xenos' sollten wir Lorgolosch befreien. Der Plan war, sich als Soldaten Borbarads zu tarnen und so unbehelligt durch die Schwarzen Lande bis Lorgolosch zu gelangen. Dabei sollen wir auch durch eine längst verlassene Stadt der Zwerge unter den bereits stark umkämpften Trollzacken gehen, um den Kampfhandlungen auszuweichen. Xenos soll den Weg kennen und später als Gefangener fungieren, der als weiteres Druckmittel die Zwerge Lorgolosch's zur Aufgabe zwingen solle. Xenos selbst will dann in der Zwergenstadt den Elementarherren des Feuers rufen, der die Zwerge aus Lorgolosch in Form von Funken evakuieren soll.
Ich weiß heute nicht mehr genau, wie die Versammlung es geschafft hat, uns die vielen Unklarheiten und Risiken in dieser Unternehmung so zu unterbreiten dass wir letztlich zustimmten, mitzukommen, aber wir sind nun auf dem Weg - dem Weg durch das Land und getarnt als Soldaten des Feindes. Die Zwölfe mögen uns behüten!

Wir reisten schnell nach Perricum, wo nach einigen Anstandsbesuchen bei diversen Würdenträgern und einer angenehmen Nacht im Hotel Kaiser Reto Ausstattung aufgenommen wurde. Einmal erhielten wir vom Waffenmeister der grauen Stäbe alles mögliche an Ausrüstung, dann gab uns auch noch die Phexkirche ganz wichtige Bestandteile unserer Mission mit auf den Weg: Wappenröcke, Passierscheine und Offizierspatente der Borbaradianer! Unbezahlbare Dinge, die uns den Weg durch Feindesland erleichtern würden. Wir mussten dafür einige Dinge aus unserer bisherigen Ausstattung bei ihm lassen um uns nicht zu verraten, auch mein geliebtes Rahja-Amulett fiel dem zum Opfer, doch ich hoffe, die schöne Göttin wirft auch so gelegentlich ein Auge auf mich.

Wir konnten also früh am Morgen des 13. Praios aufbrechen und schon nach anderthalb Tagen Fussmarsch den Eingang zu den Stollen der Zwergenstadt Aradolosch finden. Überwältigende Hallen, lange Stollen, wunderbare Steinmetzarbeiten und beeindruckende Technische Einrichtungen der Zwerge fanden angesichts der Dringlichkeit unserer Mission nicht die volle, ihnen zustehende Aufmerksamkeit, doch jedem war klar, was das kleine Volk in diesem Berg geleistet hatte! Xenos und die Karte der Phexkirche führten uns zielsicher durch dieses gewaltige Bauwerk, doch bald mussten wir auf Probleme stoßen.. 13 tote Zwerge fanden wir in einer Festhalle vor, teils von Äxten und Schwertern erschlagen, teils erwürgt, doch seltsam blutleer. Vampire! Ithildin zog den Zorn Xenos' auf sich weil er an den Leichen herumschnitt und wurde von diesem im Schlaf mit einem Zauber und einer unschönen Narbe an der Wange "belohnt", die ihm bleiben soll, bis er begriffen hat, warum die Strafe notwendig war.

Wir bestatteten die Toten und machten uns mit erhöhter Vorsicht auf den Weitermarsch. Pilzfelder, der Thronsaal, eine Markthalle und Säulengänge sowie eine gewaltige Brücke über einen unendlich tief scheinenden Schlund in einer Halle ohne Decke konnten wir betrachten, bis wir schließlich auf einen eingestürzten Gang stießen, der uns zu einem Umweg zwang, doch jener sollte uns, so dachten wir, nicht besonders viel Zeit kosten. Leider irrten wir, denn nach zwei langen Treppen stießen wir auf eine verschlossenen Falltüre, die selbst ich nur mit sehr viel Mühe aufstemmen konnte. 7 Zwerge erwarteten uns, die mit sehr gut gearbeiteten Äxten und Kettenhemden ausgestattet sofort begannen, uns zu attackieren. Nach einem unerwartet hartem Kampf mußten wir herausfinden, dass es sich hierbei um die vom Bergkönig schon angesprochenen Verräter handelte, die von Brogars Blut sein wollten. Wir bestatteten sie angemessen und vernichteten alle Borbaradianischen Dinge die sie bei sich trugen.

Wir kamen über einen gut 50 Schritt hohen Aufzug in tiefere Gänge und standen wenige Stunden später vor einer schier undurchdringlichen Flammenwand, doch Xenos beschwor einen Feuer-Djinn, der uns unsanft, aber sicher durch dieses Hindernis brachte. Die Elemente hatten noch mehr Überraschungen parat, denn auch ein kurzer Tauchgang durch einen mit Wasser gefüllten Gang blieb uns nicht erspart, doch belohnte uns die Stadt mit einem wunderbaren, unterirdischen Garten. Stalagmiten, Stalaktiten und ein großer Teich, umrandet von vielen Laternen aus Bronze, Silber und Gold präsentierte sich uns, in dessen Zentrum ein gewaltiger Stalagmat mit einer außen um ihn herumführenden Wendeltreppe stand. Das wäre unser Weg, meinte Xenos, so erklommen wir dieses Naturphänomen.

Nur wenige Stunden später konnten wir endlich den Ausgang aus der Stadt erreichen, der, laut Ithildin, von einem magischen aber unsichtbaren Wesen bewacht wurde. Doch ausser einigen blauen Flecken durch Stürze gegen die Felswände passierte uns nichts und wir konnten beginnen, uns auf die verdeckte Reise durch die Schwarzen Lande vorzubereiten. Noch einmal erinnerten wir uns gemeinsam an die erlernten Gepflogenheiten der Borbaradianer, wiederholten den Aufbau ihrer Truppen und Strukturen und verkleideten uns mit den passenden Wappenröcken. Jeder erhielt sein Offizierspatent und ich selbst hielt schon mal die Passierscheine bereit, die wir wohl bald brauchen würden. Der spannende Teil begann, am 16. Tag des Praios, 28 Hal.

Wider Erwarten war der Weg nach Lorgolosch gar nicht mal so schwierig, wir wurden durchaus das eine oder andere Mal kontrolliert, auch mal etwas genauer, von der Drachengarde, die gesammelt zur Rhazzazor überlief, doch die Dokumente, die uns die Phex-Kirche gab, waren tadellos. Zwei Ereignisse stachen aber auf der mehrtägigen Reise durch die schwarzen Lande heraus.

Zunächst kontrollierte uns kurz vor der Überquerung des Flusses vor Beilunk ein Trupp der Drachengarde, und nachdem sie herausfanden dass wir über den Fluß wollten, gaben sie uns einen Ardariten mit, den wir bei "zum Verbrauch" bei einer Truppe hinter Beilung abgeben sollten. Wir nahmen ihn also mit und weihten ihn bei einer Pause in unsere Mission ein, nachdem wir mehrfach kontrolliert hatten, dass er wirklich Ardarit war. Er schwor auf seine Göttin, bei unserem Plan mitzumachen und sich bis Lorgolosch ebenfalls als Gefangener auszugeben. Wir planten somit, einen Soldaten zu fangen und ihn stattdessen bei der genannten Truppe abzugeben.

Phex war uns hold, denn wenig später lud uns eine Frau zum Mittagessen ein, sehr unterwüfig und doch freundlich. Wir vermuteten eine Falle, doch beschlossen wir, freiwillig hineinzutappen. Ithildin fand schon vorweg heraus, dass sie eine Hexe war, so waren wir zusätzlich gewarnt. Wir aßen also bei ihr, nur Ithildin und ich weigerten uns. Bald schliefen unsere Kameraden ein und wir stellten die Frau zur Rede. Es dauerte zwar, aber bald glaubte sie unsere Geschichte, uns Xenos wischte letztlich jeden Zweifel weg, denn er war es, den die Hexe eigentlich retten wollte!
Sie fing auf dieselbe Weise einen weiteren Trupp Soldaten, einen davon behielten wir und zogen ihm die zerschlissene Ardariten-Uniform an, die Hexe wirkte einen Vergessenszauber, der uns 3-4 Tage Vorsprung garantieren sollte, bevor die Soldaten dahinterkommen würden, dass der Gefangene nicht der ist, für den sie ihn halten sollten. Das genügte uns, der Plan gelang bestens.

Xenos führte uns zu einem Geheim-Eingang nach Lorgolosch, wo wir erst die Wache überreden mußten, uns einzulassen, indem wir vorgaben, nichts davon zu wissen, dass der Haupteingang bereits erobert war und wir berichteten, strikte Anweisung zu haben, diesen Eingang zu nehmen. Mit etwas Gold uns Schnaps gelang sogar das und es dauerte nicht lange, bis wir die Brilliantzwerge gefunden hatten.

Nach Begrüßung und Formalitäten verpflegten uns die Zwerge so gut sie es noch konnten, sogar ein Bad wurde uns bereitet, was wir natürlich gerne annahmen. Xenos machte sich sofort auf zum König und begann nach der Audienz sofort mit seinem Ritual. Leider konnte er es nicht vollständig ausführen, denn grade nachdem wir uns zur Ruhe legten, griff uns Agrimoths Schlund an! Eine riesige, wohl an die 30 Schritt lange, metallene Schlange fraß sich regelrecht durch die Steinwände der Zwergenstadt und fiel in einer der großen Hallen über uns und die verbliebenen Zwerge her - ein aussichtsloser Kampf gegen Tonnen von Stahl, magisches Feuer und dämonische Tentakel. Wir konnten kleine Erfolge erzielen mit Brand- und Wassergeschossen, doch schließlich blieb nur die Flucht. Leider mußten einige Zwerge ihr Leben lassen, auch Ithildin unterschätzte den Gegner und entrann nur äußerst knapp der Fahrt übers Nirgendmeer.

Nach dem Rückzug berieten wir lange, die Zwerge berichteten von vielen Gängen, die das Untier schon gefressen hatte, doch alle seien voll mit brandheißem Schleim und somit fast unbegehbar. Xenos meinte, es wäre gut, den Beschwörer zu töten, doch dieses Unterfangen erschien uns fast zu schwer. Nach Beratungen mit Faramud beschloß Ithildin schließlich, einen Weg zu wissen, doch er erzählte nur, dass er den Dämon unschädlich machen könne, wenn er eine zerriebene Zwergenwaffe, etwas eigenes Blut und eine magische Waffe hätte, mit der er den Dämon nur berühren müsse, dies würde die Beherrschung des Dämons brechen und ihn somit bald in seine Sphäre zurückkehren lassen. Nach weiteren langen Beratungen beschlossen wir, dies in Form einer Ein-Mann-Mission mittels Schleich- und Unsichtbarkeitszaubern zu wagen, es barg wohl das geringste Risiko, währenddessen uns der Ardarit mit einem Rondra-Segen vor dem Dämon schützte.

Wir starteten die Mission, die Zwerge halfen bereitwillig bei der Vorbereitung und schließlich ging es los - mit einer kleinen Änderung, Hjok wollte mit um die beteiligten Abtrünnigen Zwerge etwas abzulenken, während Ithildin seine Aufgabe erfüllen wollte. Xenos bereitete in dieser Zeit sein Ritual vor, um erneut den Elementarherren des Feuers zu bitten, uns alle als Funken aus Lorgolosch zu evakuieren.

Die beiden Dämonenjäger machten sich auf den Weg und fanden nach längerem Suchen in den Gängen des Dämons den Platz der Beschwörung, wo sich der Abtrünnige Zwergengeode schon auf sein Ritual vorbereitete. Ithildin startete los, begann unter Faramuds Anleitung mit den nötigen Vorgängen und Hjok versuchte inzwischen, die Wachen rundum den Raum etwas abzulenken, doch leider wurde er dabei zu leichtsinnig und in Folge dessen entdeckt. Er mußte also einen Kampf beginnen, Ithildin schaffte es aber noch, sein Ritual zu vervollständigen, bevor er Hjok zu Hilfe eilen konnte.
Die beiden kamen schwer angeschlagen zurück, doch konnten sie vom Erfolg der Mission berichten - und ich bin fast froh, nicht genau zu wissen, was Faramud Ithildin dabei alles gezeigt hat.

Xenos war bereits mit seinem Ritual fertig, wir versammelten uns alle zu einigen letzten Gebeten und Xenos hielt einen Kelch vor sich, aus dem Flammen schlugen. In Gruppen zu 4 gingen alle hin, stellten sich um den Kelch und hielten die Hände in die Flammen - auch wir kamen spät aber doch an die Reihe, und erfuhren das Zeichen des Elementarherren, eine Erfahrung, die ich sehr genossen habe, ein Augenblick, den wir alle wohl nie vergessen werden:

Für einen Augenblick atmeten wir tief ein, als wir den scharfen Schmerz an den Handflächen spürten, doch etwas hielt uns davon ab, die Hände zurückzuziehen.
Im nächsten Augenblick verebbte das Stechen, und wir fühlten eine vollkommene Einheit mit dem Feuer. Wir begreifen das Wesen des Elements.
Die unbändige Wildheit, weder gut noch böse, sondern reinste Energie und Leidenschaft.
Warm und lebensspendend, zerstörerisch und tödlich.
Dann war es vorbei.

Danach trat die Matriarchatin vor, entnahm der Schale einen in allen Farben des Regenbogen gehaltenen Edelstein, und erklärte, Simias Stein würde das heilige Feuer wieder entzünden, wenn es nötig werden wird. Sie legte den Stein auf eine Art Sänfte, die von 8 Zwergen aus der Halle getragen wurde, sie selbst und Xenos schlossen sich an, danach alle anderen. Die Prozession zog durch die Gänge, vorbei am König und einigen Mannen, die der Matriarchatin die Krone übergaben, wortlos und stolz, dann die Prozession vorbeiließen. Sie würden wohl den letzten Kampf um Lorgolosch schlagen...

Wir aber gingen bis zu einer Schlucht, aus der wildes Feuer loderte, das uns nach einigen Gebeten Xenos' einzuhüllen begann und schließlich vollständig umgab.
Das Nächste, was wir sahen, war blauer Himmel und eine Zwergin, die uns Wasser brachte - und wahrlich, so einen unglaublichen Durst hatten wir noch nie verspürt! Das Ritual war also geglückt, der Elementarherr des Feuers hatte uns aus Lorgolosch weggebracht, bis hierher in Ingerimms Schlund!

Xenos empfing später alle noch ein Mal, versammelt sprachen wir gebete zu Angrosch und Ingerimm, dann wurde wieder mit dem Regenbogen-Stein ein Feuer im Kelch entfacht, und Xenos hielt ein weiteres Ritual ab. 7 Flammen stiegen erst hoch auf und züngelten dann einzeln in der Schale des Kelches. Xenos nahm jede einzelne heraus, wie einen Vogel setzte er sie nacheinander in verschiedene Laternen und erklärte, für jedes Element stünde eine Flamme. Dann überreichte er Vertretern der 4 Zwergen- und 3 Elfenvölkern Deres jeweils eine Laterne, mit dem Auftrag, sie wohl zu behüten.

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51: Siebenstreich

Zeit:
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52: Der Rausch der Ewigkeit

Zeit:
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